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Samstag, 5. Mai 2018
WMDEDGT (Samstagskaffee #115)
"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?", fragt Frau Brüllen immer am Monatsfünften. Eher unregelmäßig gibt es hier meine persönliche Antwort auf diese Frage, so z.B. heute. Der heutige Fünfte ist ein sonniger Samstag im Mai. Da gestern alle erst später im Bett waren als sonst, weckt mich der Sonntagsjunge auch erst gegen 7:30 Uhr. Das Baby weckt er gleich mit auf. Zu dritt stehen wir auf und gehen zum Frühstück. Später gesellen sich das Weihnachtsmädchen und der Liebste dazu. Nachdem alle satt und angezogen sind, satteln die älteren Kinder und ich die Räder. Wir sind um 10 Uhr in der Kita verabredet. Im Frühjahr nehmen wir Eltern uns jedes Jahr einen Samstagvormittag Zeit, um den Garten auf Vordermann zu bringen. Diesmal arbeiten wir nicht nur draußen, sondern nutzen die vielen helfenden Hände auch, um den Keller zu entrümpeln. Die Kinder helfen tatkräftig mit. Zum Abschluss gibt es für alle Grillwürstchen und Brötchen im Kita-Garten. Auf dem Rückweg halten wir an der Eisdiele und ich spendiere uns dreien eine Runde Eis.
Wieder zurück treffen wir vor der Haustür gerade eine liebe Nachbarin an, die gerade Blumen an alle Nachbarn verschenkt, die in ihrem Garten keinen Platz mehr finden. Was für eine schöne Idee! Kurz nach uns trifft auch der Liebste wieder zuhause ein, der in der Zwischenzeit mit der Kleinsten beim Babyschwimmen war. Ein Freund unserer Kinder, der in der Nachbarschaft wohnt, gesellt sich zu uns und der Nachmittag vergeht damit, wahlweise in dem einen oder anderen Garten, dem einen oder anderen Haus oder auf der Straße zu spielen oder Fahrrad zu fahren. Am späteren Nachmittag wünschen die Kinder sich, noch zu einem größeren Spielplatz aufzubrechen. Der Fußballplatz und die Schaukeln dort werden intensiv genutzt. Das Abendessen genießen wir in der Abendsonne auf der Terrasse, bevor dann zwei Kinder noch in die Badewanne hüpfen. Nach einer Gute-Nacht-Geschichte und einer extra Runde Kuscheln schlafen nun alle, fast zumindest.
Donnerstag, 12. April 2018
12 von 12 im April 2018
In 12 Bildern nehme ich euch am heutigen 12. gerne mal wieder mit durch unseren (All)Tag. Mehr davon gibt es wie immer bei Caro zu sehen.
Unser Tag beginnt mit fröhlichem Babygeplapper neben mir. Nach dem gemeinsamen Frühstück bringe ich die beiden größeren Kinder zur Kita. Anschließend haben der Liebste und ich einen spannenden Termin an unserem Baugrundstück: So wie es aussieht, starten wir in der nächsten Woche endlich mit dem Hausbau! Fotos gibt es da nicht, das habe ich schlichtweg vergessen.



Erst mit etwas Verspätung komme ich daher heute im Büro an. Der Vormittag vergeht mit Arbeit am PC. Die kleine Maus räumt erstmal ihre Spielzeugkiste aus und erkundet dann den Raum. Mittlerweile macht sie auch gerne mal einen Abstecher in den Flur oder die Nebenräume. Ihr Mittagessen lässt sie mal wieder stehen und bedient sich lieber aus meiner Brotdose, in der u.a. auch noch eines der letzten Ostereier einen Platz gefunden hat.



Um 14 Uhr brechen wir zur Kita auf, um die Geschwisterkinder abzuholen. Heute steht für sie der Schwimmkurs auf dem Programm. Die beiden haben derzeit einmal wöchentlich viel Spaß im Seepferdchenkurs. Zum Glück gibt es dort auch eine Spielecke, in der die Kleinste und ich die 45 Minuten gut verbringen können.



Wieder zuhause hole ich die Post aus dem Briefkasten. Heute gibt es eine schöne Überraschung: Ich habe beim Verlag C.H.Beck ein Rezensionsexemplar gewonnen. Die Rezension des Romans folgt dann demnächst hier. Nicht nur die Post, auch die Biokiste ist in der Zwischenzeit gekommen. Salat, Blumenkohl, Möhren, Äpfel, Pastinaken und Co. finden ihren Platz in Küche und Kühlschrank.



Nach einem kleinen Päuschen mit Kaffee und Milch spielen die Kinder noch eine Weile im Garten. Die Kaiserkrone macht mir gerade besondere Freude. Vor ein paar Jahren schon haben wir mehrere Exemplare gepflanzt. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Blüte. Damit hätte ich schon kaum noch gerechnet. Noch eine Runde Fußball und Sandkasten, dann mache ich mich allmählich an die Vorbereitung des Abendessens. Das Weihnachtsmädchen gesellt sich zu mir und hilft mir bei der Vorbereitung eines Salats. Inzwischen ist nun Ruhe im Haus eingekehrt. Zeit, die Mitteilung über den Baubeginn an das Bauamt zu schicken. Und vielleicht mal in mein neues Buch zu schauen...
Unser Tag beginnt mit fröhlichem Babygeplapper neben mir. Nach dem gemeinsamen Frühstück bringe ich die beiden größeren Kinder zur Kita. Anschließend haben der Liebste und ich einen spannenden Termin an unserem Baugrundstück: So wie es aussieht, starten wir in der nächsten Woche endlich mit dem Hausbau! Fotos gibt es da nicht, das habe ich schlichtweg vergessen.
Erst mit etwas Verspätung komme ich daher heute im Büro an. Der Vormittag vergeht mit Arbeit am PC. Die kleine Maus räumt erstmal ihre Spielzeugkiste aus und erkundet dann den Raum. Mittlerweile macht sie auch gerne mal einen Abstecher in den Flur oder die Nebenräume. Ihr Mittagessen lässt sie mal wieder stehen und bedient sich lieber aus meiner Brotdose, in der u.a. auch noch eines der letzten Ostereier einen Platz gefunden hat.
