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Sonntag, 8. Januar 2023

"Andere Sterne" [Rezension, Werbung]

"Wunder geschehen", sagte der Hausmeister oft. "Manchmal gibt es einfach keinen Ausweg, und dann geschieht ein Wunder." (S. 147)

Für Weihnachtsbücher habe ich eindeutig eine Schwäche. Als daher in der vergangenen Adventszeit die Gelegenheit bestand, im Rahmen des Instagram-Buchclubs @gemeinsam mitlesen sich zusammen in "Andere Sterne" zu vertiefen, habe ich mich gerne direkt um diese Möglichkeit beworben. Mein Rezensionsexemplar wurde mir vom Dumont-Verlag zur Verfügung gestellt. 

Der deutsche Untertitel "Eine Weihnachtsgeschichte" wie auch der norwegische Originaltitel "Stargate. En Julefortelling" weisen schon auf den Weihnachtsbezug hin, aber auch die ansprechende Optik und Haptik. Der schmale Band ist schlicht in adventlichem Rot gehalten, mit drei stilisierten Tannenbäumen, mit textilem Einband und Lesebändchen. Da macht schon das erste Auspacken Spaß. Die Autorin Ingvild H. Rishøi gewann u.a. für ihr Buch "Winternovellen" (das nun auch auf meinen Bücher-Wunschzettel gerutscht ist) 2014 den Kritikerpreis für das beste norwegische Buch. Auch ihre Kinderbücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. 

Die Geschichte dreht sich um zwei Schwester, das Schulkind Ronja und ihre ältere Schwester Melissa, die allein mit ihrem Vater in einem Osloer Arbeiterviertel wohnen. Ihr arbeitsloser Vater bekommt dank der Vermittlung von Ronja in der Weihnachtszeit wieder eine Arbeitsstelle, als Tannenbaumverkäufer. Für eine kurze Zeit wenden sich die Dinge zum Guten: Der Vater bleibt nüchtern, kauft Lebensmittel ein und Ronja hofft zu diesem Weihnachtsfest sogar auf einen eigenen Tannenbaum. Als er jedoch wieder zu trinken beginnt, verliert er die Stelle. Die Mädchen übernehmen - nicht ganz legal - seine harte Arbeit bei eisigen Temperaturen. 

Mich hat insbesondere berührt, dass die ganze Geschichte aus der Perspektive des jüngeren Mädchens geschrieben ist. Bei meiner beruflichen Tätigkeit, die im Kinderschutz angesiedelt ist, ist es mir immer wieder wichtig, die Perspektive der betroffenen Kinder vermitteln und einnehmen zu können. Literarisch ist dies hier sehr gelungen, inklusive der Ambivalenzen. Die beiden sind sehr auf sich gestellt, teils recht schutzlos, dennoch verliert Ronja nie die Hoffnung in aller Traurigkeit. Auch ihr Vater ist nicht gänzlich negativ dargestellt. 

Gefallen hat mir zudem, dass das Buch ohne jeden Kitsch daher kommt. Dennoch ist der Weihnachtsbezug allein schon durch das starke, sich durchziehende Bild des Tannenbaums sehr vorhanden, unter dem Ronja am Ende in einer Krisensituation sogar Schutz findet. Ich mochte auch einige der erwachsenen Randfiguren der Geschichte, insbesondere den Hausmeister der Schule, der aus der Ferne doch immer wieder bemüht ist, auf das Mädchen acht zu geben. 

Das Ende - soviel sei verraten - ist recht offen und mehrdeutig gestaltet. Mich hat es an das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Vielleicht ist das beim Lesen im ersten Moment etwas unbefriedigend, sorgte bei mir aber zugleich auch dafür, dass das Buch noch etwas länger nachklang.

Ein sehr modernes, berührendes Weihnachtsmärchen, das durch die kindliche Erzählperspektive besticht und ausgesprochen gut unterm Tannenbaum gelesen werden kann.





