Samstag, 27. Mai 2017

Samstagskaffee #91 ... und viel Geduld

Einen ordentlichen Vorgeschmack auf den Sommer gibt es hier in diesen Tagen. Meinen heutigen Samstagskaffee trinke ich daher gerne draußen auf der Terrasse. Neben mir plätschert das Wasser aus dem Gartenschlauch und füllt das Planschbecken. In der Küche kochen Nudeln für einen Nudelsalat. Der Liebste ist mit den Kindern zum Einkaufen gefahren. Der Einkauf wird etwas größer ausfallen, nachdem wir gestern Abend spontan entschieden haben, heute ein paar Freunde zum Grillen einzuladen. 
So wie es aussieht, lässt sich Baby Nr. 3 noch etwas Zeit. Ganz so lange wird es aber wohl nicht mehr dauern. Ab der kommenden Woche, wenn wir den Geburtstermin erreicht haben, darf ich nun jeden zweiten Tag zum CTG. Zum Glück kann ich das vor Ort bei meiner Hebamme erledigen und muss dafür nicht jedes Mal zur gynäkologischen Praxis oder ins Krankenhaus nach Münster fahren. In der Zwischenzeit nutze ich die letzten - gänzlich unverplanten - Tage vor der Geburt unter anderem, um für das Label "Schneckenkind" eine Häkelanleitung für einen Tischläufer zu testen. Das Ergebnis stelle ich gerne in den nächsten Tagen hier mal vor. Falls mir nicht erst noch etwas bzw. jemand anderes dazwischen kommt... ;-)
Verlinkt - natürlich und immer wieder gerne - beim Samstagsplausch, den liebsten Maschen und HäkelLine.

Dienstag, 16. Mai 2017

Gehäkelt: Schnuffeltuch-Hund

Derzeit ist die Frequenz der neuen Erdenbürger/-innen bei uns im Freundes- und Bekanntenkreis auffallend hoch. Fast jede Woche gibt es SMS oder Emails mit diesen wunderschönen Nachrichten und ersten Fotos. Nicht nur, aber auch, weil die Schwangerschaften quasi parallel zu meiner verlaufen, fiebern wir da natürlich besonders mit. Die Vorfreude motiviert mich derzeit besonders, mal ein paar mehr Baby- und Kindersachen von der Häkelnadel hüpfen zu lassen.  
Am vergangenen Wochenende wurde im Kollegenkreis meines Mannes ein kleiner Junge geboren. Er darf sich über diesen kleinen Spielgefährten freuen. Gehäkelt nach einer Anleitung von HANKIDS, gefunden bei Crazypatterns. Wolle: Rico Baby cotton soft. 
Verlinkt bei den liebsten Maschen, dem Creadienstag, HäkelLine, HoT und den Dienstagsdingen.

Samstag, 13. Mai 2017

Samstagskaffee #90

Heute morgen wird bei uns ganz entspannt überwiegend im Schlafanzug und im Wohnzimmer gefrühstückt. Es ist schließlich Wochenende, da nehmen wir es nicht so genau. Der Sonntagsjunge leiht mir sogar seine Lieblingstasse (die ja früher auch mal meine Lieblingstasse war, öhöm...). Mittlerweile kann ich sie bequem auf der Babykugel abstellen. Allerdings halte ich sie lieber fest, falls gerade wieder jemand von unten dagegen tritt. An diesem Wochenende habe ich mir vorgenommen, endlich mal die Kliniktasche packen. Allmählich ist es bestimmt sinnvoll, vorbereitet zu sein. Da bei uns bislang beide Kinder allerdings erst nach dem errechneten Geburtstermin gekommen sind, gehen wir irgendwie davon aus, dass wir auch diesmal noch viel Zeit haben werden. 
Heute nachmittag findet bei uns im Ort ein Musikschulfest statt. Unser Sohn wird dort im Rahmen der Musikalischen Früherziehung singen und wir sind alle schon ganz gespannt auf den Auftritt. Besonderes Highlight: Die Kinder werden u.a. "Alle Kinder dieser Erde" von Detlev Jöcker singen, der auch selbst dabei sein wird. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, welcher Soundtrack uns schon den gesamten Vormittag in einer Dauerschleife begleitet...
Habt ein schönes Wochenende! Viele Grüße vor allem in die Samstagsplausch-Runde bei Andrea!


Dienstag, 9. Mai 2017

Gelesen: Nordsee. Kultur, Geschichte, Bilder.

