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Sonntag, 8. Januar 2023

"Andere Sterne" [Rezension, Werbung]

"Wunder geschehen", sagte der Hausmeister oft. "Manchmal gibt es einfach keinen Ausweg, und dann geschieht ein Wunder." (S. 147)

Für Weihnachtsbücher habe ich eindeutig eine Schwäche. Als daher in der vergangenen Adventszeit die Gelegenheit bestand, im Rahmen des Instagram-Buchclubs @gemeinsam mitlesen sich zusammen in "Andere Sterne" zu vertiefen, habe ich mich gerne direkt um diese Möglichkeit beworben. Mein Rezensionsexemplar wurde mir vom Dumont-Verlag zur Verfügung gestellt. 

Der deutsche Untertitel "Eine Weihnachtsgeschichte" wie auch der norwegische Originaltitel "Stargate. En Julefortelling" weisen schon auf den Weihnachtsbezug hin, aber auch die ansprechende Optik und Haptik. Der schmale Band ist schlicht in adventlichem Rot gehalten, mit drei stilisierten Tannenbäumen, mit textilem Einband und Lesebändchen. Da macht schon das erste Auspacken Spaß. Die Autorin Ingvild H. Rishøi gewann u.a. für ihr Buch "Winternovellen" (das nun auch auf meinen Bücher-Wunschzettel gerutscht ist) 2014 den Kritikerpreis für das beste norwegische Buch. Auch ihre Kinderbücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. 

Die Geschichte dreht sich um zwei Schwester, das Schulkind Ronja und ihre ältere Schwester Melissa, die allein mit ihrem Vater in einem Osloer Arbeiterviertel wohnen. Ihr arbeitsloser Vater bekommt dank der Vermittlung von Ronja in der Weihnachtszeit wieder eine Arbeitsstelle, als Tannenbaumverkäufer. Für eine kurze Zeit wenden sich die Dinge zum Guten: Der Vater bleibt nüchtern, kauft Lebensmittel ein und Ronja hofft zu diesem Weihnachtsfest sogar auf einen eigenen Tannenbaum. Als er jedoch wieder zu trinken beginnt, verliert er die Stelle. Die Mädchen übernehmen - nicht ganz legal - seine harte Arbeit bei eisigen Temperaturen. 

Mich hat insbesondere berührt, dass die ganze Geschichte aus der Perspektive des jüngeren Mädchens geschrieben ist. Bei meiner beruflichen Tätigkeit, die im Kinderschutz angesiedelt ist, ist es mir immer wieder wichtig, die Perspektive der betroffenen Kinder vermitteln und einnehmen zu können. Literarisch ist dies hier sehr gelungen, inklusive der Ambivalenzen. Die beiden sind sehr auf sich gestellt, teils recht schutzlos, dennoch verliert Ronja nie die Hoffnung in aller Traurigkeit. Auch ihr Vater ist nicht gänzlich negativ dargestellt. 

Gefallen hat mir zudem, dass das Buch ohne jeden Kitsch daher kommt. Dennoch ist der Weihnachtsbezug allein schon durch das starke, sich durchziehende Bild des Tannenbaums sehr vorhanden, unter dem Ronja am Ende in einer Krisensituation sogar Schutz findet. Ich mochte auch einige der erwachsenen Randfiguren der Geschichte, insbesondere den Hausmeister der Schule, der aus der Ferne doch immer wieder bemüht ist, auf das Mädchen acht zu geben. 

Das Ende - soviel sei verraten - ist recht offen und mehrdeutig gestaltet. Mich hat es an das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Vielleicht ist das beim Lesen im ersten Moment etwas unbefriedigend, sorgte bei mir aber zugleich auch dafür, dass das Buch noch etwas länger nachklang.

Ein sehr modernes, berührendes Weihnachtsmärchen, das durch die kindliche Erzählperspektive besticht und ausgesprochen gut unterm Tannenbaum gelesen werden kann.





Samstag, 23. Dezember 2017

Ein wenig Weiß zur Weihnacht... (Samstagskaffee #110)

Nein, diesen Kaffee habe ich mir nicht heute gegönnt. Heute habe ich ihn mit meinem Vater in der Cafeteria eines großen Klinikums getrunken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass das möglich war, denn er hat in dieser Woche einen schweren operativen Eingriff über sich ergehen lassen müssen und diesen besser überstanden, als wir alle im Vorfeld gedacht hätten. Wieder zurück zuhause ist der Rest des Tages schnell vergangen mit den letzten Vorbereitungen für die kommenden Feiertage und den morgigen 3. Geburtstag unseres Weihnachtsmädchens. Vor drei Jahren war diese Nacht für uns sehr spannend...

