Mittwoch, 20. November 2013

Beim Coppenrath-Lagerverkauf

Zweimal im Jahr öffnet der Coppenrath Verlag die Türen zu seinem Lagerverkauf in Horstmar, ca. 30 km vom Verlagsstandort in Münster entfernt. In diesem Jahr bin ich zum ersten Mal dort gewesen. Mittlerweile ist um diesen Lagerverkauf ein regelrechter Hype entstanden. Manche fahren bereits nachts hin und campieren vor den Türen der Halle, um als Erste eingelassen zu werden. Im Internet werden in einer speziell gegründeten Facebook-Gruppe die aktuellen Stände der Warteschlange bekannt gegeben und hinterher "Beutefotos" gepostet. Ich hatte Glück und konnte an einem Wochentag fahren (geöffnet ist immer am Dienstag, Donnerstag und Samstag). Zudem war das Wetter nicht so einladend und das trug sicher beides dazu bei, dass bei mir die Warteschlange nicht ganz so lang war. Aber Achtung - "nicht ganz so lang" bedeutet hier immer noch 2:40 Stunden! 
Um 13:50 Uhr kam ich an und stellte mich in die Schlange. Langsam rückten wir näher und näher an das Eingangsschild. In der Warteschlange wurde deutlich, dass die Fahrt nach Horstmar für viele der überwiegend weiblichen Gäste ein echtes Event ist. Es wurden mitgebrachte Sektflaschen und Thermoskannen mit heißem Kakao herumgereicht, Plätze frei gehalten und Großbestellungen Pommes Frites am extra für die Wartenden bereitgestellten Verkaufswagen organisiert oder auch Strategien entworfen, wie man die Ordner bestechen könnte, um direkt durchgehen zu können. Um 15:20 Uhr wurden Parkplatz und Innenhof des Lagers geschlossen und bekannt gegeben, dass an diesem Tag nur noch diejenigen reinkommen würden, die zu diesem Zeitpunkt bereits warteten. Wer die Eingangstür schließlich passiert hat, fand eine weitere Schlange im Inneren der Halle vor. Bald kamen aber die Einkaufswagen in Sichtweite. Immer, wenn ein Wagen frei wurde, durfte wieder ein neuer Kunde hinein. Bei mir war das um 16:30 Uhr der Fall - nach 2:40 Stunden Wartezeit. Innen waren die Waren überwiegend einfach in großen Pappcontainern aufgestellt. Eifrige Mitarbeiter achteten darauf, dass kein herrenloser Einkaufswagen irgendwo den Weg versperrte.
Was man bei diesem Lagerverkauf findet? Etliche Artikel rund um den Hasen Felix, Prinzessin Lillifee, Capt'n Sharky, die Lieben Sieben, den Mondbären und viele andere Charaktere. Da zum Coppenrath Verlag, bei dem entsprechenden Bücher erscheinen, auch Die Spiegelburg (Plüsch- und Geschenkartikel) und der Hölker Verlag (Koch- und Bachbücher) gehören, findet man neben Kinder- und Jugendbüchern auch viele Geschenk- und Dekoartikel. Die Preisersparnis ist deutlich. Ich habe zum Beispiel einige Bilderbücher für je einen Euro ergattern können, die ursprünglich mal fünf oder sechs Euros gekostet haben. Bezahlen kann man übrigens nur bar. Mein Fazit: Es lohnt sich - wenn man entsprechend Zeit, Geduld und warme Anziehsachen mitbringt. Jetzt muss ich mich nur noch nach einem guten Versteck für die Tüten umsehen...
(PS: Einen kleinen Blick in die Tüten gibt es hier…)

Kommentare:

  1. Huhu,
    so eine Gemeinheit, nur die Tüten statt der darin verborgenen Schätze zu zeigen :-p
    Die Reise nach Horstmar steht auch schon seit 2 Jahren auf meiner To-Do-Liste, aber bis jetzt hat mich der Weg von ca 1,5 Stunden abgeschreckt, und natürlicvh die bereits erwähnte Wartezeit...
    28LG
    Hanne

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  2. Hallo Hanne,
    jaja, so viel Heimlichkeit in der (Vor-)Weihnachtszeit...da müssen die Tüten mal verschlossen bleiben ;-) Aber vielleicht nehm ich deine Anregung nochmal auf, vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Gesa

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  3. Hallo Frechmopsi...anderthalb Stunden Fahrtzeit? Darüber können viele nur müde lächeln....es kommen Leute aus Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Norderney und sogar aus der Schweiz...was sind da 1 1/2 Stunden Fahrtzeit?

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    1. Das stimmt, teilweise werden da deutlich größere Opfer gebracht ;-)

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Gesa