Die Nordsee ist mein Sehnsuchtsort, dort zieht es mich immer wieder hin. Ich liebe die Weite, das mitunter rauhe Klima, die Luft, die Gischt, die Wolkenspiele, das Wellenrauschen. Auf diese Neuerscheinung "Nordsee. Kultur, Geschichte, Bilder", erschienen im Prestel-Verlag, war ich daher im Vorfeld schon besonders gespannt.
Die Vorfreude stieg, als das Rezensionsexemplar bei mir ankam. Das vielversprechend große und schwere Paket weckte Erwartungen. Auspacken durfte ich ein großformatiges "Coffee Table Book", das mich gleich mehrfach überzeugte. Positiv ins Auge fiel mir zunächst die Gestaltung. Dem ansprechenden Deckblatt mit den typischen Strandkörben und Farben folgen im Inneren zahlreiche weitere große Bilder, sowohl unterschiedlichste Fotografien als auch künstlerische Darstellungen, gedruckt auf dickem, hochwertigem Papier.
Im zweiten Schritt las ich mich am Einleitungstext fest. Auf ca. 11 Seiten macht der Journalist James Attlee deutlich, dass mit der Nordsee weit mehr Facetten verbunden werden können und müssen, als lediglich der Badeurlaub mit Strandkorb. Auch die Schifffahrt, Fischerei, Handelswege, Seeschlachten und der Naturschutz sind in diesen Küstengegenden historisch wie gegenwärtig interessant und von Meer und Landschaft geprägt. Er lenkt den Blick zudem bereits auf einzelne, ausgewählte Zitate und Bilder im weiteren Verlauf des Buchs. Die Zitate, jeweils mit inhaltlichem Bezug, sind auf den folgenden Seiten mit den Bildern überwiegend harmonisch, teils aber auch überraschend kombiniert. 
Ein Buch, das zum Blättern, Träumen und Erinnern einlädt, nicht nur Nordsee-Liebhaber begeistern kann und den Blick weitet, wie es auch ein Aufenthalt an der Nordsee selbst vermag. PS: Ein einziger, kleiner Kritikpunkt sei gestattet. Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei dem auf S. 197 abgedruckten Funkkontakt eines Kriegsschiffs, das einen Leuchtturm auffordert, ihm aus dem Weg zu gehen, um einen Hoax. Auf diese Falschmeldung sind schon viele Medien hereingefallen. Hier wurde entweder nicht genau recherchiert oder entschieden, den Text, der ja auch wirklich amüsant ist, dennoch aufzunehmen. 

Samstag, 6. Mai 2017

Samstagskaffee #89 - WMDEDGT

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?", fragte gestern wieder Frau Brüllen und lud ein zum Tagebuchbloggen. Mit dem Ende der Osterferien hat hier ein neuer Alltagsrhythmus Einzug gefunden, auch bekannt als "Mutterschutz 3.0". Keine festen beruflichen Termine mehr, mehr Flexibilität, aber allmählich auch mehr Nebenwirkungen einer fortgeschrittenen Schwangerschaft.
Die zurückliegende Woche war körperlich eher anstrengend. Becken und Rücken drohen mit Streik und eine ordentliche Erkältung war sicher auch kein Extra, das ich dazu bestellt hätte. Dank Osteopathie und viel Kamillentee geht es jetzt aber allmählich wieder aufwärts. Nachdem ich am gestrigen Morgen die Kinder zum Kindergarten gebracht habe, bin ich deshalb auch wie geplant nach Münster gefahren, wo ich mich mit einer Freundin und ihrer kleinen Tochter zum Frühstück verabredet hatte. Ich habe mich gefreut, dass ich diesen Termin nicht absagen musste, denn wer weiß schon, wie oft wir in den nächsten Wochen dazu kommen werden, uns zu sehen. Getroffen haben wir uns in einem kleinen, sehr gemütlichen, französischen Café im Kreuzviertel, dem "Le Petit Rêve".
Anschließend habe ich die Zeit genutzt, um ein paar Dinge in der Innenstadt zu erledigen. Mittags traf ich mich dann mit dem Liebsten. Allerdings nicht etwa zu einem seltenen, romantischen Mittagessen zu zweit, sondern zu einem Banktermin. Für unsere Familie stehen nämlich gerade gleich zwei große Ereignisse an: Die Ankunft von Baby Nr. 3 und - voraussichtlich im kommenden Jahr - der Umzug in ein größeres Zuhause, das allerdings erst noch gebaut werden muss. Zwei Stunden später und mit rauchendem Kopf, aber einer guten Perspektive, mache ich mich wieder auf den Weg zum Kindergarten. Unsere beiden spielen vergnügt draußen, als ich komme, und freuen sich nun auch, ins Wochenende zu starten. Zuhause gibt es erstmal einen leckeren Snack. In Windeseile sind eine Banane, eine Birne und ein Apfel vertilgt. Wir malen, puzzeln und spielen, bis es Zeit wird, den Abendbrottisch zu decken. Nachdem die Kinder schlafen, will ich eigentlich ebenfalls mal früh ins Bett gehen, aber dann genieße ich die Stille im Haus doch so sehr, dass ich noch etwas länger mit dem Liebsten im Wohnzimmer verweile, und mich auch erst einen Tag später aufraffe, diesen kleinen Tagebucheintrag zu schreiben. So kommt er nun mit etwas Verspätung, aber gerade rechtzeitig zum Samstagsplausch