Für euch habe ich heute ein paar Bilder von unserem Samstag vor einer Woche mitgebracht. Wir sind auf den Kahlen Asten gefahren, einen der höchsten Berge in Nordrhein-Westfalen. So viel Schnee habe ich schon lange nicht mehr gesehen und die Kinder wohl noch nie. Alle Farben waren verschwunden, die Welt in schwarz-weiß-grau gezeichnet. Die Landschaft sah wirklich verzaubert aus. Mit diesen Bildern wünsche ich euch ein paar zauberhafte und möglichst sorgenfreie Feiertage! Und wer noch Lust auf ein kleines Weihnachtsgeschenk hat: Bis morgen ist der Lostopf bei meiner Verlosung noch geöffnet; vielleicht versucht ihr schnell noch euer Glück?





Verlinkt beim Samstagsplausch, mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Weihnachtsglück im Glas (DIY)

Ende November erreichte mich eine Email von Felicitas von Talu. Sie lud mich ein, an einem weihnachtlichen Bastelwettbewerb für einen guten Zweck teilzunehmen. Für jeden Blogbeitrag, der in diesem Zusammenhang entsteht, spendet Talu 15 Euro an die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS). Eine weihnachtliche Bastelei, und das auch noch für einen guten Zweck? Dazu muss man mich nicht lange überreden. Erst recht nicht, wenn das Ergebnis der Bekämpfung von Krebs dient, dieser Drecksdiagnose, die auch Teile meiner Familie derzeit ziemlich im Griff hat.  

Als dann noch eine Freundin fragte, ob ich evtl. Verwendung für Kerzenwachs und Dochte hätte, die sie nicht mehr bräuchte, entstand daraus schnell ein Plan. Denn da waren ja auch noch die hübschen Marmeladengläser, die einfach zu schön sind, um sie nur in den Altglas-Container zu tun. Mit Stahlwolle habe ich die Schrift abgerieben, bis auf den schönen "Glück"-Schriftzug. Die Kinder und ich haben etwas Duftöl besorgt, in der Dekokiste nach Bändern und Weihnachtskugeln gesucht, die Zimtstangen aus dem Gewürzregal genommen und der Sonntagsjunge hat noch ein paar Tannenbäume gebastelt. Das Wachs haben wir im Wasserbad geschmolzen und zunächst nur ein paar wenige Teelöffel davon genommen, um den Docht damit festzukleben.



Den Rest haben wir mit dem Duftöl gemischt und dann in die Gläser gegossen. Als es hart geworden ist, hatte es sich um den Docht etwas zusammengezogen, so dass wir noch ein wenig nachgegossen haben. Mit dem Bäckergarn haben wir zuletzt die gemalten und ausgeschnitten Tannenbäume, die Zimtstangen und die kleinen Baumanhänger um den oberen Glasrand gebunden. So entsteht mit relativ wenig Aufwand etwas Weihnachtsglück im Glas. Und davon kann man doch immer eine Portion brauchen, oder? Wenn man von einer Krebserkrankung betroffen ist, erst recht. 15 Euro lösen da sicherlich kein Problem, aber jedes bisschen hilft.






Sonntag, 10. Dezember 2017

Unser 2. Advent (Samstagskaffee #108)