Um 14 Uhr brechen wir zur Kita auf, um die Geschwisterkinder abzuholen. Heute steht für sie der Schwimmkurs auf dem Programm. Die beiden haben derzeit einmal wöchentlich viel Spaß im Seepferdchenkurs. Zum Glück gibt es dort auch eine Spielecke, in der die Kleinste und ich die 45 Minuten gut verbringen können.
Wieder zuhause hole ich die Post aus dem Briefkasten. Heute gibt es eine schöne Überraschung: Ich habe beim Verlag C.H.Beck ein Rezensionsexemplar gewonnen. Die Rezension des Romans folgt dann demnächst hier. Nicht nur die Post, auch die Biokiste ist in der Zwischenzeit gekommen. Salat, Blumenkohl, Möhren, Äpfel, Pastinaken und Co. finden ihren Platz in Küche und Kühlschrank.
Nach einem kleinen Päuschen mit Kaffee und Milch spielen die Kinder noch eine Weile im Garten. Die Kaiserkrone macht mir gerade besondere Freude. Vor ein paar Jahren schon haben wir mehrere Exemplare gepflanzt. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Blüte. Damit hätte ich schon kaum noch gerechnet. Noch eine Runde Fußball und Sandkasten, dann mache ich mich allmählich an die Vorbereitung des Abendessens. Das Weihnachtsmädchen gesellt sich zu mir und hilft mir bei der Vorbereitung eines Salats. Inzwischen ist nun Ruhe im Haus eingekehrt. Zeit, die Mitteilung über den Baubeginn an das Bauamt zu schicken. Und vielleicht mal in mein neues Buch zu schauen...
Sonntag, 4. März 2018
Aus den "Ochsenwochen" (Samstagskaffee #112)
In den letzten Wochen war es hier auf dem Blog verhältnismäßig ruhig. "Ochsenwochen" (Oxveckor) nennt man in Schweden diese erste Zeit des Jahres, habe ich mal gelesen. Vermutlich kommt der Ausdruck daher, dass die Bauern früher in diesen Wochen besonders hart arbeiten mussten, ohne Unterbrechung von Feiertagen. Ungefähr so fühlte es sich bei mir in den letzten Monaten an. Wie es dazu kam? Ich erzähle es euch heute mal bei einem Samstagskaffee.
Als im vergangenen Jahr unser drittes Kind zur Welt kam, wollte ich eigentlich erstmal für einige Monate wieder in Elternzeit gehen. Dann entschied sich meine Elternzeit-Vertretung, die Stelle zu wechseln. Das ist nicht zum ersten Mal passiert und es sorgte immer dafür, dass der Wiedereinstieg für mich etwas schwerer war als geplant. Ist ja auch klar, jede Person füllt einen Arbeitsplatz anders aus und mit jedem Wechsel gibt es immer etwas Reibungsverluste. Ich hatte jedenfalls keine große Lust, wieder auf eine solche Situation zuzusteuern und habe daher mit meinem Mann gemeinsam überlegt, ob wir meinem Arbeitgeber etwas anbieten können. Letztendlich bin ich dann direkt wieder zurück in den Job gegangen, wenn auch nur mit einem Stellenumfang von 25 Prozent. Zudem war vereinbart, dass ich einen Aufgabenbereich übernehme, der nicht mit vielen Außenterminen verbunden und auch mal im Homeoffice zu erledigen war. Meine Tochter habe ich an Bürotagen mitgenommen. Das ging deutlich besser als erwartet. Sie spielte meist zufrieden neben meinem Schreibtisch auf ihrer Krabbeldecke. Wäre ich somit nicht bereits wieder in der Arbeitswelt angekommen, hätte ich im Herbst diese Stellenausschreibung vermutlich gar nicht gesehen oder nicht darauf reagiert.
Gesucht wurde eine wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni, in einem Forschungsprojekt, das inhaltlich nah an meiner bisherigen Tätigkeit lag. Mich ließ die Idee nicht mehr los, mich vielleicht dort zu bewerben. Es sprach manches dafür: Meinen bisherigen Job mache ich seit über 10 Jahren. Es gibt dort keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr. Die Weiterentwicklungsmöglichkeiten waren begrenzt. Forschung macht mir Spaß und kam bislang zu kurz. Zudem enthält die Stelle die Möglichkeit zur Promotion, was mich ebenfalls schon länger reizt. Allerdings gab es auch einiges, was dagegen sprach. Ich würde einen unbefristeten Arbeitsvertrag für einen befristeten aufgeben. Mein Arbeitsumfang würde sich von 25 auf 65 Prozent erhöhen, was mit der familiären Situation vereinbar bleiben musste. Die Fortführung des Arrangements, mit dem Kind an meiner Seite zu arbeiten, wäre fraglich. Dennoch: Ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich mich noch oft fragen würde, ob ich mich nicht hätte bewerben sollen, wenn ich es nicht täte. Nach ein paar Gesprächen mit meinem Liebsten und meinem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber entschied ich mich, meine Bewerbungsunterlagen einzureichen. Der Rest ist schnell erzählt: Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, bekam den Job und sagte zu.
Soweit, so gut, doch aufgrund der langen Beschäftigungsdauer in meinem letzten Job war meine Kündigungsfrist recht lang. Wir einigten uns auf einen Aufhebungsvertrag. Dennoch war klar, dass beide Arbeitsverträge im Januar und Februar eine Zeitlang parallel laufen würden. Nun, habt ihr mitgerechnet? 25 + 65 Prozent, das ergibt annähernd eine Vollzeitstelle, verteilt auf zwei Arbeitgeber und das mit einem Baby an Bord. Zudem gibt es ja auch noch zwei weitere Kinder im Kindergartenalter hier, einen Mann, einen Haushalt. Die Rechnung konnte nicht aufgehen. Das habe ich allen Beteiligten gegenüber transparent gemacht. Von beiden Arbeitgebern gab es dieselbe Reaktion: Wenn ich es mir zutrauen würde, wäre es für sie in Ordnung. Auch, wenn ich dann vermutlich Minusstunden machen würde. Und so lief es dann in diesen ersten Wochen des Jahres. Ein großer Verdienst kommt dabei unserer Jüngsten zu, die mich so zufrieden immer wieder an jeden Arbeitsplatz begleitet, solange nur eine Krabbeldecke, etwas Spielzeug, Essen, Trinken und Wickelsachen für sie dabei sind. Aber mal ehrlich: Hätte man einem Mann ein solches Arrangement auch vorgeschlagen? Ich bin mir da unsicher.

