Sonntag, 12. November 2017

Eine kreative Auszeit (Samstagskaffee #106)

Dieser Samstag ist ein richtig herbstlicher Novembertag. Draußen ist es grau, kalt, nass und ungemütlich. Genau das perfekte Wetter für mich, denn so lockt mich heute nichts nach draußen. Gestern Abend startete unser "Kreativwochenende" im Westerwald. Ich habe mich zusammen mit meiner Schwägerin und zwei Freundinnen angemeldet. Unsere Jüngste ist natürlich auch mit dabei. Ein ganzes Wochenende lang einfach nur ganz viel Zeit zum häkeln, stricken, weben, sticken - klingt das nicht wunderbar? 
In dem alten Fachwerkhaus, in dem wir untergebracht sind, haben wir es uns in einem der Aufenthaltsräume gemütlich gemacht. Die Krabbeldecke liegt in der Mitte und die kleine Maus ist damit sehr zufrieden. Um das Essen müssen wir uns nicht kümmern, auch das übernimmt Cordula von "hand herz seele", die dieses Wochenende organisiert, für uns. Ich habe mir für dieses Wochenende vorgenommen, endlich mal an einer gehäkelten Decke für unseren Sonntagsjungen weiterzukommen, die schon seit geraumer Zeit ein unfertiges Dasein fristet. Ob ich es rechtzeitig zu Weihnachten schaffe? Meinen Samstagskaffee in dem Selbstversorgerhaus gibt es heute auch schon aus einer Tasse, die ursprünglich mal bei einem Weihnachtsmarkt im Einsatz war. Kombiniert mit der passenden Schokolade, dem Wetter und dem Programm, wird mir so langsam durchaus schon etwas adventlich zumute. Und euch? 

(Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch.)

Dienstag, 7. November 2017

Gehäkelt: Regenbogen-Rock

Am kommenden Wochenende gönne ich mir etwas besonderes: Ein ganzes Wochenende Zeit für Kreatives! Zusammen mit ein paar Freundinnen habe ich mich für ein "Kreativ Retreat" im Westerwald angemeldet, organisiert von "hand herz seele". Auf meiner to-do-Liste dafür stand eigentlich auch, dieses Regenbogen-Ensemble, bestehend aus Rock und Shirt mit Applikation, endlich fertigzustellen. Tja, jetzt bin ich doch schon ein paar Tage früher fertig geworden und die Teile sind schon per Post unterwegs zu einem kleinen Mädchen, das sich hoffentlich an den bunten Farben erfreut. Mir haben die Farben jedenfalls beim Häkeln schon richtig Spaß gemacht. Und welches Projekt nehme ich mir jetzt am Freitag mit...?



Wolle: Scheepjes Sunkissed
Anleitung: Simply Häkeln 05/2017
Verlinkt bei: liebste Maschen, HäkelLine, Creadienstag, Dienstagsdinge und Handmade on Tuesday.
PS: Wenn ihr mögt, folgt mir doch bei Facebook









Samstag, 4. November 2017

Mit der MS Günther unterwegs (Samstagskaffee #105)

Vor zwei Jahren gewann Leon Windscheid aus Münster bei "Wer wird Millionär?" eine Million Euro. Er gab bereits in der Sendung an, von dem Gewinn ein Schiff kaufen und nach dem Moderator der Sendung nennen zu wollen. Vor einem Jahr kam Günther Jauch zur Schiffstaufe in seine Geburtsstadt Münster. Seitdem ist die MS Günther als Kultur- und Eventboot in Münster ziemlich erfolgreich unterwegs. 
In dieser Woche sind wir mal mitgefahren. Ich hatte dem Liebsten zum Geburtstag einen Familienausflug auf den Dortmund-Ems-Kanal geschenkt. Wir starteten gegen 13 Uhr im Hafen, von wo aus die Fahrt durch die Schleuse Richtung Norden ging. bis zur Kanalüberquerung der Ems bei der Alten Fahrt Fuestrup. Auch auf dem Rückweg ging es nochmal durch die Schleuse. 6,20 Meter Höhenunterschied waren jeweils zu überwinden. Das Wetter war anfangs noch sehr herbstlich grau in grau. Auf dem Rückweg kam aber sogar noch etwas die Sonne raus. Die Kinder genossen es, aus dem Fenster zu schauen oder mit nach draußen auf das offene Deck zu kommen. Zwischendurch schauten sie immer mal wieder in der Kapitänskajüte vorbei, wo fast immer zwei bis drei Kinder neben dem großen Steuerrad Platz fanden und der Mannschaft über die Schulter schauen konnten. Das Baby schlief überwiegend entspannt an meinem Bauch oder in den Armen seines Vaters. Für kleine wie große Passagiere waren die Schleusendurchfahrten und die Begegnungen mit anderen Schiffen besonders spannend. Ungefähr um 17 Uhr waren wir zurück. Ein richtig schöner, entschleunigter Nachmittag und ein gelungener Ausflug.