Samstag, 23. Dezember 2017

Ein wenig Weiß zur Weihnacht... (Samstagskaffee #110)

Nein, diesen Kaffee habe ich mir nicht heute gegönnt. Heute habe ich ihn mit meinem Vater in der Cafeteria eines großen Klinikums getrunken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass das möglich war, denn er hat in dieser Woche einen schweren operativen Eingriff über sich ergehen lassen müssen und diesen besser überstanden, als wir alle im Vorfeld gedacht hätten. Wieder zurück zuhause ist der Rest des Tages schnell vergangen mit den letzten Vorbereitungen für die kommenden Feiertage und den morgigen 3. Geburtstag unseres Weihnachtsmädchens. Vor drei Jahren war diese Nacht für uns sehr spannend...

Für euch habe ich heute ein paar Bilder von unserem Samstag vor einer Woche mitgebracht. Wir sind auf den Kahlen Asten gefahren, einen der höchsten Berge in Nordrhein-Westfalen. So viel Schnee habe ich schon lange nicht mehr gesehen und die Kinder wohl noch nie. Alle Farben waren verschwunden, die Welt in schwarz-weiß-grau gezeichnet. Die Landschaft sah wirklich verzaubert aus. Mit diesen Bildern wünsche ich euch ein paar zauberhafte und möglichst sorgenfreie Feiertage! Und wer noch Lust auf ein kleines Weihnachtsgeschenk hat: Bis morgen ist der Lostopf bei meiner Verlosung noch geöffnet; vielleicht versucht ihr schnell noch euer Glück?





Verlinkt beim Samstagsplausch, mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Unser 3. Advent (Samstagskaffee #109)

Das dritte Adventswochenende verbringen wir in diesem Jahr im Sauerland. Wir wollten damit sichergehen, in diesem Dezember auch auf jeden Fall etwas Schnee zu Gesicht zu bekommen. Konnte ja niemand ahnen, dass der in diesem Jahr ausnahmsweise auch im Münsterland so reichhaltig fällt... Heute vormittag sind wir in Dillingen mit der Ettelsberg-Seilbahn gefahren. Oben erwartete uns ein wahres Wintermärchen. Kaum Menschen (die meisten fahren hoch, um dann auf Skiern oder dem Snowboard die Abfahrt zu genießen, wir hatten den Schlitten und die Babytrage dabei), verschneite Tannen, tief hängende Wolken. Die Kinder bekamen rote Wangen und rote Nasen und quietschten vor Vergnügen, wenn der Schlitten durch den Schnee stob.

Jetzt wärmen wir uns erstmal wieder auf, erst in unserer Ferienwohnung, bei Kaffee, Kakao und Keksen. Morgen gibt es auf meinem Blog übrigens einen besonderen Post: Hier versteckt sich das 18. Türchen des diesjährigen Blogger-Adventskalenders vom frechverlag, gepaart mit einer kleinen Überraschung. Schaut doch mal rein!




Verlinkt beim Samstagsplausch, derzeit oft mit einem Tag Verspätung.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Unser 2. Advent (Samstagskaffee #108)

Unser zweites Adventswochenende wurde zu einem richtigen Wintermärchen. Denn es kam: Der erste Schnee! Schon am Freitag fielen ein paar erste Flocken, die jedoch nicht von langer Dauer waren. Als am Samstagmorgen dann bereits eine leichte Schneeschicht alles bedeckte, waren die Kinder kaum noch am Frühstückstisch zu halten. Also haben wir den Liebsten, der am Vorabend noch bei einer Weihnachtsfeier war, schlafen lassen, uns die Schneeanzüge und Winterjacken angezogen und sind nach draußen in den Flockenwirbel gegangen. Der Sonntagsjunge half mir mit seinem Trampeltrecker beim Schneeschieben und das Weihnachtsmädchen formte begeistert Schneebälle für eine Schneeballschlacht. 
Am heutigen Adventssonntag fiel sogar noch mehr von der weißen Pracht. Nachmittags machten wir uns schön vorsichtig mit dem Auto durch das Schneetreiben auf nach Münster. Wir hatten Karten für den "Schweinachtsmann", eine lustige, weihnachtliche Geschichte, gespielt und gesungen von den 6-Zylindern, einem A-Capella-Ensemble. Die CD besitze ich schon seit Jahren, meine großen Kinder kennen die Texte teils auswendig. Live gesehen bzw. gehört hatte ich das Stück aber bislang selbst noch nicht. Da hatte ich bislang wohl etwas verpasst, denn es war wirklich eine tolle, lustige Aufführung und ein Genuss für die Ohren. Und auch die Künstler selbst meinten später, das Wetter hätte noch nie so gut zu ihrem Programm gepasst wie heute.
Am schönsten war die Reaktion unseres Weihnachtsmädchens: Zu Beginn war sie noch ganz aufgeregt und wollte lieber gar nicht hinsehen, als der Schweinachtsmann die Bühne betrat. Schon bald drehte sie sich auf meinem Schoß aber ein wenig so, dass sie aus dem Augenwinkel das Geschehen auf der Bühne beobachten konnte, Bald saß sie dann sogar auf ihrem eigenen Platz und am Ende sang und tanzte sie begeistert mit. Nachdem wir - einen kleinen Schneespaziergang inklusive - wieder zuhause waren, gab es heißen Kakao und passendes Gebäck zum Aufwärmen und zur Stärkung. So könnte der Advent für mich gerne weitergehen...
Verlinkt - mit verschneiten Grüßen - beim Samstagsplausch.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Ein Lichtlein brennt... (Samstagskaffee #107)