Dienstag, 25. April 2017

Gehäkelt: Osterhase

An den vergangenen Ostertagen gab es bei guten Freunden von uns Nachwuchs.  Was für ein schöner Zeitpunkt, um in ein neues Leben zu starten! Auf das kleine Mädchen haben sich nicht nur ihre Eltern, sondern auch wir besonders gefreut. Sie wird unseren Kindern, die sehr mitgefiebert haben, bestimmt mal eine tolle Spielkameradin werden. Klar, dass da bei unserem Geburtsgeschenk auch etwas Gehäkeltes dabei sein sollte. Der Geburtstermin legte es nahe, und so entstand hier nach einer Anleitung in der aktuellen "Simply Häkeln 03/17" dieser kleine Hase. Die Wolle stammt noch aus dem Entstehungsprozess meines Häkelbuchs "Häkeln. Einfach, achtsam, kreativ", bei dem mich u.a. die Mama des Mädchens tatkräftig unterstützt hat. Für dieses Projekt schien sie mir jetzt ausgesprochen passend zu sein.

Samstag, 22. April 2017

Samstagskaffee #88 - Norderney

Das war es schon wieder: Die Osterferien gehen zu Ende; die Koffer sind gepackt; die Schlüssel von der Ferienwohnung sind abgegeben. Schade, finden auch unsere Kinder. Die Woche am Meer war sehr entspannt und hat uns gut getan. Mit dem Wetter hatten wir überwiegend Glück. Der starke Wind trieb die dunklen, schweren Regenwolken fast immer einfach über unsere Köpfe hinweg gen Festland. Ein wenig Aufschub haben wir aber noch. Erst mittags haben wir einen Platz auf der Fähre bekommen. Uns bleiben noch zwei Stunden auf der Insel. Wir nutzen sie für einen kleinen Abstecher zur "Weissen Düne". Eigentlich wollten wir zum Strandspielplatz dort, aber der Wind pfeift so sehr, dass wir uns lieber ein Plätzchen im Warmen suchen. Wie gut, das das Restaurant gerade öffnet. Während man tagsüber hier kaum einen Platz findet, können wir uns diesmal noch eine gemütliche Sitzecke aussuchen. Es gibt für alle noch einen Samstagskaffee oder ein Glas Saft. Ach ja, und eine Kleinigkeit von der reizvollen Nachtischkarte. Mandel-Crumble mit warmen Zwetschgen und Frieseneis mit rahmigem Vanillegeschmack - das kann ich auch am Vormittag schon genießen! So starten wir entspannt unsere Rückreise...
Mehr Samstagsplausch gibt es wie immer *hier* bei Andrea.

Dienstag, 18. April 2017

Häkeln mit Herz

...und für einen guten Zweck! Dazu ruft gerade die Redaktion von "Simply Kreativ" auf. Ihre Idee: Für jedes gestrickte, gehäkelte und genähte Herz spenden sie je 2 Euro an das Deutsche Kinderhilfswerk. Verwenden kann man Stoff- und Wollreste in den Farben pink, rosa, rot oder orange. Die passenden Anleitungen werden auf der Homepage der Redaktion bereitgestellt. Das Ziel ist, wie im Titel dieser Spendenaktion formuliert: "1000 Herzen gesucht!" Die ersten wurden bereits direkt am Messestand von Simply Kreativ auf der Creativa, der großen Messe für kreatives Gestalten, hergestellt und gesammelt. Für alle, die so wie ich in diesem Jahr nicht bei dieser Messe waren, gibt es die Möglichkeit, bis zum 28. April ihre "herzlichen" Beiträge einzusenden. Mir gefällt diese Aktion! Deshalb habe ich gerne den Anlass genutzt und meinen Wollvorrat mal nach Resten in den entsprechenden Farbtönen durchstöbert, um einen kleinen Beitrag zu leisten.