Die Tage waren also entsprechend gefüllt. Hinzu kam auf der privaten Ebene, dass eine schwere Krankheit im nahen Umfeld uns alle sehr beschäftigt hat, insbesondere emotional. Und dann gibt es da ja auch noch ein Bauprojekt. Aber: Allmählich dreht sich der Wind. Der Krebs hat auch in dieser Runde nicht gewonnen. Die Baugenehmigung erwarten wir in der nächsten Zeit. Mein alter Arbeitsvertrag ist nun beendet und mein Stundenkonto stand zumindest dort zum Schluss sogar leicht im Plus. Die Entscheidung für die neue Stelle fühlt sich immer noch ganz richtig an. Die größeren Kinder und auch mein Mann finden es ganz normal und richtig, dass ich bereits wieder arbeite. Meine Schwiegereltern sind zum Glück oft bereit und in der Lage, uns zu unterstützen, wenn es hilfreich ist. Und die Kleinste hat sich ohnehin als mein bestes Teammitglied herausgestellt. Manchmal denke ich schon fast wehmütig daran, dass unsere gemeinsamen Bürovormittage nun schon gezählt sind, bis sie in der Kita startet. Nun freue ich mich aber erstmal, dass ein Ende der "Ochsenwochen" in Sicht ist. Irgendwie passt es, dass ich an diesem Wochenende auch das erste Mal das Gefühl hatte, dass nun endlich der Frühling kommt. Geht es euch auch so?
Als im vergangenen Jahr unser drittes Kind zur Welt kam, wollte ich eigentlich erstmal für einige Monate wieder in Elternzeit gehen. Dann entschied sich meine Elternzeit-Vertretung, die Stelle zu wechseln. Das ist nicht zum ersten Mal passiert und es sorgte immer dafür, dass der Wiedereinstieg für mich etwas schwerer war als geplant. Ist ja auch klar, jede Person füllt einen Arbeitsplatz anders aus und mit jedem Wechsel gibt es immer etwas Reibungsverluste. Ich hatte jedenfalls keine große Lust, wieder auf eine solche Situation zuzusteuern und habe daher mit meinem Mann gemeinsam überlegt, ob wir meinem Arbeitgeber etwas anbieten können. Letztendlich bin ich dann direkt wieder zurück in den Job gegangen, wenn auch nur mit einem Stellenumfang von 25 Prozent. Zudem war vereinbart, dass ich einen Aufgabenbereich übernehme, der nicht mit vielen Außenterminen verbunden und auch mal im Homeoffice zu erledigen war. Meine Tochter habe ich an Bürotagen mitgenommen. Das ging deutlich besser als erwartet. Sie spielte meist zufrieden neben meinem Schreibtisch auf ihrer Krabbeldecke. Wäre ich somit nicht bereits wieder in der Arbeitswelt angekommen, hätte ich im Herbst diese Stellenausschreibung vermutlich gar nicht gesehen oder nicht darauf reagiert.
Gesucht wurde eine wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni, in einem Forschungsprojekt, das inhaltlich nah an meiner bisherigen Tätigkeit lag. Mich ließ die Idee nicht mehr los, mich vielleicht dort zu bewerben. Es sprach manches dafür: Meinen bisherigen Job mache ich seit über 10 Jahren. Es gibt dort keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr. Die Weiterentwicklungsmöglichkeiten waren begrenzt. Forschung macht mir Spaß und kam bislang zu kurz. Zudem enthält die Stelle die Möglichkeit zur Promotion, was mich ebenfalls schon länger reizt. Allerdings gab es auch einiges, was dagegen sprach. Ich würde einen unbefristeten Arbeitsvertrag für einen befristeten aufgeben. Mein Arbeitsumfang würde sich von 25 auf 65 Prozent erhöhen, was mit der familiären Situation vereinbar bleiben musste. Die Fortführung des Arrangements, mit dem Kind an meiner Seite zu arbeiten, wäre fraglich. Dennoch: Ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich mich noch oft fragen würde, ob ich mich nicht hätte bewerben sollen, wenn ich es nicht täte. Nach ein paar Gesprächen mit meinem Liebsten und meinem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber entschied ich mich, meine Bewerbungsunterlagen einzureichen. Der Rest ist schnell erzählt: Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, bekam den Job und sagte zu.
Soweit, so gut, doch aufgrund der langen Beschäftigungsdauer in meinem letzten Job war meine Kündigungsfrist recht lang. Wir einigten uns auf einen Aufhebungsvertrag. Dennoch war klar, dass beide Arbeitsverträge im Januar und Februar eine Zeitlang parallel laufen würden. Nun, habt ihr mitgerechnet? 25 + 65 Prozent, das ergibt annähernd eine Vollzeitstelle, verteilt auf zwei Arbeitgeber und das mit einem Baby an Bord. Zudem gibt es ja auch noch zwei weitere Kinder im Kindergartenalter hier, einen Mann, einen Haushalt. Die Rechnung konnte nicht aufgehen. Das habe ich allen Beteiligten gegenüber transparent gemacht. Von beiden Arbeitgebern gab es dieselbe Reaktion: Wenn ich es mir zutrauen würde, wäre es für sie in Ordnung. Auch, wenn ich dann vermutlich Minusstunden machen würde. Und so lief es dann in diesen ersten Wochen des Jahres. Ein großer Verdienst kommt dabei unserer Jüngsten zu, die mich so zufrieden immer wieder an jeden Arbeitsplatz begleitet, solange nur eine Krabbeldecke, etwas Spielzeug, Essen, Trinken und Wickelsachen für sie dabei sind. Aber mal ehrlich: Hätte man einem Mann ein solches Arrangement auch vorgeschlagen? Ich bin mir da unsicher.