Auf eine Tasse Kaffee finde ich mich hier zum verspäteten "Samstagsplausch" ein. Es ist schon der erste Advent. Heute morgen haben wir die erste Kerze am Adventskranz entzündet. Für den Kranz waren auch in diesem Jahr überwiegend wieder die Kinder zuständig. Sie haben entschieden, welche Tannenart wir nehmen, welche Farben die Kerzen haben sollen und was wir ansonsten noch aus der Adventsdeko-Kiste kramen. Ich muss gestehen, als sie mir die rot-lila-Kombination gezeigt haben, hat ein Teil von mir überlegt, wo ich heimlich schnell noch vier gleichfarbige Kerzen herbekomme. Mittlerweile gefällt mir der bunte Kranz aber sehr gut und die beiden Großen waren sehr eifrig beim Dekorieren dabei. 

Mein Plan für den heutigen Adventssonntag klang eigentlich ganz gut, fand ich. Die beiden großen Kinder waren gestern zu meinen Schwiegereltern aufgebrochen, um dort den Nikolaus zu begrüßen, der in deren Gemeinde offensichtlich ziemlich früh dran ist. Heute morgen freute ich mich auf Ausschlafen und ein gemütliches Frühstück zu dritt, mit der Kleinsten und dem Liebsten, bei adventlichem Kerzenschein. Anschließend wollte ich die ungewohnt freie Zeit nutzen, um etwas an einem Weihnachtsgeschenk weiterzuhäkeln, das vielleicht noch rechtzeitig fertig werden kann. Wenn der Liebste am Nachmittag die Kinder abholt, wäre ich zu einem Adventsmarkt gebummelt, bei dem der Mal-Kurs, den ich bis zur Geburt unserer Jüngsten relativ regelmäßig besucht habe, gerade eine Ausstellung hat. Soweit der Plan, doch wie so oft kam das Leben dazwischen, diesmal in Form einer Erkältungswelle. 
Das Baby hat tatsächlich etwas länger geschlafen, war dann aber einfach wach und brauchte dringend eine neue Windel. Also sind wir beide aufgestanden, ich habe die Kleine versorgt und uns Frühstück gemacht. Der Liebste kam kurz runter, und verschwand dann schnell mit einer Tasse Tee wieder im Bett, ziemlich erkältet. Das Baby und ich haben es uns auf der Krabbeldecke bequem gemacht. Ihr war aber erstmal eher nach spielen, Quatsch machen und toben als nach häkeln, was ich verstehen kann. Am späteren Vormittag, nachdem ich sie gefüttert habe, schlief sie ein wenig ein. Ich nutzte die Zeit, um meine Häkelsachen rauszuholen und dabei etwas "Drei Nüsse für Aschenbrödel" zu sehen. Der Film gehört für mich einfach fest zur Weihnachtszeit dazu. Gegen Mittag gab es dann per Telefon die Nachricht, dass der Sonntagsjunge mittlerweile auch fieberte. Also fuhr ich mit der Kleinen los, um ihre Geschwister abzuholen. Fieberthermometer und Fiebersaft nahm ich direkt mit. Seit dem Nachmittag sind jetzt alle wieder zuhause. Morgen muss ich mir frei nehmen und mich um unseren Sohn kümmern. Arbeitskollegen, Kindergarten und Musikschule müssen informiert werden. Ich sehe es positiv: Bleibt vielleicht mehr Zeit zum Plätzchen backen. 