Unser zweites Adventswochenende wurde zu einem richtigen Wintermärchen. Denn es kam: Der erste Schnee! Schon am Freitag fielen ein paar erste Flocken, die jedoch nicht von langer Dauer waren. Als am Samstagmorgen dann bereits eine leichte Schneeschicht alles bedeckte, waren die Kinder kaum noch am Frühstückstisch zu halten. Also haben wir den Liebsten, der am Vorabend noch bei einer Weihnachtsfeier war, schlafen lassen, uns die Schneeanzüge und Winterjacken angezogen und sind nach draußen in den Flockenwirbel gegangen. Der Sonntagsjunge half mir mit seinem Trampeltrecker beim Schneeschieben und das Weihnachtsmädchen formte begeistert Schneebälle für eine Schneeballschlacht. 
Am heutigen Adventssonntag fiel sogar noch mehr von der weißen Pracht. Nachmittags machten wir uns schön vorsichtig mit dem Auto durch das Schneetreiben auf nach Münster. Wir hatten Karten für den "Schweinachtsmann", eine lustige, weihnachtliche Geschichte, gespielt und gesungen von den 6-Zylindern, einem A-Capella-Ensemble. Die CD besitze ich schon seit Jahren, meine großen Kinder kennen die Texte teils auswendig. Live gesehen bzw. gehört hatte ich das Stück aber bislang selbst noch nicht. Da hatte ich bislang wohl etwas verpasst, denn es war wirklich eine tolle, lustige Aufführung und ein Genuss für die Ohren. Und auch die Künstler selbst meinten später, das Wetter hätte noch nie so gut zu ihrem Programm gepasst wie heute.
Am schönsten war die Reaktion unseres Weihnachtsmädchens: Zu Beginn war sie noch ganz aufgeregt und wollte lieber gar nicht hinsehen, als der Schweinachtsmann die Bühne betrat. Schon bald drehte sie sich auf meinem Schoß aber ein wenig so, dass sie aus dem Augenwinkel das Geschehen auf der Bühne beobachten konnte, Bald saß sie dann sogar auf ihrem eigenen Platz und am Ende sang und tanzte sie begeistert mit. Nachdem wir - einen kleinen Schneespaziergang inklusive - wieder zuhause waren, gab es heißen Kakao und passendes Gebäck zum Aufwärmen und zur Stärkung. So könnte der Advent für mich gerne weitergehen...
Verlinkt - mit verschneiten Grüßen - beim Samstagsplausch.

Dienstag, 14. Februar 2017

Gehäkelt: Eselchen

Heute nachmittag bekommen wir Besuch von zwei Freundinnen und ihren Kindern. Eine von ihnen hat vor kurzem ihr zweites Kind bekommen. Seit der Geburt haben wir uns noch gar nicht gesehen und so ist heute ein guter Zeitpunkt, um die neue, kleine Erdenbürgerin mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. Entstanden ist dafür in den letzten zwei Wochen ein kleines Eselchen. Wie immer bei einem Babygeschenk habe ich die Mähne und den Schweif natürlich besonders fest angeknüpft und Sicherheitsaugen verwendet, die ich vermutlich selbst kaum wieder abbekommen würde. Die Anleitung stammt aus dem schönen Buch "Haak je eigen Kerststal" (Häkel deine eigene Krippe) von Christel Krukkert, das mein Vater mir passenderweise im letzten Jahr unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Leider ist es (bislang noch?) nicht auf deutsch erschienen.

Samstag, 28. Januar 2017

Samstagskaffee #84

6:30 Uhr. Draußen ist es noch stockdunkel. Für einen unverplanten Samstagmorgen nach einer eher anstrengenden Woche und einer unruhigen Nacht ist es mir eigentlich wirklich zu früh, aber ich habe keine Wahl: Magen-Darm is in the house, und treibt mich aus dem Bett. Jetzt ist das erste Kind versorgt, umgezogen, die Bettwäsche ist in der Waschmaschine und ich mache mir erstmal einen Kaffee. Offensichtlich hatte sich eine letzte Weihnachtstasse noch in den Tiefen unserer Küchenschränke versteckt. 
Ich klicke mich zu Andreas Blog "Karminrot" rüber. Wie jeden Samstag lädt sie zum Samstagsplausch ein: "Du schreibst einen Post über deine Woche oder dein Wochenende, was du erlebst oder was du dir vorgenommen hast. Liest du gerade ein tolles Buch? Dein neuestes Gestrickes oder dein Genähtes würde uns interessieren. Worüber hast du dich geärgert, was war mal so richtig positiv?..."
In den letzten Tagen sind hier zwei kleine Kindergeschenke entstanden. Die Lieblingspuppe meines Patenkinds, die von ihr "Lia" getauft wurde, hat zu Weihnachten ein kleines Bett bekommen. Bei den frostigen Temperaturen draußen kann sie vielleicht noch eine Decke dazu gebrauchen. Mit den Maßen 30 x 40 cm war sie recht schnell gehäkelt und der Stapel an Wollresten ist auch wieder etwas kleiner geworden. Für die genähte Pixibuchhülle konnte ich u.a. Stücke ausrangierter Jeans und eines Hemds verwenden. Allerdings ist noch nicht ganz entschieden, ob ich die tatsächlich wie geplant verschenken kann. Mein Sohn hat da Ansprüche angemeldet...