Die Tage waren also entsprechend gefüllt. Hinzu kam auf der privaten Ebene, dass eine schwere Krankheit im nahen Umfeld uns alle sehr beschäftigt hat, insbesondere emotional. Und dann gibt es da ja auch noch ein Bauprojekt. Aber: Allmählich dreht sich der Wind. Der Krebs hat auch in dieser Runde nicht gewonnen. Die Baugenehmigung erwarten wir in der nächsten Zeit. Mein alter Arbeitsvertrag ist nun beendet und mein Stundenkonto stand zumindest dort zum Schluss sogar leicht im Plus. Die Entscheidung für die neue Stelle fühlt sich immer noch ganz richtig an. Die größeren Kinder und auch mein Mann finden es ganz normal und richtig, dass ich bereits wieder arbeite. Meine Schwiegereltern sind zum Glück oft bereit und in der Lage, uns zu unterstützen, wenn es hilfreich ist. Und die Kleinste hat sich ohnehin als mein bestes Teammitglied herausgestellt. Manchmal denke ich schon fast wehmütig daran, dass unsere gemeinsamen Bürovormittage nun schon gezählt sind, bis sie in der Kita startet. Nun freue ich mich aber erstmal, dass ein Ende der "Ochsenwochen" in Sicht ist. Irgendwie passt es, dass ich an diesem Wochenende auch das erste Mal das Gefühl hatte, dass nun endlich der Frühling kommt. Geht es euch auch so?
Dienstag, 13. Februar 2018
12 von 12 im Februar 2018
Mein 12. des Monats in 12 Bildern. Nachdem die letzten Monate verstrichen sind, ohne dass ich bei Caros Fotoprojekt mitgemacht habe, bin ich heute mal wieder dabei. Das liegt sicher daran, dass der Rosenmontag bei uns ein ziemlich ruhiger Tag ist. Die Kita hat geschlossen, so dass ich mit den Kindern zuhause bin. Das genieße ich auch sehr, nachdem ich am letzten Wochenende berufsbedingt unterwegs war. Karneval wird bei uns im Ort hingegen bereits am Sonntag vor Rosenmontag gefeiert. Daher hatten wir an diesem 12. Februar einfach ganz viel Zeit zum Spielen und dazu, uns um die Kleinste zu kümmern, die leider ziemlich erkältet ist, Fieber inklusive. Am Nachmittag haben wir Berliner gegessen und uns den Kölner Rosenmontagsumzug im Fernsehen angeschaut, bevor es für mich abends noch zur Chorprobe ging. Entstanden sind an diesem Tag die folgenden zwölf Schnappschüsse, schaut doch mal rein:









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Samstag, 9. September 2017
Finnische Wolle und ein Samstagskaffee (#102)
Ist tatsächlich schon wieder Samstag und somit Zeit für einen Samstagsplausch? Diese Woche verging wie im Flug. Seit Montag gilt es, Baby, Kindergarten, Haushalt und Teilzeitstelle gut unter einen Hut zu bekommen. Im Büro wurde es direkt recht spannend, denn es erreichte uns eine Anfrage für ein Fernsehinterview. Im Kindergarten begleitete mich das entspannte Baby zu einem langen Elternabend, den es größtenteils schlafend auf meinen Beinen verbrachte. Für die größeren beiden starteten die Musikschule und das Kinderturnen. Der Liebste war die ganze Woche intensiv mit der Vorbereitung auf die letzte Prüfung zum Jagdschein beschäftigt, die er gestern erfolgreich absolviert hat. Angefangen hatte er damit vor der Geburt unseres ersten Kindes, vor etwa fünf Jahren. Da fand ein richtiges Langzeitprojekt jetzt einen positiven Abschluss. Heute drehte sich dann alles um die anstehende Taufe unseres jüngsten Familienmitglieds. Am Vormittag war unser Pfarrer bei uns zu Gast. Allerdings sprachen wir nur eher kurz über die Taufvorbereitung. Den Großteil der Zeit spielte er mit den beiden Geschwistern unseres Täuflings. Bei dritten Kind in einer Familie läuft es in vielen Themengebieten eben schon recht entspannt. Am Nachmittag haben die zwei mir dann geholfen, die Einladungskarten zu diesem Fest zu basteln und zu verschicken. 

...und wenn sie nachher im Bett sind, freue ich mich darauf, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen: eine gehäkelte "Kalevala-Decke". Die Kalevala ist das finnische Nationalepos. Es umfasst 50 Gesänge, die von Elias Lönnrot zusammengefasst wurden. In diesem Jahr feiert Finnland seine 100-jährige Unabhängigkeit. Aus diesem Anlass haben mehrere Designer gemeinsam eine Decke entworfen, die auf der Kalevala-Mythologie basiert. Sie besteht aus insgesamt 24 Quadraten, deren Muster jeweils von Figuren und Geschichten der Kalevala inspiriert sind. Die Anleitungen werden derzeit Stück für Stück im Rahmen eines "Crochet Along (CAL)" veröffentlicht.
Im Jahr 2001 habe ich einige Monate lang in Finnland studiert, in der Universitätsstadt Kuopio, im Osten des Landes. Damals habe ich mir diese blaue, englischsprachige Ausgabe zugelegt. Beim Schmökern heute war ich überrascht, wie intensiv ich mich offensichtlich damals mit dem Werk beschäftigt habe. Es findet sich jedenfalls die ein oder andere Bleistiftmarkierung darin. Die deutschsprachige Ausgabe, in der leider gar keine Jahresangabe steht, hat mein Vater später bei einem antiquarischen Bücherflohmarkt für mich erstanden. Nach längerem Überlegen habe ich mich entschieden, die Quadrate für meine Decke einfarbig zu häkeln. Die Wolle dafür habe ich in Finnland bestellt. Das ist bei den hohen Versandkosten natürlich ein wenig verrückt, war es mir aber wert. Ich freue mich schon richtig darauf, mich jetzt noch mal auf ganz anderem Weg diesem großartigen Stück Literatur- und Kulturgeschichte zu nähern.
Dienstag, 5. September 2017
Liebes Tagebuch...