Dienstag, 20. Dezember 2016

Gehäkelt: Loopschal

Nur noch vier Mal schlafen, dann ist schon Heiligabend. Eigentlich hätten wir in dieser Woche noch ganz regulär zur Arbeit bzw. zur Kita gemusst, aber seit gestern ist klar, dass die Kinder und ich gezwungenermaßen schon etwas eher in die Weihnachtsferien starten, Hand-Mund-Fuß-Krankheit sei dank. Wir versuchen, das Beste draus zu machen und uns über die gewonnene, gemeinsame Vorweihnachtszeit zu freuen.
Am vergangenen Wochenende ist bei mir schnell noch ein selbst gehäkeltes Weihnachtsgeschenk fertig geworden, ein großer, kuscheliger Loopschal. Ich habe ihn nach einer Anleitung von *hier* gefertigt. Obwohl ich die Maße bereits deutlich verkleinert habe, ist er immer noch recht groß geworden. So richtig zum Einkuscheln eben, genau das Richtige für diese Tage...
Verlinkt - nach längerer Zeit mal wieder - beim Creadienstag, der Häkelliebe und Handmade on Tuesday

Samstag, 17. Dezember 2016

Samstagskaffee #81

Morgen zünden wir am Adventskranz schon die vierte Kerze an. Und wiedermal habe ich das Gefühl, dass in der Adventszeit die Uhren irgendwie noch schneller laufen als sonst, obwohl es doch eigentlich gerade umgekehrt sein sollte. Heute vormittag jedoch habe ich mir eine kleine Auszeit genommen. Mit einer guten Freundin, die ich derzeit viel zu selten sehe, habe ich mich am Morgen zum Frühstücken verabredet. Ganz bewusst haben wir uns nicht bei einer von uns zuhause getroffen, sondern in einem Café im Nachbarort. Zwei Stunden familienfreie Zeit, um mal wieder ein bisschen aufzuholen, was man in den letzten Monaten so voneinander verpasst hat. Das war ein richtig guter Start in das Wochenende!
Bei uns steht ansonsten heute noch auf dem Programm, einen Weihnachtsbaum zu besorgen. Eigentlich stellen wir den immer erst zu Heiligabend auf, aber unser Sonntagsjunge beschwert sich schon seit Tagen, dass wir immer noch keinen haben. Ich glaube kaum, dass er akzeptieren wird, dass der Baum dann noch eine Woche kühl auf unserer Terrasse steht. Vermutlich werden wir ihn heute also auch schon aufbauen und schmücken. Für morgen sind wir dann mit ein paar weiteren Freunden bei uns zum alljährlichen, großen Plätzchenbacken verabredet. Im letzten Jahr sah das z.B. *so* aus. Ein richtig adventliches Wochenende eben... 

Mehr "Samstagsplausch" gibt es wie immer bei Andrea.