Samstag, 15. April 2017

Samstagskaffee #87 - Norderney

Es ist schon etwas her, dass ich hier zuletzt mal kurz meinen "Samstagskaffee" genutzt habe, um ein wenig zu plauschen. Lustigerweise kam mein letzter Kaffee vor einem Monat von der Nordseeküste, habe ich gesehen. Das passt insofern ganz gut, als ich Glückspilz auch heute meinen Kaffee an der Nordsee genießen kann. (Und ja, irgendwann ziehe ich einfach ans Meer!) Seit gestern verbringen meine Familie und ich ein paar Tage auf einer meiner Lieblingsinseln: Norderney. Die Wettervorhersage sah im Vorfeld für diese Tage nicht besonders gut aus. Bislang weht zwar ein kräftiger Wind, der zugleich aber alle Regenwolken einfach schnell über die Insel hinweg treibt. 
Unser heutiger Plan für den Nachmittag, mit den Kindern und ihren Rädern eine Tour an der Strandpromenade entlang zu machen, wurde allerdings von diesem Wind durchkreuzt. Das Weihnachtsmädchen drohte, mit ihrem Laufrad einfach umgeweht zu werden. Da haben wir uns doch lieber zu Fuß und mit Rückenwind bis zum Surfcafé pusten lassen, um uns dort mit Blick auf ein paar unerschrockene Kitesurfer in dicken Neoprenanzügen mit Kaffee, Kakao und frischem Pfefferminztee ("Papa, warum ist da Salat in deinem Glas?") zu stärken. Ich wünsche euch schöne Ostertage!

Freitag, 14. April 2017

Ich häkle mir den Frühling...

Vor ein paar Wochen habe ich eine sehr nette Mail bekommen. Feli vom DIY-Portal "Talu" lud mich zu einem Häkelwettbewerb ein. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn das Portal kannte ich noch gar nicht und der Wettbewerb wäre mir sonst vielleicht auch entgangen. Wenige Tage später brachte mir die Post ein kleines Paket. Darin enthalten waren zwei Knäuel Häkelwolle, eine Häkelnadel, ein Block und ein paar Knöpfe, alles in den Frühlingsfarben grün, gelb und rosa gehalten.
Die Aufgabe lautete: "Frühlingserwachen - überrasche uns mit Deinen frühlingshaften DIY-Ideen!". Inspiriert von den Farben der Wolle und dem Motto wusste ich schnell, was bei mir aus diesen zwei Knäueln werden sollte: Eine Tulpe, für mich eine der Frühlingsbotinnen schlechthin! (Das sieht man ja auch an meinem letzten Post.) Nach einer Anleitung von *hier* ist in den letzten Tagen dann diese zarte Blume entstanden. Handwerklich sind für mich dabei zwei Dinge neu bzw. ungewöhnlich gewesen. Da ich überwiegend Sachen für Kinder häkle, versuche ich immer, nur natürliche Materialen, nichts Spitzes, Hartes o.ä. zu verarbeiten. In diesem Fall aber handelt es sich ja um ein Dekorationsobjekt, kein Kinderspielzeug, also habe ich hier z.B. Draht in zwei verschiedenen Stärken verwendet. Einen dickeren habe ich für den Stängel genutzt, ihn mit Wolle umwickelt und mit Alleskleber fixiert. Den dünneren habe ich in die Ränder der grünen und der äußeren, rosafarbenen Blütenblätter eingehäkelt, so dass sie sich beliebig in Form biegen lassen. So gefällt das Endergebnis offensichtlich auch noch einem anderen Frühlingsboten...
Verlinkt bei "liebste Maschen", "Amigurumi-Love" und "HäkelLine".

Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12 im April 2017: Keukenhof

Eine volle Dosis Früüüühling, bitte!! Die haben wir uns bei einem Familienausflug am vergangenen Sonntag abgeholt. Genutzt haben wir dabei, dass es von uns aus ja nicht ganz so weit bis ins niederländische Nachbarland ist. Unsere Tagestour führte uns in die Nähe von Amsterdam, zum Keukenhof. Dieser wunderbare Park ist nur in den drei Frühlingsmonaten geöffnet. In diesen Wochen kann man dort in Blumen und Blüten, insbesondere natürlich Tulpenfeldern, aber auch Narzissen und Hyazinthen, nur so schwelgen. Eine solche Vielfalt und Fülle! Bei strahlendem Sonnenschein sind wir kreuz und quer spazierengegangen, um nicht zu sagen "gelustwandelt", und haben uns sogar teils den ersten Sonnenbrand des Jahres geholt. Und weil heute der 12. ist, habe ich euch 12 Bilder hier mitgebracht. Ich hoffe, ihr sehr mir nach, dass sie nicht ganz exakt vom heutigen Tag stammen und ich damit die Spielregeln von Caros Fotoaktion etwas beuge. Wer mehr Bilder sehen möchte: Vor genau zwei Jahren, am 12. April, haben wir den Tag ebenfalls schon mal dort verbracht: *klick*.

Dienstag, 11. April 2017

Neues aus der Mithäkelzentrale: Kiwi-Pärchen

Immer dann, wenn bei einer aus unserer Häkelrunde ein besonderes Lebensereignis ansteht, nehmen wir ein gemeinsames Häkelprojekt in Angriff. Das ist mittlerweile zu einer schönen Tradition in unserem sich monatlich treffenden Kreis geworden. In der Vergangenheit waren die Anlässe meistens Geburten. Nun jedoch haben wir uns sehr mitgefreut, dass eine von uns nach mehreren Jahren Beziehung ihrem Partner das Ja-Wort gegeben hat. Und es ist eine ganz besondere Hochzeit geworden: Das Brautpaar hat ganz intim während eines längeren Urlaubs in Neuseeland geheiratet - barfuß am Strand! Klingt das nicht wunderbar? Die Flitterwochen schlossen sich nahtlos an. 
Wie unser gemeinsames, gehäkeltes Hochzeitsgeschenk in diesem Fall aussah? Entschieden haben wir uns für ein Kiwi-Pärchen, passend zum ungewöhnlichen Hochzeitsort:
Gehäkelt nach einer Anleitung von IlDikko (klick *hier*), mit Catania-Wolle von Schachenmayr. Beteiligt waren diesmal insgesamt 6 Personen, die Anleitung hatten wir entsprechend aufgeteilt. Verlinkt bei den Dienstagsdingen, Handmade on Tuesday, dem Creadienstag, Amigurumi-Love und den liebsten Maschen.

Freitag, 7. April 2017

Gelesen: Wege, die das Leben geht

Mit dem Chaos in ihrem Leben und ihrer Beziehung zu einem dem Alkohol zugeneigten Verlierertypen muss Schluss sein! Das findet zunächst zwar nicht unbedingt die Isländerin Eyja selbst, aber dafür ihre Großmutter, ihre Mutter und deren Cousine Rúna. Die drei bestimmen, dass Eyja eine Auszeit braucht. Die energische Rúna nimmt sie für einen Sommer mit zu ihrer Ferienhausanlage in Schweden. Dort soll Eyja Abstand gewinnen, zu sich finden und ihrem Traum, ihren ersten eigenen Roman zu schreiben, näher kommen.
Eyja weiß mit ihrem neugewonnenen Freiraum zunächst nicht viel anzufangen. Die ersten Wochen in Schweden vergehen mit Sehnsuchtsgedanken und schlechtem Gewissen ihrem Partner gegenüber. Hinzu kommt, dass Rúna mit ihrer starrköpfigen Art in verlässlicher Regelmäßigkeit dafür sorgt, dass die beiden durch genervte Mieter, neugierige Journalisten und misstrauische Polizisten in ihrer geplanten Sommeridylle gestört werden. Schließlich stehen sie gar im Mittelpunkt eines Drogenskandals. Doch Eyja lernt, sich abzugrenzen, sich für ihre eigenen Träume einzusetzen und kehrt schließlich mit einem Manuskript nach Island zurück. Nicht zuletzt wird sie dabei unterstützt von den Stimmen dreier bereits verstorbener Urahninnen. Die eigensinnigen Frauen aus der Gegenwart ihrer Familie finden hier ihre mystischen Pendants in der Vergangenheit.