Verlinkt auch bei der "Nähzeit am Wochenende" und der "Häkelliebe".

Dienstag, 3. Januar 2017

Gehäkelt: Schlüsselbänder

Drei Tage ist das neue Jahr nun bereits alt. Einer meiner Vorsätze lautet: Mir wieder mehr Zeit für Kreatives nehmen, als das zumindest in den letzten Monaten der Fall war. Im letzten Jahr lautete mein Vorsatz übrigens genau umgekehrt: Nicht so viel Wolle kaufen. Naja, das hat ganz gut geklappt, aber in diesem Jahr darf dennoch gerne wieder mehr - auch hier - gewerkelt werden, wenn es nach mir geht.
Um die Weihnachtstage herum sind in diesem Zuge schon mal zwei kleine Geschenke entstanden, nach einem Tutorial, das ich *hier* mal aufgeschrieben hatte. Und zugleich wurde mit diesen beiden Schlüsselbändern der Wollreste-Vorrat doch wieder ein wenig kleiner. 

Dienstag, 20. Dezember 2016

Gehäkelt: Loopschal

Nur noch vier Mal schlafen, dann ist schon Heiligabend. Eigentlich hätten wir in dieser Woche noch ganz regulär zur Arbeit bzw. zur Kita gemusst, aber seit gestern ist klar, dass die Kinder und ich gezwungenermaßen schon etwas eher in die Weihnachtsferien starten, Hand-Mund-Fuß-Krankheit sei dank. Wir versuchen, das Beste draus zu machen und uns über die gewonnene, gemeinsame Vorweihnachtszeit zu freuen.
Am vergangenen Wochenende ist bei mir schnell noch ein selbst gehäkeltes Weihnachtsgeschenk fertig geworden, ein großer, kuscheliger Loopschal. Ich habe ihn nach einer Anleitung von *hier* gefertigt. Obwohl ich die Maße bereits deutlich verkleinert habe, ist er immer noch recht groß geworden. So richtig zum Einkuscheln eben, genau das Richtige für diese Tage...
Verlinkt - nach längerer Zeit mal wieder - beim Creadienstag, der Häkelliebe und Handmade on Tuesday

Samstag, 17. Dezember 2016

Samstagskaffee #81

Morgen zünden wir am Adventskranz schon die vierte Kerze an. Und wiedermal habe ich das Gefühl, dass in der Adventszeit die Uhren irgendwie noch schneller laufen als sonst, obwohl es doch eigentlich gerade umgekehrt sein sollte. Heute vormittag jedoch habe ich mir eine kleine Auszeit genommen. Mit einer guten Freundin, die ich derzeit viel zu selten sehe, habe ich mich am Morgen zum Frühstücken verabredet. Ganz bewusst haben wir uns nicht bei einer von uns zuhause getroffen, sondern in einem Café im Nachbarort. Zwei Stunden familienfreie Zeit, um mal wieder ein bisschen aufzuholen, was man in den letzten Monaten so voneinander verpasst hat. Das war ein richtig guter Start in das Wochenende!
Bei uns steht ansonsten heute noch auf dem Programm, einen Weihnachtsbaum zu besorgen. Eigentlich stellen wir den immer erst zu Heiligabend auf, aber unser Sonntagsjunge beschwert sich schon seit Tagen, dass wir immer noch keinen haben. Ich glaube kaum, dass er akzeptieren wird, dass der Baum dann noch eine Woche kühl auf unserer Terrasse steht. Vermutlich werden wir ihn heute also auch schon aufbauen und schmücken. Für morgen sind wir dann mit ein paar weiteren Freunden bei uns zum alljährlichen, großen Plätzchenbacken verabredet. Im letzten Jahr sah das z.B. *so* aus. Ein richtig adventliches Wochenende eben... 

Mehr "Samstagsplausch" gibt es wie immer bei Andrea.