Was woanders in dieser Woche so anstand, schau ich mir gleich in der Samstagsplausch-Runde an. Genießt das Wochenende!

Dienstag, 31. Oktober 2017

Gehäkelt: Babyjacke im Strick-Style

Wie angenehm dieses lange Wochenende doch ist. Den gestrigen Brückentag hatten wir frei genommen, jetzt ist schon Dienstag und es ist immer noch frei! Heute haben wir nicht viel vor. Am Nachmittag werden wir ein kleines, nachträgliches Kaffeetrinken anlässlich des Geburtstags des Liebsten mit der Familie veranstalten und ansonsten wurschtelt hier gerade jeder so ein wenig vor sich hin. Das Baby spielt auf der Krabbeldecke, der Liebste holt nach einer Feier gestern Abend noch etwas Schlaf nach, die größeren Kinder haben hinter dem Sofa eine Weihnachtswerkstatt eingerichtet, malen, basteln, kleben und brauchen dazu gerade ganz viel Geschenkpapier. Während es hinter mir also schon vielversprechend raschelt, bemühe ich mich auf dem Sofa, mich nicht umzudrehen und mal ein wenig hier den Blog zu füttern. Heute auf dem Speiseplan: Eine kleine Häkeljacke. Die ist zugegebenermaßen schon etwas länger fertig, die Bilder gibt es aber erst heute. Die Anleitung dazu durfte ich testen. Sie ist noch nicht veröffentlicht. Ich verlinke sie, wenn es soweit ist. Das Besondere an dieser Jacke: Sie wird fast in einem Stück gehäkelt (sieht man am ersten Bild ganz gut) und hat eine Struktur, deren Optik eher an eine Strick-, als an eine Häkeljacke erinnert. Schön warm ist sie auch und unsere Kleinste hat sie sich bereitwillig anziehen lassen. Mittlerweile ist sie allerdings schon wieder rausgewachsen und so ist die Jacke jetzt in die Kiste mit den Babysachen in Größe 50/56 gewandert, die bereits wieder weitergegeben wurde, denn neuer Familienzuwachs hat sich angekündigt. Die Farbkombination rot und gold passt da auf jeden Fall - egal, ob unsere Kinder einen kleinen Cousin oder eine kleine Cousine bekommen. Wir freuen uns schon sehr auf die Verstärkung!





Verlinkt bei den Menschenskindern, den liebsten Maschen, HäkelLine, Creadienstag, Dienstagsdingen und Handmade on Tuesday.

Samstag, 28. Oktober 2017

Urlaubsmorgen in Holland (Samstagskaffee #104)

Es ist Samstag. Langes Wochenende! Gestern sind wir mit den Kindern nach Holland aufgebrochen. Wir sind im Ferienmodus und haben uns für ein paar Tage ein kleines Häuschen in einem Ferienpark gemietet.
Manchmal träumen der Liebste und ich ja noch davon, dass so ein Samstag wie heute dann so aussieht: Wir schlafen aus, versorgen uns mit frischen Brötchen, frühstücken gemütlich, machen einen Ausflug in eine der holländischen Hansestädte hier in der Nähe, bummeln durch die Gassen und nutzen anschließend vielleicht noch das Schwimmbad im Park oder die Sauna im Haus. Zeit zum Lesen wäre auch nett.
Stattdessen gesellen sich ab 6 Uhr die Kinder quasi im Minutentakt in mein Bett, bis sie alle darin rumtollen. Hellwach, natürlich. Der Liebste trollt sich in irgendein anderes Bett und schläft dort weiter. Ich gebe um halb 7 auf und bereite das Frühstück zu. Der Bäcker hat da noch geschlossen. Das Schwimmbad auch, zum Ärger der Kinder. Sie wollen da rein. Jetzt sofort, und am liebsten den ganzen Tag. Alternativ vielleicht auf den Spielplatz. Jetzt. Draußen ist es allerdings noch stockdunkel. Deshalb gibt es nun erstmal Brot, Müsli, Milch und Kaffee. Und eine frische Windel für die Jüngste. Anschließend schauen wir mal, was dieser Herbsttag für uns bereit hält. Habt ein schönes Wochenende!