Die schriftstellerischen Ambitionen scheinen der Hauptfigur bereits in die Wiege gelegt zu sein, denn ihr Großvater wird als berühmter isländischer Nationaldichter beschrieben. Gar nicht so weit hergeholt: Die Autorin Audur Jónsdóttir, geboren 1973, ist selbst nicht nur eine von Islands bekanntesten jüngeren Schriftstellerinnen, sondern auch die Enkelin des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness. Wie viele autobiographische Bezüge dieses Buch ansonsten noch enthält, darüber darf spekuliert werden. 
Auch Eyjas Mutter wird als eine Frau mit großem schriftstellerischen Talent beschrieben. Eine meiner Lieblingsstellen: 

Eyja hatte ihre Mutter umgebracht, das war das Verbrechen gewesen, das sie begangen hatte. Und sie würde es nicht rückgängig machen wollen, selbst wenn sie es könnte.
Bevor Eyja sie verdrängt hatte, hatte ihre Mutter so viel für die Zeitungen geschrieben, dass sie damit einen großen goldenen Pralinenkarton hatte füllen können, den Opa wohl mal von einem ausländischen Verleger oder Botschafter zu Weihnachten bekommen hatte.
Diese vergilbten Kolumnen waren wie eine echte italienische Pizza: knusprig und frisch. Jedes Wort war saftig, aromatisch und irgendwie genau deshalb an der richtigen Stelle, weil es an der falschen stand - so wie die Menschen in Mamas Zeichnungen durch ihre schiefen Proportionen genau richtig getroffen waren. "Schade, dass dir gar nicht bewusst ist, was du da machst', hatte Eyja ihrer Mutter einmal gesagt, woraufhin die ihr eine Ohrfeige gegeben und ihr befohlen hatte, den Mund zu halten." (S. 110)

"Wege, die das Leben geht" zeichnet die verschiedenen Wege in Eyjas Leben nach, die Sackgassen, Abkürzungen, Umwege und wenigen Überholspuren. Die zeitlichen Perspektiven wechseln dabei oft und teils sehr schnell hin und her. Mir gefiel dies, weil es immer wieder überraschende Einblicke bot, die halfen, Eyjas Charakter besser zu verstehen. Manchen mag dies aber im Lesefluss stören. Ein interessant gezeichnetes, tiefsinniges Frauenportrait. 

Vielen Dank an den btb-Verlag für das Rezensionsexemplar, das ich über das Bloggerportal erhalten habe.

Donnerstag, 6. April 2017

Was machst du eigentlich?

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" ...fragt Frau Brüllen auf ihrem Blog jeden 5. eines Monats und lädt dazu ein, einfach mal einen Tag wie einen Tagebucheintrag zu dokumentieren. Gestern tobte hier das ganz normale Leben, so dass ich gar nicht dazugekommen bin, etwas aufzuschreiben. Das hole ich heute aber gerne nach. 

Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr. Die Nacht war unruhig, insbesondere bei unserem Sonntagsjungen, der seit dem Vortag vermutlich unter einer Bindehautentzündung leidet. Eigentlich ist heute mein erster bürofreier Tag. Am Dienstag habe ich mich bei meinem Team mit einem gemeinsamen Frühstück vorerst verabschiedet und eine letzte Übergabe mit meiner Elternzeitvertretung gemacht. Jetzt habe ich noch ein paar Urlaubstage, bevor an Ostern offiziell der Mutterschutz startet. Ausschlafen ist aber dennoch nicht dran. Wie gewohnt stehen wir auf und machen die Kinder und uns fertig für den Tag. 
Für heute habe ich unsere beiden vom Kindergarten abgemeldet. Langweilig wird uns aber sicher nicht. Um 8 Uhr klingelt ein Handwerker. Im Bad muss etwas repariert werden, u.a. ein tropfender Wasserhahn. Die Kinder schauen gebannt zu. Als alles wieder in Ordnung ist, machen wir uns auf den Weg zur Augenarztpraxis. Wie erwartet: beidseitige Bindehautentzündung. Zum Glück stellt sich heraus, dass ich gestern schon auf Verdacht mit dem passenden Medikament angefangen hatte und dem Sonntagsjungen geht es schon deutlich besser.Wir gönnen uns nach dem Arztbesuch einen ausführlicheren Spaziergang durch den Ort, erledigen ein paar Kleinigkeiten und bleiben an der ein oder anderen Wippe sowie unserem öffentlichen Bücherregal stehen, untergebracht in einer alten, britischen Telefonzelle. Wieder zuhause mache ich uns etwas zu essen. Anschließend wird gespielt. Der Postbote bringt endlich einen neuen "Rabenwürfel". Das dazugehörige "Obstgarten-Spiel" konnten wir schon seit ein paar Monaten nicht mehr spielen, weil der Würfel irgendwie verschwunden ist. Gut, dass manche Spieleverlage so einen praktischen Nachbestellservice haben.Am späteren Nachmittag treffen wir uns mit zwei Freundinnen und deren Kindern in einem Café. Die Augenärztin hatte dafür grünes Licht gegeben. Die Kinder verschwinden sofort in der Spielecke und wir Großen haben etwas Zeit, um Neuigkeiten, Urlaubseindrücke und Alltagserfahrungen auszutauschen. Insbesondere unsere drei Jungen kennen sich schon aus der Krabbelgruppe und brauchen erfahrungsgemäß - so auch heute - sehr wenig Zeit, um miteinander warm zu werden. Wieder zuhause lasse ich unserem Sonntagsjungen noch eine Badewanne ein. Während ich das Weihnachtsmädchen umziehe, wird deutlich, wie müde sie schon ist. Mir fällt auf, dass sie heute ansonsten aber schon wieder ohne Mittagsschlaf ausgekommen ist. Der Liebste kommt nach Hause, wir essen zu Abend und ich mache mich nochmal auf den Weg: Elternabend im Kindergarten. Ein ziemlich normaler, arbeitsfreier Tag eben.