Es ist 10 Uhr morgens, und ich verstaue gerade die Einkäufe, als mir auffällt, dass heute der 5. ist. Am 5. eines jeden Monats lädt Frau Brüllen unter der Frage "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" zum Tagebuchbloggen ein. Hinter mir liegt ein etwas getrübter Morgen. Der Liebste ist schon früh aufgestanden und aus dem Haus gegangen. Er nimmt in dieser Woche an einem intensiven Vorbereitungskurs für die letzte Teilprüfung zum Jagdschein statt. Ich wecke unsere drei Kinder, dusche und helfe - wo nötig - beim Anziehen. Nach dem Frühstück geht es zum Kindergarten. Unsere ältere Tochter hat diesbezüglich gerade ein ziemliches Motivationsloch. Das kommt nicht überraschend. Viele ihrer Freunde haben zu den Sommerferien die Gruppe gewechselt, sie ist dafür noch etwas zu jung. Zudem sind im Moment viele neue Kinder, größtenteils in der Eingewöhnungszeit noch mit ihren Eltern, in ihrer Gruppe. Das ist alles etwas viel gerade. Anstatt mich wie immer schon an der Garderobe von ihr zu verabschieden, bleibe ich auf ihren Wunsch diesmal noch bis zum Morgenkreis da. Auch danach fällt ihr aber der Abschied schwer, schwerer als je zuvor. Den ganzen Vormittag geht mir ihre Stimmung noch nach. Mal sehen, wie es die nächsten Tage so weitergeht.
Das Baby und ich fahren auf dem Rückweg von der Kita noch beim Supermarkt vorbei und erledigen einen kleinen Einkauf. Wieder zurück bereite ich einen Salat für mein späteres Mittagessen oder unser Abendessen vor. Die Kleine schläft etwas. Das tut ihr gut, denn sie ist derzeit etwas erkältet und hatte entsprechend eine eher unruhige Nacht, in der sie schlecht Luft bekommen hat. Ich versuche, mich etwas an den Schreibtisch zu setzen. Zwei Stunden Arbeit im Home Office wären jetzt gut, doch es gibt eine blöde Überraschung. Ich komme nicht ins System, kann keine Emails empfangen oder senden. Meinen Kollegen im Büro geht es genauso. Der IT-Service ist gefragt. Die Liste an Dingen, die heute für die Arbeit erledigt werden können, verkürzt sich durch dieses technische Handicap deutlich. Da passt es gut, dass mich eine Nachricht erreicht. Eine Bekannte von mir, die artgerechte Schweinehaltung betreibt und die entsprechenden Erzeugnisse verkauft, muss ihre Gefriertruhe leeren. Ich packe das schlafende Babymädchen ein und besorge uns bei ihr ein paar Grillwürste. Im Gespräch kommen wir schnell vom Small Talk hin zu ernsteren Themen. Ihre Familie hat gerade eine wahre Schicksalsprüfung zu meistern. Mich berührt das Gespräch sehr und lässt mich bestürzt, aber auch hoffnungsvoll und dankbar, insbesondere für die Gesundheit meiner Kinder, zurück.
Wieder zuhause wartet der Haushalt, der sich ja bekanntermaßen nicht von allein macht. Aufräumen, Staubsaugen, Wäsche falten, Kuchen backen, zwischendurch Stillen und Windel wechseln. Mittags genieße ich eine große Schüssel Wassermelone-Feta-Minz-Salat, nach diesem Rezept. Einfach nur lecker. Ich telefoniere mit meinem Cousin. Für seine Mutter ist er auf der Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz. Auch hier gibt es aktuell eine Lebenskrise. Oder ist das alles ganz normal? Gegen 14 Uhr fahre ich wieder zum Kindergarten. Dort ist die Mittagspause vorbei. Der Große zeigt mir, wie er jetzt im Kita-Garten gelernt hat, eine hohe Kletterstange runterzurutschen. Die Mittlere macht einen vergnügten Eindruck und zeigt mir ihre beiden Zöpfe, die ihr eine Erzieherin nach dem Mittagsschlaf gebunden hat.
Zu viert machen wir uns auf den Weg zum Stall, um unserem Pflegepony einen Besuch abzustatten. Zur Freude der Kinder kommt es heute direkt ans Gatter der Weide, als wir ankommen. Sie merken, dass es sie mittlerweile kennt. Wir holen den Putzkasten, striegeln gemeinsam, bürsten und kratzen die Hufe aus. Dann wird aufgetrenst. Bislang sind wir meist nur mit dem Pony spazieren gegangen, doch von der Besitzerin wissen wir, dass es sich auch reiten lässt. Ich verzichte auf Sattel oder Voltigiergurt. Beide Kinder trauen sich und reiten gleich mehrmals hintereinander. Dabei halten sie sich gut in der Mähne fest. Ich führe sie. Das Babymädchen schläft derweil in der Trage vor meinem Bauch. Ihre großen Geschwister sind mächtig stolz. Zur Belohnung bekommt das Pony die letzte Möhre. Eigentlich hatte ich mehrere eingepackt, doch die meisten wurden schon von meinen kleinen Reitern aufgegessen. Irgendwie nehme ich immer zu wenig Möhren mit zum Stall.
Zurück zuhause sind die Kinder kaum zu bremsen, als sie sehen, dass viele Freunde und Nachbarskinder schon auf der Straße spielen. Fahrrad, Roller und Helme werden rausgeholt und noch bis zum Abendessen draußen gespielt. Zwischendurch kommt der Liebste von seinem Lehrgang zurück, aber nur, um schnell etwas zu essen und sich umzuziehen. Er hat noch einen beruflichen Termin. Ich leite die abendliche Routine ein: Abendessen, Umziehen, Zähne putzen, Vorlesen. Gegen halb 9 schlafen die Kleinste und der Größte. Die Mittlere braucht noch bis um halb 10, um zur Ruhe zu kommen. Ich freue mich schon darauf, wenn sie in der Kita keinen Mittagsschlaf mehr macht, den sie meiner Ansicht nach auch nicht mehr benötigt, und dafür abends eher einschläft.
Jetzt ist noch ein wenig Zeit zu zweit bzw. für uns. Der Liebste schaut noch in seine Lernunterlagen. Und ich greife gleich vielleicht zur Entspannung noch mal für ein paar Runden zu Wolle und Häkelnadel.