Samstag, 3. Dezember 2016

Samstagskaffee #79

Ausgeschlafen wird hier ja ohnehin nicht mehr, seit unser Sohn auf der Welt ist. Auch nicht, wenn eigentlich alle frei haben und ein entspanntes Adventswochenende vor uns liegt. Heute war uns das aber ganz recht, aus verschiedenen Gründen. Der Liebste ist schon in aller Frühe zur Schießbahn aufgebrochen, um für den Jagdschein zu trainieren. Die Kinder und ich haben bei Marmeladenbrot, Milch und Samstagskaffee gebannt dem Lokalradio gelauscht. Da waren wir heute morgen nämlich zu hören! Hintergrund ist, dass an diesem Wochenende bei uns im Ort ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfindet, bei dem wir mit unserem Chor morgen einige adventliche Lieder präsentieren dürfen. Für die Veranstaltungsankündigung im Radio haben wir einige Tonaufnahmen beigesteuert, und die waren heute morgen zu hören. Ganz schön aufregend... Jetzt freu ich mich noch mehr auf den Auftritt morgen!
Natürlich wollen unsere Kinder im Moment auch morgens besonders gern aufstehen, weil sie dann das nächste Türchen ihrer Adventskalender öffnen können. Beide haben einen aus Papier mit kleinen Fenstern über ihren Betten hängen. Im Flur hängen zudem heute noch 21 Päckchen, von denen jeden Tag eines gemeinsam ausgepackt werden kann. Im heutigen wartete u.a. eine besondere Überraschung: Theaterkarten für den Sonntagsjungen und mich! Heute nachmittag sind wir mit zwei Spielkameraden und ihren Müttern im Theater Münster zu einem kurzen Kinderstück verabredet. Ich bin gespannt, wie es ihm gefällt. Habt einen schönes, zweites Adventswochenende!

Samstag, 26. November 2016

Samstagskaffee #78

Ihr seht es an den Bildern, ich bin mittlerweile voll auf die morgen beginnende Adventszeit eingestellt und freue mich schon darauf. Ganz unverhofft habe ich gerade etwas Zeit geschenkt bekommen (das Weihnachtsmädchen macht Mittagsschlaf und die Jungs sind zum Einkaufen/Autowachen o.ä. unterwegs). Ich nutze sie, um mich - ausgestattet mit Samstagskaffee und Plätzchen - mal an ein paar Weihnachtskarten zu wagen. Auch wenn es immer etwas aufwändiger ist: Am liebsten mag ich sie individuell, gebastelt oder mit eigenen Fotos gedruckt. 
Heute Abend sind wir bei Freunden eingeladen, zum alljährlichen Thanksgiving-Dinner. Das hat sich mittlerweile zu einer richtig festen Tradition entwickelt, die wir sehr schön finden. Zum ersten Mal dürfen heute beide Kinder mit. Mal sehen, wie es ihnen gefällt. Unser Sohn war jedenfalls schon ganz engagiert dabei, mir bei der Vorbereitung des Nachtisches, für den (wie auch in den vergangenen Jahren) ich zuständig bin, zu helfen. Für den traditionellen "Pumpkin Pie" habe ich in diesem Jahr ein neues Rezept ausprobiert, das in der Zubereitung etwas einfacher ist. Es wird sich beim Geschmackstest heute Abend herausstellen, ob diese Entscheidung richtig war oder wir im kommenden Jahr doch lieber wieder einen etwas größeren Aufwand betreiben...
Einen schönen ersten Adventssonntag euch (und allen in der Samstagsplausch-Runde bei Andrea)!

Montag, 14. November 2016

Erste "Winterträume"...

Am vergangenen Wochenende wurde im Rheinland die Karnevalssaison eröffnet. Allzu viel konnte ich diesem Fest allerdings irgendwie noch nie abgewinnen. Deshalb haben wir am Wochenende auch lieber eine andere Saison für uns eröffnet: Die der Weihnachtsmärkte. Rund um die Burg Hülshoff, ein Wasserschloss in der Nähe, war drei Tage lang unter dem Motto "Winterträume" ein großer Markt mit Verkaufs- und Essensständen aufgebaut. Vor allem in der Dämmerung und in der Dunkelheit war es dort ausgesprochen stimmungsvoll und machte schon richtig Lust auf die Vorweihnachtszeit, seht selbst:

Donnerstag, 9. Juni 2016

Genäht: Kindle-Hülle

Nur, weil es diesen Blog gibt, kann ich genau nachvollziehen, dass ich im September vor zwei Jahren zum ersten Mal Kontakt mit einem E-Book hatte (klick *hier*). Tja, was soll ich sagen, meine anfängliche Skepsis gegenüber elektronischen Büchern ist mittlerweile einer regelrechten Routine gewichen. Es ist einfach zu praktisch, abends noch schnell im Dunklen ein paar Seiten lesen zu können, während um mich herum schon alle einschlafen. Zu Weihnachten gab es dann von meinem Mann auch ein entsprechendes Lesegerät für mich. 
Seit heute hat es nun auch endlich eine Hülle, genäht nach *dieser* Anleitung, mit Stoffen, die sich noch so im Fundus fanden (u.a. einem Stückchen einer alten Jeanshose) und ist heute mein "RUMS". Woran es genau liegt, weiß ich gar nicht, aber seitdem ich vieles auf dem Kindle lese, lese ich mehr. Allein in diesem Jahr (das ist bei einem E-Book-Reader ja auch leicht nachzusehen) waren es bislang 24 elektronische Bücher. Lust auf einen kleinen Einblick?
Hier meine bisherigen (elektronischen) Leseeindrücke 2016:
  • Dörte Hansen, "Altes Land" - Viel gerühmt, zu Recht, gerne gelesen.
  • Fredrik Backman, "Ein Mann namens Ove" - Bestseller aus Schweden, derzeit auch im Kino. Ich hab mich mit dem Sprachstil anfangs etwas schwer getan, mich dann aber zunehmend in die Hauptperson verliebt und am Ende zugleich gelacht und geweint.
  • Eowyn Ivey, "Das Schneemädchen" - Ein sehr märchenhafter, anrührender Roman, dessen Inhalt auch an ein russisches Märchen angelehnt ist.
  • Joachim Meyerhoff, "Alle Toten fliegen hoch, Teil 1-3" - Alle drei gleichermaßen großartig! Ein verrücktes - oder doch ganz normales? - Leben, nüchtern erzählt. Ich musste sehr oft schmunzeln beim Lesen.
  • Jürgen Kehrer, "Münsterland ist abgebrannt" und "Lambertussingen" - Krimireihe rund um einen Münsteraner Kommissar, die ich bislang nicht kannte. Mir gefallen die vielen, lokalen Bezüge. Etwas anstrengend fand ich beim Lesen die - meiner Meinung nach zu oft - auftauchende Eigenart der chinesischen Pathologin, konsequent deutsche Redewendungen zu verdrehen. Das ist die ersten Male noch lustig, aber irgendwann wird es langweilig.
  • Isabel Bogdan, "Der Pfau" - Hierzu habe ich im Vorfeld mehrere Empfehlungen gelesen. Mir selbst hat es aber nicht so gut gefallen und die Geschichte hat mich stellenweise etwas gelangweilt. Durchaus lustig hingegen der Blick auf ein Teamentwicklungsseminar, denn dieses Setting ist mir durchaus aus mehreren Perspektiven gut bekannt.
  • Sandra Lüpkes, "Das kleine Inselhotel", "Inselhochzeit" und "Inselträume" - Romanreihe um ein kleines Hotel auf einer Nordseeinsel. Leichte Kost, wenn man sich zwischendurch mal ein wenig ans Meer träumen möchte.
  • Siggi Weidemann, "Gebrauchsanweisung für Amsterdam" - Meine persönlicher Eindruck ist, dass ich schon bessere, kurzweiligere Bücher in dieser Reihe der Gebrauchsanweisungen gelesen habe.
  • Brigitte Janson, "Holunderherzen" und "Winterapfelgarten" - Ganz nett, würde ich aber kein zweites Mal lesen.
  • Viveca Sten, "Tödliche Nachbarschaft" - Ein weiterer Fall für Thomas Andreasson, der auch wieder auf Sandhamn, in den Schären vor Stockholm, spielt. Da ich die anderen Bücher aus dieser Reihe schon gelesen hatte, interessierte mich auch dieses.
  • Liza Marklund, "Jagd" - Andere Krimireihe, diesmal um die Journalistin Annika Bengtzon, aber ansonsten s.o.
  • Kate Jacobs, "Umgarnt. The Friday Night Knitting Club" - Auch hier gilt, das mich die Fortsetzung interessierte, weil ich (siehe *hier* schon Band 1 gelesen hatte. Begeistert hat sie mich allerdings nicht.
  • Michael Coren, "J.R.R. Tolkien. Der Mann, der 'Herr der Ringe' erschuf". - Es hat mich einfach interessiert, etwas mehr über diesen Autor zu erfahren. Eine solide Biographie. 
  • Karl Pilkington, "Ein Idiot unterwegs" - Ich habe ein grundsätzliches Problem mit diesem Buch, vor allem seiner Hauptfigur. Ich kann mich nicht mit jemandem identifizieren, der auf Kosten anderer in der Welt herumreisen darf, und das überhaupt nicht will.
  • Anke Richter, "Was scheren mich die Schafe" - (Teils) fiktiver Bericht einer Journalistin, die nach Neuseeland ausgewandert ist. Sehr kurzweilig, informativ und lustig.
  • Witi Ihimaera, "The Whale Rider" - Vor Jahren hatte ich schon mal den Film gesehen, jetzt hat mich noch mal die Buchvorlage interessiert. eine wundervolle, poetische Erzählung.
  • David Glattauer, "Die Wunderübung" - Eine kurze Erzählung, die ich mir beim Lesen immer schon gut auf der Bühne vorstellen konnte. Kurz später haben wir das Stück im Theater gesehen und dabei oft sehr lachen müssen.
  • Christiane Neudecker, "Sommernovelle" - Interessante, kleine Erzählung mit etwas Nordseeflair.