Sonntag, 12. März 2017

12 von 12 im März 2017

Der 12. des Monats, an dem es bei Caro wie immer die Einladung gibt, diesen Tag einfach mal in 12 Bildern im Blog zu dokumentieren, war bei uns der letzte Tag unseres Wochenendausflugs nach Cuxhaven (me(e)hr Bilder gab es gestern schon *hier*).
Beim Frühstück genießen wir nochmal den Blick auf die Elbe, den Leuchtturm und die vorbeifahrenden Schiffe auf ihrem Weg von oder nach Hamburg. Anschließend wird wieder gepackt. Der Wäschebeutel ist am letzten Wochenende hier an der Nähmaschine entstanden und konnte gleich zum Einsatz kommen. 
Auch die Kinder packen ihre Spielsachen wieder ein. Jedes von ihnen hatte dafür zuhause einen kleinen Rucksack bzw. ein Köfferchen gepackt. Ein letzter Blick in die Ferienwohnung, in der wir uns in den vergangenen Tagen sehr wohl gefühlt haben, die Schlüssel beim Vermieter abgegeben und wir machen uns auf den Rückweg. Allerdings mit einem kleinen Zwischenstopp: Bevor es wieder auf die Autobahn geht, statten wir noch dem Wrack- und Fischereimuseum "Windstärke 10" in Cuxhaven einen Besuch ab. 
Dort gibt es u.a. ein Kinderspielzimmer mit mehreren Aktivitäten und vor allem: einem großen, gelben Spielzeug-U-Boot. Die Kinder spielen begeistert und wir Großen schlendern abwechselnd durch die Ausstellung. Später entscheiden sich unsere zwei kleinen Museumsbesucher, sich zu uns zu gesellen. Dann freue ich mich immer über interaktive Stationen wie es sie auch hier gibt. Wir prüfen z.B. mit einem "Netzspaten", ob die Maschen im Fischernetz auch nicht zu eng sind, so dass die kleinen Fische noch durchkommen.
Entspannt geht es danach heimwärts. Die Kinder nutzen die Zeit im Auto und schlafen noch ein wenig. Ich habe mir mein aktuelles Häkelprojekt mit auf den Beifahrersitz genommen. Das Schlüsselband ist übrigens auch am letzten Wochenende nach einem Besuch beim Stoffmarkt in Münster entstanden. Jetzt hängen meine Schlüssel endlich wieder alle zusammen und das Suchen hat ein Ende. Der Liebste hält noch kurz beim Bäcker an. Als zuhause die erste Waschmaschine läuft und die Taschen ausgepackt sind, genießen wir ein leckeres Stück Sonntagskuchen und das Frühlingswetter im Garten. Am Abend geht es in die Badewanne. Der Sonntagsjunge möchte unbedingt sein neues Schiff ausprobieren, dass er sich als Erinnerung an dieses Wochenende ausgesucht hat.