Das Baby und ich fahren auf dem Rückweg von der Kita noch beim Supermarkt vorbei und erledigen einen kleinen Einkauf. Wieder zurück bereite ich einen Salat für mein späteres Mittagessen oder unser Abendessen vor. Die Kleine schläft etwas. Das tut ihr gut, denn sie ist derzeit etwas erkältet und hatte entsprechend eine eher unruhige Nacht, in der sie schlecht Luft bekommen hat. Ich versuche, mich etwas an den Schreibtisch zu setzen. Zwei Stunden Arbeit im Home Office wären jetzt gut, doch es gibt eine blöde Überraschung. Ich komme nicht ins System, kann keine Emails empfangen oder senden. Meinen Kollegen im Büro geht es genauso. Der IT-Service ist gefragt. Die Liste an Dingen, die heute für die Arbeit erledigt werden können, verkürzt sich durch dieses technische Handicap deutlich. Da passt es gut, dass mich eine Nachricht erreicht. Eine Bekannte von mir, die artgerechte Schweinehaltung betreibt und die entsprechenden Erzeugnisse verkauft, muss ihre Gefriertruhe leeren. Ich packe das schlafende Babymädchen ein und besorge uns bei ihr ein paar Grillwürste. Im Gespräch kommen wir schnell vom Small Talk hin zu ernsteren Themen. Ihre Familie hat gerade eine wahre Schicksalsprüfung zu meistern. Mich berührt das Gespräch sehr und lässt mich bestürzt, aber auch hoffnungsvoll und dankbar, insbesondere für die Gesundheit meiner Kinder, zurück.
Wieder zuhause wartet der Haushalt, der sich ja bekanntermaßen nicht von allein macht. Aufräumen, Staubsaugen, Wäsche falten, Kuchen backen, zwischendurch Stillen und Windel wechseln. Mittags genieße ich eine große Schüssel Wassermelone-Feta-Minz-Salat, nach diesem Rezept. Einfach nur lecker. Ich telefoniere mit meinem Cousin. Für seine Mutter ist er auf der Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz. Auch hier gibt es aktuell eine Lebenskrise. Oder ist das alles ganz normal? Gegen 14 Uhr fahre ich wieder zum Kindergarten. Dort ist die Mittagspause vorbei. Der Große zeigt mir, wie er jetzt im Kita-Garten gelernt hat, eine hohe Kletterstange runterzurutschen. Die Mittlere macht einen vergnügten Eindruck und zeigt mir ihre beiden Zöpfe, die ihr eine Erzieherin nach dem Mittagsschlaf gebunden hat.
Zu viert machen wir uns auf den Weg zum Stall, um unserem Pflegepony einen Besuch abzustatten. Zur Freude der Kinder kommt es heute direkt ans Gatter der Weide, als wir ankommen. Sie merken, dass es sie mittlerweile kennt. Wir holen den Putzkasten, striegeln gemeinsam, bürsten und kratzen die Hufe aus. Dann wird aufgetrenst. Bislang sind wir meist nur mit dem Pony spazieren gegangen, doch von der Besitzerin wissen wir, dass es sich auch reiten lässt. Ich verzichte auf Sattel oder Voltigiergurt. Beide Kinder trauen sich und reiten gleich mehrmals hintereinander. Dabei halten sie sich gut in der Mähne fest. Ich führe sie. Das Babymädchen schläft derweil in der Trage vor meinem Bauch. Ihre großen Geschwister sind mächtig stolz. Zur Belohnung bekommt das Pony die letzte Möhre. Eigentlich hatte ich mehrere eingepackt, doch die meisten wurden schon von meinen kleinen Reitern aufgegessen. Irgendwie nehme ich immer zu wenig Möhren mit zum Stall.
Zurück zuhause sind die Kinder kaum zu bremsen, als sie sehen, dass viele Freunde und Nachbarskinder schon auf der Straße spielen. Fahrrad, Roller und Helme werden rausgeholt und noch bis zum Abendessen draußen gespielt. Zwischendurch kommt der Liebste von seinem Lehrgang zurück, aber nur, um schnell etwas zu essen und sich umzuziehen. Er hat noch einen beruflichen Termin. Ich leite die abendliche Routine ein: Abendessen, Umziehen, Zähne putzen, Vorlesen. Gegen halb 9 schlafen die Kleinste und der Größte. Die Mittlere braucht noch bis um halb 10, um zur Ruhe zu kommen. Ich freue mich schon darauf, wenn sie in der Kita keinen Mittagsschlaf mehr macht, den sie meiner Ansicht nach auch nicht mehr benötigt, und dafür abends eher einschläft.
Jetzt ist noch ein wenig Zeit zu zweit bzw. für uns. Der Liebste schaut noch in seine Lernunterlagen. Und ich greife gleich vielleicht zur Entspannung noch mal für ein paar Runden zu Wolle und Häkelnadel.
Sonntag, 27. August 2017
Sommerferienende (Samstagskaffee #100)
"Hoch die Hände, Wochenende!" ...oder, um es mit unserem Sonntagsjungen zu sagen, der sich diesen Spruch anfangs nur so ungefähr gemerkt hat: "Hände hoch! Es ist Freitag!" Es ist ein sommerliches Wochenende, so dass wir das Kaffeetrinken und Kuchenessen anlässlich des Geburtstags meiner Stiefmutter nach draußen auf die Terrasse verlegen. 

Die letzte Ferienwoche neigt sich dem Ende entgegen. Für mich gab es in dieser Woche schon mal wieder einen Besuch im Büro, zum ersten Mal nach der Geburt. Gemeinsam mit Freunden und Familie haben wir am Mittwoch zudem eine wundervolle Floßfahrt unternommen. Einen weiteren Vormittag haben der Liebste und ich in der Kita damit zugebracht, uns an der alljährlichen, großen Sommerputzaktion zu beteiligen, bei der wir Eltern die Einrichtung einmal komplett einer gründlichen Reinigung unterziehen. Auch in Sachen Hausbau sind wir wieder ein wenig weitergekommen. Unsere größeren Kinder haben in dieser Woche nochmal zwei Tage bei meinen Schwiegereltern verbracht. Gestern habe ich sie gut gelaunt wieder abgeholt. Am heutigen Sonntag gönnen wir uns noch einen schönen, gemeinsamen Ausflug und sehen uns auf einer Freilichtbühne gemeinsam das Stück "Michel in der Suppenschüssel an". Na klar, Nachwirkungen des Schweden-Urlaubs. Für die kommende Woche müssen wir dann allmählich auch alles für den Kindergarten vorbereiten, Wechselwäsche, Kuschelkissen, Matschsachen etc. bereit legen. Am Dienstag geht der Alltag wieder los...
Vorher schaue ich jetzt schnell noch beim Samstagsplausch vorbei. Habt einen schönen Sonntag!