Dienstag, 13. Dezember 2016

12 von 12 im Dezember 2016

Ein paar - genau genommen natürlich 12 - Bilder von unserem gestrigen 12. des Monats, eingerahmt wie immer von Caros Fotoaktion "12 von 12":
Der Wecker geht um 6:30 Uhr. Nach der Dusche und vor dem Frühstück räume ich noch schnell eine Waschmaschine aus. Was da eben in dieser Jahreszeit so an Wäsche anfällt...
Die Kinder öffnen als erstes ihre Adventskalendertürchen. Sie sind heute auch besonders schnell fertig, als sie mitbekommen, dass die Müllabfuhr draußen vorbeikommt. Das schauen sie sich immer gerne an und winken den Müllmännern zum Abschied zu.
Leider derzeit fester Bestandteil unseres Frühstücks, nur der Patient bzw. die Patientin wechselt zwischendurch:
Da das Weihnachtsmädchen mit Fieber und Husten natürlich nicht in die Kita kann, ich aber an diesem Tag auch nicht ohne Weiteres zuhause bleiben könnte, wird ein Kompromiss gefunden. Sie kommt mit mir ins Büro, dafür erledigen wir dort aber nur das Nötigste.
Wieder zurück hole ich ihren großen Bruder von der Kita ab. Er hat für seine kleine Schwester ein Geschenk dabei, denn eigentlich hätte sie an diesem Montag zu den Kindern gehört, auf die im Adventskalender eine Überraschung wartete.
Am Nachmittag kommen die Großeltern zu Besuch. Gut, dass wir schon ein paar Plätzchen gebacken haben. Ob die wohl bis Weihnachten reichen? 
Während Oma und Opa die Zeit mit dem jüngsten Enkelkind genießen, bringe ich den Sonntagsjungen am späteren Nachmittag zur musikalischen Früherziehung.
In der knappen Stunde Wartezeit gönne ich mir einen kleinen Luxus: eine ruhige Auszeit. Ich setze mich in ein Café und schreibe ein paar Weihnachtskarten. Das kam in diesem Jahr bislang noch deutlich zu kurz für meinen Geschmack.
Auf dem Rückweg von der Musikschule bummeln wir noch mit einer anderen Familie durch den adventlichen Ort und machen Station bei einem Bäcker, wo sich die Kinder ein Brötchen aussuchen dürfen.
Zweiter Luxus-Moment an diesem Tag: Zurück zuhause wartet bereits das fertige Abendessen auf uns! Der Liebste kommt auch rechtzeitig zum Essen nach Hause. Er hatte heute eine wichtige Prüfung. Auch wenn noch nicht alle Ergebnisse bekannt sind, ist er ganz zufrieden.
Für einen Pullover, den die Papaoma gerade für unsern Sohn strickt, wird noch ein passender Knopf gesucht. Ich stelle eine kleine Auswahl aus meinem Fundus zur Verfügung.
Nachdem die Kinder im Bett und die Großeltern wieder gefahren sind, muss ich mich entscheiden: Entweder Blog oder Häkeln. Tja, ihr seht selbst, wie die Prioritäten gesetzt wurden. Ein Weihnachtsgeschenk soll schließlich noch rechtzeitig fertig werden. Daher auch der eine Tag Verspätung diesmal...

Sonntag, 11. Dezember 2016

Samstagskaffee #80

Mein Kaffee zum Samstagsplausch bei Andrea kommt diesmal mit einem Tag Verspätung. Das passt zu dieser Woche, die bei uns quasi zwangsweise entschleunigt war. In der Nacht zu Montag kämpfte unser Sonntagsjunge - nicht zum ersten Mal, wir kennen das schon - mit einem Pseudokrupp-Anfall. Am Tag darauf fiel für ihn daher der Kindergarten aus, der Liebste blieb bei ihm. Am Dienstag konnte er zumindest zur Nikolausfeier wieder in die Kita und am Mittwoch dachten wir, es sei überwunden. Donnerstagmorgen jedoch wachte er mit Fieber auf. Diesmal blieb ich daraufhin zwei Tage lang mit den Kindern zuhause, denn der Liebste war für ein paar Tage bei einem Lehrgang in Köln und unser Weihnachtsmädchen ließ sich nicht überreden, zum Kindergarten gebracht zu werden, wenn ihre Mama und ihr großer Bruder zuhause bleiben. Mittlerweile ist unser Sohn wieder fit, jetzt liegt aber unsere Tochter flach. Und somit vergeht die Woche recht ruhig, was aber gar nicht so schlecht in diese Zeit passt und uns allen dreien auch gerade vielleicht ganz gut getan hat. Wir haben ganz viele Adventslieder gehört, Geschichten gelesen, Plätzchen gebacken, gekuschelt und gebastelt. Als der Liebste gestern Nachmittag wieder da war, haben wir es uns mit Kaffee, Kakao und Keksen gemütlich gemacht. Und gleich, wenn alle wach sind, zünden wir zum Sonntagsfrühstück die dritte Kerze am Adventskranz an...