Verlinkt beim Samstagsplausch.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Der Herbst ist da...

Wenn sie sich stapeln könnten, würden sich die Entwürfe für Blogposts und die Bilder dazu im Hintergrund gerade stapeln. Für meine kleine Spielwiese hier bleibt im Moment nicht ganz so viel Zeit. Zwischen Job, Haushalt und Spielverabredungen bin ich mit dem Liebsten zusammen gerade gut damit beschäftigt, ein paar entscheidende Weichen für das kommende Jahr neu zu stellen. Und natürlich genieße ich mit den Kindern auch den Herbst mit allem, was dazu gehört. Durch das Laub rascheln, in Pfützen springen, Drachen steigen lassen, den Ofen anheizen... Wenn wir derzeit zu meinem Vater fahren, kommen wir in einer Bauernschaft an einem Hof vorbei, bei dem es Äpfel aus eigener Ernte zu kaufen gibt. Eine alte Marktwaage steht bereit, mit der man einfach selber abwiegt, wieviel man haben möchte. Spannend für die Kinder und lecker für uns alle! Was mögt ihr besonders am Herbst? Was hat euch in diesem "goldenen Oktober" bislang besonders gut gefallen?

Sonntag, 1. Oktober 2017

Skulptur Projekte 2017 (Samstagskaffee #103)

Das war knapp. Gerade noch rechtzeitig vor dem heutigen Ende der Ausstellung "Skulptur Projekte 2017" habe ich gestern die Gelegenheit gehabt, an einer Führung teilzunehmen. Natürlich war mir das ein oder andere Kunstprojekt bereits in den vergangenen Wochen im Stadtbild aufgefallen. Auch auf dem Steg im Hafen konnte ich schon durchs Wasser waten. (Und, fast noch interessanter: die Gäste beobachten, die sich für das perfekte Selfie dem Rand des Stegs manchmal auch etwas zu weit näherten. Wieviele Handys nach der Ausstellung jetzt wohl im Hafenbecken liegen?) Doch um so richtig gezielt mal das ein oder andere Projekt in Augenschein zu nehmen, war die gestrige Führung gerade richtig. Leider spielte das Wetter nicht mit. Starker Regen und kräftiger Wind sorgten dafür, dass wir uns überwiegend die Kunstwerke ansahen, bei denen man sich irgendwo unterstellen konnte und zwischendurch ein Samstagskaffee im Warmen nötig wurde.
Unsere Führerin zeigte uns u.a. eine Unterführung, die ich vorher noch nie betreten hatte. Dort hingen Kronleuchter, in denen kleine Teelichter LED-Lampen mit Energie versorgten. Am Landesmuseum schien ein großer LKW gerade dabei zu dienen, ein großes Kunstwerk abzutransportieren. Er wies damit auf die Macht hin, den öffentlichen Raum zu gestalten. In der Elephant Lounge, einer Diskothek, lief eine interessante Videoinstallation, in der sich die Künstler mit dem Phänomen des deutschen Schlagers auseinandersetzten. Mein Favorit aber war Koki Tanakas Projekt. Der Künstler beschäftigt sich mit der Gemeinschaften, die temporär in Krisenzeiten entstehen, z.B. in Notunterkünften oder Bunkern. Er bat acht Menschen aus Münster mit ganz unterschiedlichen kulturellen, sozialen und religiösen Hintergründen, für zehn Tage an Workshops teilzunehmen und in diesem Rahmen z.B. gemeinsam in einer Turnhalle zu übernachten oder Essen zuzubereiten, das in Kriegszeiten mit entsprechend begrenzten Ressourcen möglich war. Die dabei entstanden Filme, die Alltagsgegenstände aus den Workshops und seine Notizen sind Bestandteile der Installation, die ich mir gut auch noch länger hätte ansehen können.
Ansonsten war das Wochenende mit viel Arbeit gefüllt. Die Redaktion einer Fachzeitschrift, bei der ich tätig bin, traf sich von Freitagabend bis Sonntagmittag zu einer intensiven Konferenz. Die Führung war eine willkommene Unterbrechung der text- und sprachlastigen Arbeit. Was bei anderen an diesem Wochenende los war, schaue ich mir jetzt bei Andreas Samstagsplausch an.