Montag, 31. Juli 2017
Elternzeit-Pläne
Für unsere zwei Kindergartenkinder bricht heute die letzte Kita-Woche vor den Ferien an, für den Liebsten die letzte Arbeitswoche vor seinem zweiten Elternzeitmonat. Bislang haben wir es immer so gemacht, dass er zwei Monate Elternzeit genommen und dafür auch zwei Monate Elterngeld beantragt hat. Der Vorteil: Wenn ein Partner zwölf Monate Elterngeld beantragt und der andere noch zwei, dann werden insgesamt 14 Monate Elterngeld gewährt. Das ist das Maximum. Hätte mein Mann nur einen Monat beantragt, wäre der bei mir abgezogen worden. Warum das so ist, verstehe ich auch nicht. Eine andere Aufteilung (er bleibt länger zu Hause, ich nur kurz) wäre bei uns nicht in Frage gekommen. Einerseits stille ich unsere Kleine, und andererseits gibt es da natürlich auch noch ein finanzielles Argument. Auch wenn in jeder Elterngeld-Broschüre steht, ein Tipp zum Maximieren des Elterngeldes bestehe darin, den Partner mit dem höheren Gehalt Elterngeld beantragen zu lassen; noch mehr Geld bleibt natürlich in der Haushaltskasse, wenn gerade der Partner mit dem höheren Gehalt auch weiter zur Arbeit geht.
Bei den ersten beiden Kindern haben wir diese beiden Elternzeit-Monate bereits gemeinsam genommen. Acht Wochen freie Zeit für uns als Familie, wann gibt es das schon wieder? Wir haben diese gewonnene Zeit bislang oft zum Reisen genutzt. Bei unserem Sonntagsjungen haben wir für einen Monat gemeinsam in Spanien gelebt. Den 13. und 14. Lebensmonat unseres Weihnachtsmädchens haben wir genutzt, um zu viert mit einem Wohnmobil durch Neuseeland zu reisen. Und jetzt?
Ist alles etwas anders, denn neben natürlich vielen noch offenen Reisewünschen gibt es da den Plan von einem neuen, größeren Zuhause. Mit dem Bauvorhaben im nächsten Jahr im Blick haben wir diesmal beschlossen, die Elternzeit anders zu nutzen. Der Liebste nimmt sie diesmal nicht ab dem 1. Geburtstag unserer Kleinen, sondern bereits im ersten und dritten Lebensmonat. So konnte er uns direkt nach der Geburt zur Seite stehen und verbringt nun den August mit uns, wenn es auch in der Kita Ferien gibt.
Für diesen zweiten Elternzeit-Monat haben wir am vergangenen Wochenende schon fleißig Pläne geschmiedet. Neben ein paar familienfreien Urlaubstagen, die sich der Liebste mit ein paar Freunden gönnt, wird viel Zeit für spannende Ausflüge bleiben. Wir werden voraussichtlich meine Schwägerin in Köln besuchen, eine Floßfahrt machen, in den Zoo gehen, Freunde treffen, mit der Kleinsten zur Babymassage gehen und ihre Taufe planen. Ach ja, und den "Tag des offenen Hofes" bei Verwandten von uns werden wir sicherlich auch wieder besuchen. Dort sind im vergangenen Jahr diese Bilder entstanden und wir sind sehr gerne auch in diesem Sommer wieder mit dabei.

Sonntag, 30. Juli 2017
"Don't worry, be Mami" [Rezension]
Seit ein paar Tagen ist es klar: Ich werde nach dem Mutterschutz direkt wieder anfangen zu arbeiten, Teilzeit in der Elternzeit. Der ursprüngliche Plan war das zwar nicht, aber unter veränderten Umständen - insbesondere bei meinem Arbeitgeber - ist eine hoffentlich gute Entscheidung. Die viel zitierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf bringt allerdings auch gleich einen Haufen neue Fragen mit sich: Welche Auswirkungen hat das auf mein Elterngeld bzw. was steckt hinter dem "Elterngeld plus", das ich nun beantragen werde? Welche Folgen hat es für meinen Arbeitsvertrag oder auch für unseren Anspruch auf eine Kinderbetreuung? Wie gehe ich mit Stillzeiten während der Arbeitszeit um? Praktisch, wenn da gerade zeitgleich das passende Rezensionsexemplar für diese Lebenslage ins Haus geflattert kommt.
"Don't worry, be Mami" von Sandra Runge ist laut Verlagsangabe "das juristische Standardwerk zu Schwangerschaft, Geburt und Elternsein". Doch wer meint, hier sei ein eher trockenes Nachschlagewerk zu wesentlichen Rechtsfragen entstanden, der irrt. Die bunten Buchstaben auf dem Cover, die an Kinderzeichnungen erinnern, geben einen entscheidenden Hinweis: Hier hat es jemand geschafft, juristisches Wissen leicht lesenswert in eine flotte, mitunter recht lustige Geschichte zu verpacken.
Die Protagonistin dieser Geschichte erlebt direkt zu Beginn den Super-GAU: Am ersten Tag ihrer Elternzeit erscheint sie im Büro, um sich dort ganz überraschend nur noch ihre Kündigung abzuholen. Nach einem entsprechenden Rechtsstreit und dem Neubeginn bei einem anderen Arbeitgeber wird sie erneut schwanger. Und wieder tauchen rechtliche Fragen auf: Wann sage ich es meiner Chefin? Welche Auswirkungen hat es für die Gestaltung meines Arbeitsplatzes? Im geburtsvorbereitenden Yoga-Kurs trifft sie dann auf einen wahren Fundus an menschlichen wie rechtlichen Herausforderungen. Zugegebenermaßen wirkt die Geschichte hier manchmal wirklich etwas konstruiert. Als Leserin habe ich das aber gerne in Kauf genommen, weil zugleich anhand der Schicksale der verschiedenen Frauen immer neue, rechtliche Fragen aufgeworfen werden: Welchen Nachnamen bekommt das Kind, wenn die Eltern nicht verheiratet sind? Wer bekommt das Sorgerecht nach einer Trennung? Die Antworten auf diese und andere Probleme sind immer wieder direkt mit der Geschichte verwoben, teils auch unter Nennung der entsprechenden Paragraphen oder Gesetzestexte. Die rechtlichen Hinweise sind graphisch abgesetzt, aber auch über das Stichwortverzeichnis im Anhang leicht gezielt zu finden. Dort finden sich zudem noch hilfreiche Mustertexte und Checklisten.