Samstag, 10. Dezember 2016

Kleines Gemüse im großen Theater

Am letzten Wochenende waren unser Sonntagsjunge und ich im Theater. Zum ersten Mal, wenn man von Besuchen im Puppentheater mal absieht. Ich hatte mich mit den Müttern seiner zwei derzeit engsten Freunden verabredet und ihm die Theaterkarten in seinen Adventskalender gesteckt. Theater, mit drei bald vierjährigen Jungen: Eine gute Idee? Absolut ja! Zumindest, wenn Theater (in diesem Fall das Theater Münster), Stück und Schauspieler so klar auf diese Zielgruppe ausgerichtet sind.
Im Theaterfoyer haben wir unsere Karten vorgezeigt und unsere Winterjacken ausgezogen. Da das Stück nachmittags aufgeführt wurde und nur Familien anwesend waren, die sich dieses Kinderstück anschauen wollten, störte es niemanden, dass die Kinder erstmal noch durch das Foyer tobten. Dann wurden wir abgeholt und zum Aufführungsort im "Kleinen Haus" gebracht. Dort gab es eine Stuhlreihe, ansonsten aber einfach Matten auf dem Boden und ein Schuhregal am Eingang, in dem die Winterstiefel ihren Platz fanden. Unsere drei setzen sich direkt spontan nebeneinander in die erste Reihe, wir Mütter durften uns dahinter einen Platz suchen.
Wir haben uns "Schnurgerade" angesehen, ein Stück über Freundschaft. Zwei Freunde wohnen in einem Haus, spielen, essen, leben zusammen und haben viel Spaß. Dann taucht eine geheimnisvolle Linie auf, die das Haus (und auch das Publikum!) in zwei Teile teilt. Es kommt zum Streit, sie entzweien, vermissen sich... bis sie eine kreative Lösung finden, bei der alle Kinder mithelfen können. Das Stück dauert ca. 45 Minuten. Was seine Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit betrifft, ist diese Länge für unseren Jungen schon gut machbar. Das Thema des Stücks war unsere Jungs, bei denen die Frage "Bin ich dein Freund?" gerade sehr wichtig ist, gut verständlich. Auch die vielen interaktiven Elemente der beiden Schauspieler haben diesen Theaterbesuch sicherlich zu einem besonders schönen Erlebnis gemacht. Und als "Zugabe" gab es noch einen kurzen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt inklusive Karusselfahrt. Mein persönliches Fazit: Absolut wiederholungswürdig!

Samstag, 3. Dezember 2016

Samstagskaffee #79

Ausgeschlafen wird hier ja ohnehin nicht mehr, seit unser Sohn auf der Welt ist. Auch nicht, wenn eigentlich alle frei haben und ein entspanntes Adventswochenende vor uns liegt. Heute war uns das aber ganz recht, aus verschiedenen Gründen. Der Liebste ist schon in aller Frühe zur Schießbahn aufgebrochen, um für den Jagdschein zu trainieren. Die Kinder und ich haben bei Marmeladenbrot, Milch und Samstagskaffee gebannt dem Lokalradio gelauscht. Da waren wir heute morgen nämlich zu hören! Hintergrund ist, dass an diesem Wochenende bei uns im Ort ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfindet, bei dem wir mit unserem Chor morgen einige adventliche Lieder präsentieren dürfen. Für die Veranstaltungsankündigung im Radio haben wir einige Tonaufnahmen beigesteuert, und die waren heute morgen zu hören. Ganz schön aufregend... Jetzt freu ich mich noch mehr auf den Auftritt morgen!
Natürlich wollen unsere Kinder im Moment auch morgens besonders gern aufstehen, weil sie dann das nächste Türchen ihrer Adventskalender öffnen können. Beide haben einen aus Papier mit kleinen Fenstern über ihren Betten hängen. Im Flur hängen zudem heute noch 21 Päckchen, von denen jeden Tag eines gemeinsam ausgepackt werden kann. Im heutigen wartete u.a. eine besondere Überraschung: Theaterkarten für den Sonntagsjungen und mich! Heute nachmittag sind wir mit zwei Spielkameraden und ihren Müttern im Theater Münster zu einem kurzen Kinderstück verabredet. Ich bin gespannt, wie es ihm gefällt. Habt einen schönes, zweites Adventswochenende!