Mittwoch, 30. Dezember 2015

"Liebster Award" - Weihnachtsfragen

Corinna, die hinter dem Blog "Hofsafari" steckt, hat mich für den "Liebster Award" nominiert. Kennt ihr "Hofsafari" schon? Corinna geht dort auf Safari vor der eigenen Haustür, und nimmt ihre Heimat auf dem Land unter die Lupe. Ich schau dort gerne vorbei, nicht nur, weil ich Corinna als frühere Kollegin schätze, sondern auch, weil ich ihre Themen interessant finde und ihren Schreibstil mag. 
Der Liebster Award soll der Vernetzung und Bekanntmachung von Blogs dienen. Er funktioniert nach dem Schneeballprinzip. Ein Blogger überlegt sich 11 Fragen und schickt sie an verschiedene andere Blogger. Die beantworten sie und überlegen sich 11 neue. Corinna hat ihre Fragen *hier* beantwortet. Sie hat sich sogar die Mühe gemacht, gleich 22 neue Fragen zu formulieren. Ich entscheide mich für den Themenblock mit den Weihnachtsfragen. Und los geht's: 


1. Worüber bloggst du?
Kurz gesagt: Über mein Familienleben im Münsterland. Mein Blog ist ein privater Blog. Die Beiträge drehen sich um Eindrücke und Erfahrungen aus unserem Alltag mit zwei kleinen Kinder, unserer Freizeit (Ausflugs- und Urlaubsziele) und meinen Hobbys (Lesen, Häkeln, Basteln etc.).

2. Was gibt es bei dir zu entdecken?
Bei mir gibt es genau das, nicht mehr und nicht weniger. Ich gebe Einblicke in mein privates Leben, teile sie mit anderen, freue mich über Leser/-innen und Reaktionen. 

3. Hast du etwas Besonderes in dieser Adventszeit gemacht?
Ja. Ich habe versucht, hier täglich zumindest einen kurzen Beitrag dazu zu schreiben, was meine Adventszeit in diesem Jahr so geprägt hat. Unter dem Titel "My December Daily" sind kleine und größere Dinge zusammengekommen, die die Adventszeit in diesem Jahr für mich zu einer besonderen Zeit gemacht haben. Das erforderte eine große Portion Disziplin. Mehr jedenfalls, als ich sonst in diesen Blog investiere. Aber wer regelmäßig vorbeigeschaut hat, hat gemerkt, dass ich manchmal etwas geschummelt habe. Dann kam ein Beitrag vielleicht doch erst etwas später hinzu. Mittlerweile sind aber alle 24 Tage gefüllt.

4. Mit wem verbringst du Weihnachten?
Mit meinem Mann und unseren Kindern. Da unsere Tochter im letzten Jahr genau an Heiligabend zur Welt kam (weshalb sie hier auch unter dem Pseudonym "Weihnachtsmädchen" auftaucht), haben wir in diesem Jahr zudem am 24. ein Geburtstagsfrühstück für unsere Familien, Taufpaten und engen Freunde ausgerichtet.

5. Gehst du in die Kirche?
Ja, kinderbedingt allerdings nicht wie früher in die Mitternachtsmesse, sondern diesmal nachmittags um 15 Uhr zum Krippenspiel.

6. Was bedeutet Weihnachten für dich?
Weihnachten ist für mich - neben und wegen der religiösen Bedeutung - das schönste Fest im Jahr. Fast noch mehr als das Weihnachtsfest an sich genieße ich aber die Zeit des Wartens und der Vorfreude davor und auch die ruhigen Tage "zwischen den Jahren" danach.

7. Kaufst du deine Geschenke kurzfristig oder lange im Voraus?
Sowohl als auch. Wenn ich zwischendurch etwas sehe, von dem ich denke, dass sich jemand darüber freuen würde, nehme ich es oft direkt mit oder notiere es mir zumindest. Irgendwie ist es dann aber doch immer so, dass ich die letzten Geschenke erst kurz vor Schluss kaufe oder fertig bekomme. Für mich ist das eine Art positiver Stress, der auch zur Adventszeit dazu gehört.

8. Was bringt dich in Weihnachtsstimmung?
Musik. Ganz klassisch gehört für meinen Mann und mich das "Weihnachtsoratorium" zur Adventszeit dazu, das wir beide auch schon mitgesungen haben. Ich habe allerdings auch eine ausgeprägte Schwäche für Weihnachtsalben verschiedener Künstler. Da dürfen im Dezember gerne abwechselnd zum Beispiel Michael Bublé, Mariah Carey, Silje Nergaard, Diana Krall, Till Brönner, Götz Alsmann oder Anne Sofie von Otter im CD-Player oder auf der Playlist landen.

9. Deine Lieblingsplätzchen?
Da bin ich nicht festgelegt. Diesmal fand ich selbst gebackene Lebkuchen am besten. Und Datteltaler kann ich auch immer wieder backen und essen. In diesem Jahr haben wir im Dezember dreimal gebacken. An Weihnachten war dennoch kaum noch etwas übrig.

10. Das beste Weihnachtslied?
"Chestnuts roasting on an open fire, Jack Frost nipping at your nose, Yuletide carols being sung by a choir, and folks dressed up like eskimos"... "The Christmas Song", am liebsten in der Version von Nat King Cole.

11. Wenn du eine Krippenfigur wärst, welche wäre es?
Wenn ich selbst beim Krippenspiel mitgespielt habe, war ich in der Regel unter den Hirten zu finden. Ich glaube, das war schon durch die dunkle Haarfarbe bedingt. Für einen Engel war ich einfach nie blond genug. Als Mutter eines Christkinds könnte ich mich mittlerweile vermutlich aber auch ganz gut in Maria hineinversetzen. 

Soweit meine Antworten. Meine Aufgabe ist es nun, mir 11 neue Fragen auszudenken und weitere Blogger/-innen zu nominieren. Das werde ich nach und nach tun und hier darüber informieren. Danke für die Anregung und die Verlinkung, Corinna!

Donnerstag, 24. Dezember 2015

My December Daily 24 - Unser Christkind

Heute vor einem Jahr war die Nacht deutlich unruhiger als jetzt. Zum zweiten Mal wurden wir sehr reich beschenkt. Wir sind glücklich und dankbar, dass du bei uns bist, kleines Weihnachtsmädchen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, mein Kind. Und dir und auch allen anderen: Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

My December Daily 23 - Tannenbaum schmücken

Mittlerweile steht der Tannenbaum in unserem Wohnzimmer. Wir haben ihn direkt auf den Boden gestellt und hoffen, dass diese Entscheidung richtig war. Der Baumschmuck wird allerdings sortiert: eher zerbrechliches nach oben, anderes nach unten. Insgesamt ist unser Tannenbaum immer recht bunt geschmückt. Irgendwie hat es sich so ergeben, dass unser Baum viele Erinnerungen an Urlaube und Orte trägt, die uns wichtig sind. Und jedes Jahr kommt etwas dazu. In diesem Jahr ist das der Münster-Anhänger. Bei mittlerweile zwei gebürtigen Münsteraner(inne)n im Haus erschien der passend.