Die Autorin Sandra Runge ist Rechtsanwältin und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Als "smart Mama" bloggt sie seit einiger Zeit zum Thema Elternrechte. Ihr Ratgeber ist quasi als "Buch zum Blog" entstanden und bei blanvalet erschienen. In Berlin hat sie zudem Deutschlands erste Kita mit Coworking-Space gegründet - eine fantastische Idee für Selbständige und Freiberufler, wie ich finde!
Ich habe jedenfalls definitiv eine neue Geschenkidee für die nächste werdende Mutter in meinem Freundeskreis bekommen. Man liest eine kurzweilige Geschichte und macht sich zugleich fit in allen rechtlichen Fragen rund ums Kinderkriegen - eine gute Kombination! Ach ja, und für einen Yoga-Rückbildungskurs habe ich mich jetzt auch angemeldet.
Die Protagonistin dieser Geschichte erlebt direkt zu Beginn den Super-GAU: Am ersten Tag ihrer Elternzeit erscheint sie im Büro, um sich dort ganz überraschend nur noch ihre Kündigung abzuholen. Nach einem entsprechenden Rechtsstreit und dem Neubeginn bei einem anderen Arbeitgeber wird sie erneut schwanger. Und wieder tauchen rechtliche Fragen auf: Wann sage ich es meiner Chefin? Welche Auswirkungen hat es für die Gestaltung meines Arbeitsplatzes? Im geburtsvorbereitenden Yoga-Kurs trifft sie dann auf einen wahren Fundus an menschlichen wie rechtlichen Herausforderungen. Zugegebenermaßen wirkt die Geschichte hier manchmal wirklich etwas konstruiert. Als Leserin habe ich das aber gerne in Kauf genommen, weil zugleich anhand der Schicksale der verschiedenen Frauen immer neue, rechtliche Fragen aufgeworfen werden: Welchen Nachnamen bekommt das Kind, wenn die Eltern nicht verheiratet sind? Wer bekommt das Sorgerecht nach einer Trennung? Die Antworten auf diese und andere Probleme sind immer wieder direkt mit der Geschichte verwoben, teils auch unter Nennung der entsprechenden Paragraphen oder Gesetzestexte. Die rechtlichen Hinweise sind graphisch abgesetzt, aber auch über das Stichwortverzeichnis im Anhang leicht gezielt zu finden. Dort finden sich zudem noch hilfreiche Mustertexte und Checklisten.

Die Autorin Sandra Runge ist Rechtsanwältin und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Als "smart Mama" bloggt sie seit einiger Zeit zum Thema Elternrechte. Ihr Ratgeber ist quasi als "Buch zum Blog" entstanden und bei blanvalet erschienen. In Berlin hat sie zudem Deutschlands erste Kita mit Coworking-Space gegründet - eine fantastische Idee für Selbständige und Freiberufler, wie ich finde!
Ich habe jedenfalls definitiv eine neue Geschenkidee für die nächste werdende Mutter in meinem Freundeskreis bekommen. Man liest eine kurzweilige Geschichte und macht sich zugleich fit in allen rechtlichen Fragen rund ums Kinderkriegen - eine gute Kombination! Ach ja, und für einen Yoga-Rückbildungskurs habe ich mich jetzt auch angemeldet.
Mittwoch, 12. Juli 2017
12 von 12 im Juli 2017
Habt ihr Lust, am heutigen 12. des Monats wieder in 12 Bildern einen kleinen Blick in unseren Alltag werfen zu können? Hereinspaziert, kommt gerne mit:

Heute morgen trödeln wir ganz schön rum. Mit Geburtstagskrone auf dem Kopf (nein, bei uns hat heute niemand Geburtstag) wird noch gespielt und spät gefrühstückt, sodass die Kinder und ich es gerade rechtzeitig zum Morgenkreis um 9 Uhr in die Kita schaffen. Im Regen erledigen das Babymädchen und ich dann noch eine kleine Runde im Ort, bei der Bank, der Musikschule und dem Bäcker vorbei.
Wieder zuhause ist Zeit für einen zweiten Kaffee und Runde Stillen und Kuscheln. Als die kleine Dame danach ein Schläfchen einlegt, schnappe ich mir den Laptop und mache mich daran, mal die Geburtsanzeigen zu gestalten. In den vergangenen Wochen kamen so viele schöne Grüße und Geschenke an; dafür möchten wir uns gerne angemessen bedanken.
Gestern Abend gab es zum Beispiel solch ein großartiges Geschenk: Meine Mädelsrunde, die sich einmal im Monat zum Häkeln trifft, hat für unser Babymädchen ein gemeinsames Geschenk gewerkelt. Schneewittchen und die sieben Zwerge sind jetzt bei uns eingezogen. Gewünscht haben sie sich, dass ich nochmal von allen Figuren zusammen mache, da viele nur ihren eigenen Beitrag zu diesem Projekt gesehen haben. Für den Nachmittag backe ich - in Erinnerung an unseren gerade vergangenen Schwedenurlaub - ein paar Zimtschnecken. Mein Vater kommt vorbei und übernimmt später auch die Kinderbetreuung, damit ich heute Abend noch einen interessanten Termin wahrnehmen kann.
Meine aktuelle Lektüre für die Stillpausen habe ich mir gerade selbst geschenkt, um das Urlaubsgefühl noch ein wenig zu verlängern. Der Sonntagsjunge hilft mir fleißig dabei, die Bälle aus dem Bällchenbad der Kita zu waschen. Dort ist gerade das allsommerliche Großreinemachen dran. Bevor ich dann dem Papaopa das Feld überlasse und mich auf den Weg nach Münster mache, sorgen das Baby und ich noch für einen vollen Bauch und möglichst gute Laune bei der Kleinen. Sie darf/muss mich heute zu meiner Einladung begleiten. Was ich noch vorhabe, erzähle ich dann gerne beim nächsten Mal. Wer neugierig ist, kann aber bei Instagram unter #münsterama schon mal schauen. Und mehr Bilder und Geschichten von heute gibt es wie immer bei Caro.
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