Samstag, 26. November 2016

Samstagskaffee #78

Ihr seht es an den Bildern, ich bin mittlerweile voll auf die morgen beginnende Adventszeit eingestellt und freue mich schon darauf. Ganz unverhofft habe ich gerade etwas Zeit geschenkt bekommen (das Weihnachtsmädchen macht Mittagsschlaf und die Jungs sind zum Einkaufen/Autowachen o.ä. unterwegs). Ich nutze sie, um mich - ausgestattet mit Samstagskaffee und Plätzchen - mal an ein paar Weihnachtskarten zu wagen. Auch wenn es immer etwas aufwändiger ist: Am liebsten mag ich sie individuell, gebastelt oder mit eigenen Fotos gedruckt. 
Heute Abend sind wir bei Freunden eingeladen, zum alljährlichen Thanksgiving-Dinner. Das hat sich mittlerweile zu einer richtig festen Tradition entwickelt, die wir sehr schön finden. Zum ersten Mal dürfen heute beide Kinder mit. Mal sehen, wie es ihnen gefällt. Unser Sohn war jedenfalls schon ganz engagiert dabei, mir bei der Vorbereitung des Nachtisches, für den (wie auch in den vergangenen Jahren) ich zuständig bin, zu helfen. Für den traditionellen "Pumpkin Pie" habe ich in diesem Jahr ein neues Rezept ausprobiert, das in der Zubereitung etwas einfacher ist. Es wird sich beim Geschmackstest heute Abend herausstellen, ob diese Entscheidung richtig war oder wir im kommenden Jahr doch lieber wieder einen etwas größeren Aufwand betreiben...
Einen schönen ersten Adventssonntag euch (und allen in der Samstagsplausch-Runde bei Andrea)!

Sonntag, 20. November 2016

Samstagskaffee #77

Es ist Sonntagmorgen, draußen ist es grau, kalt, nass und stürmisch - ein richtiger Novembertag! Neben meinem Frühstücksteller steht der Laptop und ich komme gerade mal dazu, ein paar Zeilen zu unserem gestrigen Samstag(skaffee) zu schreiben, denn ich sitze hier gerade ganz alleine. Der Sonntagsjunge, unser Frühaufsteher, ist schon fertig mit seinem Frühstück und spielt mit seinem kleinen Lego, die anderen beiden genießen es offensichtlich, ausschlafen zu können.
 
Gestern waren wir noch zu dritt, der Liebste war beruflich ein paar Tage unterwegs. Den umverplanten Samstag haben wir genutzt, um mal die Weihnachtsdekoration rauszuholen und ein wenig die Zimmer mit Sternen und Lichtern zu schmücken. Auch einen gemeinsamen Besuch in einer Gärtnerei haben wir uns gegönnt. Ich liebe das, ganz besonders zu dieser Jahreszeit! Unsere Kinder durften die diesjährigen Bestandteile unseres Adventskranzes aussuchen. Es wurden, natürlich, "dicke rote Kerzen", kombiniert mit gold und kleinen Spielzeugrehen. Mal sehen, was wir daraus machen. Für ihre Kinderzimmer haben sie sich jeweils noch einen kleinen Christstern ausgesucht.
Am späten Nachmittag haben wir dann unseren Sonntagsjungen zum Schwimmkurs gebracht. Wie so oft meutert er erst ein wenig, will hinterher aber gar nicht aus dem Wasser vor lauter Vergnügen. Meine Tochter und ich überbrücken die Zeit in den Warteräumen der Schwimmschule. Eigentlich war mein Plan, dass sie ein wenig im Spielzimmer spielt und ich in der Zeit einen warmen Kakao genieße. Ihr Plan war allerdings, bei mir auf dem Schoß zu kuscheln und den Kakao Löffel für Löffel selber zu trinken. Auch gut.
Abends haben wir uns dann gefreut, nach drei Tagen endlich wieder zu viert zu sein. Und nach einem unverplanten Samstag auch einen unverplanten Sonntag zu genießen. Schönes Wochenende!

Montag, 14. November 2016

Erste "Winterträume"...

Am vergangenen Wochenende wurde im Rheinland die Karnevalssaison eröffnet. Allzu viel konnte ich diesem Fest allerdings irgendwie noch nie abgewinnen. Deshalb haben wir am Wochenende auch lieber eine andere Saison für uns eröffnet: Die der Weihnachtsmärkte. Rund um die Burg Hülshoff, ein Wasserschloss in der Nähe, war drei Tage lang unter dem Motto "Winterträume" ein großer Markt mit Verkaufs- und Essensständen aufgebaut. Vor allem in der Dämmerung und in der Dunkelheit war es dort ausgesprochen stimmungsvoll und machte schon richtig Lust auf die Vorweihnachtszeit, seht selbst: