Posts mit dem Label Weihnachtsmädchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachtsmädchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. August 2018

Vor einer Woche... (Samstagskaffee #118)

Es ist Samstag, 6:30 Uhr. Unsere kleinste Maus und ich entscheiden, dass wir den Tag bei den warmen Temperaturen draußen im Strandkorb beginnen können. Im Haus herrscht noch Ruhe. Die anderen drei schlafen noch und werden es auch sicher noch eine Weile tun, denn der gestrige Abend endete spät. Der Liebste war noch mit Kollegen in einem Biergarten in Münster verabredet und ist erst spät die ungefähr 18 km zurückgeradelt. Die größeren Kinder haben noch lange mit mir draußen im Garten auf den Mondaufgang gewartet. Habt ihr es euch auch angeschaut? Der Sonntagsjunge war dann doch kurz vorher eingeschlafen, aber unser kleines Weihnachtsmädchen hat ganz gebannt mit mir die Mondfinsternis bestaunt. Fast noch mehr Begeisterung rief aber (nicht nur bei ihr) hervor, dass wir gestern Nacht auch die ISS vorbeifliegen sahen. In Kombination mit dem ebenfalls gut sichtbaren Mars wahrlich ein Spektakel am gestrigen Nachthimmel. Da lasse ich die Sternengucker heute morgen gerne länger schlafen und genieße solange noch die Ruhe und die Zweisamkeit. Habt ein schönes Wochenende!

Verlinkt beim Samstagsplausch, zu dem ich es derzeit leider nicht so ganz regelmäßig schaffe. Das sieht man auch daran, dass dieser kleine Kaffeeplausch eigentlich schon letzte Woche erscheinen sollte.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Gelesen: Die Unsinkbaren Drei


Nach einer Meuterei bleibt Piratenkapitän Flitschauge allein an Bord seines Schiffes, der „Sturmhölle“ zurück. Doch unverhofft tauchen potentielle neue Mannschaftsmitglieder am Horizont auf, der eine in einem Kochtopf, der andere auf einer Planke, mit einer Suppenkelle paddelnd. Schnell wird klar, dass die beiden Schiffbrüchigen ein gemeinsames Geheimnis verbindet. 

Gräte, der magere Koch, und Bumskopp, der wortkarge Pirat, heuern auf der Sturmhölle an. Gemeinsam mit Flitschauge bilden sie "Die Unsinkbaren Drei", deren Geschichten bereits seit fast 25 Jahren im WDR-Kinderradio KIRAKA laufen. In jeweils relativ kurzen Kapiteln wird in diesem Buch aus der Perspektive des Kapitäns erzählt, wie sie sich kennenlernen und als Mannschaft zusammenwachsen. "Ich betrachtete Bumskopp und Gräte eine Zeit lang von der Seite und wieder wurde mir klar, dass ich da zwei unglaubliche Typen vor mir hatte. Vollblutpiraten ... mit nur einem kleinen Fehler: So manches dachten sie einfach nicht zu Ende." Die Kombination dieser drei unterschiedlichen Charaktere bietet einiges Potential für witzige Kabbeleien und überraschende Wendungen. Natürlich drehen sich die Geschichten, wie es sich bei einem Piratenschiff gehört, um Schatzsuchen und Kaperpläne. Aber auch eine Tiefkühltruhe und ein Fischstäbchen namens Kurt spielen zentrale Rollen.

Ein sehr humorvolles Piratenbuch mit witzigen Geschichten von Wilhelm Nünnerich und schönen Zeichnungen von Thomas Dähne. Spezielle Begriffe aus der Seefahrt werden im Anhang erklärt. Als nettes Extra gibt es zudem eine CD mit fünf Piratenliedern. Geeignet ist das Buch dem cbj Kinder- und Jugendbuchverlag zufolge für Kinder ab 6 Jahren. Unsere beiden Größeren (3 und 5) mochten es aber als abendliches Vorlesebuch ebenfalls schon sehr. Ihr Highlight: Das Kapitel, in dem Gräte eine "Pupssuppe" kocht, um mit den entsprechenden Ergebnissen, zielgerichtet ins Großsegel abgesetzt, die Sturmhölle aus einer Flaute zu befreien.

Samstag, 23. Dezember 2017

Ein wenig Weiß zur Weihnacht... (Samstagskaffee #110)

Nein, diesen Kaffee habe ich mir nicht heute gegönnt. Heute habe ich ihn mit meinem Vater in der Cafeteria eines großen Klinikums getrunken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass das möglich war, denn er hat in dieser Woche einen schweren operativen Eingriff über sich ergehen lassen müssen und diesen besser überstanden, als wir alle im Vorfeld gedacht hätten. Wieder zurück zuhause ist der Rest des Tages schnell vergangen mit den letzten Vorbereitungen für die kommenden Feiertage und den morgigen 3. Geburtstag unseres Weihnachtsmädchens. Vor drei Jahren war diese Nacht für uns sehr spannend...

Für euch habe ich heute ein paar Bilder von unserem Samstag vor einer Woche mitgebracht. Wir sind auf den Kahlen Asten gefahren, einen der höchsten Berge in Nordrhein-Westfalen. So viel Schnee habe ich schon lange nicht mehr gesehen und die Kinder wohl noch nie. Alle Farben waren verschwunden, die Welt in schwarz-weiß-grau gezeichnet. Die Landschaft sah wirklich verzaubert aus. Mit diesen Bildern wünsche ich euch ein paar zauberhafte und möglichst sorgenfreie Feiertage! Und wer noch Lust auf ein kleines Weihnachtsgeschenk hat: Bis morgen ist der Lostopf bei meiner Verlosung noch geöffnet; vielleicht versucht ihr schnell noch euer Glück?





Verlinkt beim Samstagsplausch, mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.

Freitag, 15. September 2017

Messebesuch bei der "Nadel und Faden"

Den heutigen Vormittag habe ich mir frei genommen. Nachdem ich die größeren Kinder zur Kita gebracht hatte, machten das Baby und ich uns auf den Weg nach Osnabrück, etwa eine Autostunde von uns entfernt. Dort startete heute die "Nadel und Faden", eine Messe für Textilkunst und Handarbeit. Ich hatte bereits seit längerem überlegt, dorthin zu fahren. Als ich dann gesehen habe, dass ich als Bloggerin sogar freien Eintritt bekommen kann, war die Entscheidung schnell gefallen. Schon vor einiger Zeit kam meine Freikarte mit der Post und sorgte für Vorfreude. 
Hingefahren bin ich nur mit der Jüngsten, ohne weitere Begleitung. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, finde ich das manchmal einfacher so, weil ich mich dann ganz auf ihr Tempo einlassen kann. Braucht sie eine Pause, bekommt sie eine. Bekommt sie Hunger, gibt es etwas zu trinken. Ist sie wach und aufmerksam, schaut sie mit mir rum und ich achte darauf, dass sie zufrieden ist. So war der Messebesuch für uns beide ziemlich entspannt und ich konnte mir in Ruhe alles ansehen.
Zu sehen gibt es in der OsnabrückHalle noch bis Sonntag viele Stände mit Stoffen in allen Farben des Regenbogens, Wolle, Garn, Stickpackungen und diverses Zubehör. Das Publikum ist überwiegend weiblich. Genüßlich bin ich an den Ständen vorbeigeschlendert. Gerade im Handarbeitsbereich macht das Bestellen im Internet ja zumindest mir keinen besonderen Spaß. Zu wichtig ist einfach die Haptik eines Stoffes, einer Wolle oder auch die tatsächliche Wirkung von Farben. Wirklich gestaunt habe ich über so manchen ausgestellten Quilt. Da waren echte Hingucker dabei!
Ohne das Programmheft hätte ich übrigens einen interessanten Teil der Messe verpasst: Die Sonderschauen. Die Räume dafür lagen etwas abseits. Besonders gut gefallen hat mir die Ausstellung "Musik trifft Stoff". Hier haben sich sieben Textilkünstlerinnen von Musikstücken aus verschiedenen Bereichen (Klassik, Musical, Gospel, Techno etc.) inspirieren lassen. Die jeweiligen Stücke konnte man sich beim Betrachten der Quilts anhören. 
Was ich ein klein wenig schade fand: Der Bereich "Häkeln", der für mich am interessantesten gewesen wäre, war im Vergleich zu anderen eher etwas unterrepräsentiert. Dafür habe ich wieder einmal festgestellt, dass ich wirklich irgendwann mal stricken lernen muss! Über rudimentäre Grundkenntnisse geht es da bei mir noch nicht hinaus. Dabei gibt es so wunderbare Modelle, Anleitungen und Garne in diesem Bereich! Mal wieder richtig Lust auf Kreuzstich hat mir zudem der beeindruckende Stand von "Liebevolle Kreuzstichentwürfe" gemacht.
Gut, dass ich nicht soviel Geld bei mir hatte. An manchen Ständen war allerdings auch Kartenzahlung möglich, so dass doch die ein oder andere Kleinigkeit mit nach Hause genommen wurde. Dort hat mein Weihnachtsmädchen beim Auspacken natürlich sofort erkannt, was ich für sie mitgebracht habe...
Mein Fazit: Wenn man nicht allzu weit weg wohnt und sich in seiner Freizeit gerne mit Handarbeiten beschäftigt, ist diese Messe sicher ein lohnenswertes Ziel!

Montag, 31. Juli 2017

Elternzeit-Pläne

Für unsere zwei Kindergartenkinder bricht heute die letzte Kita-Woche vor den Ferien an, für den Liebsten die letzte Arbeitswoche vor seinem zweiten Elternzeitmonat. Bislang haben wir es immer so gemacht, dass er zwei Monate Elternzeit genommen und dafür auch zwei Monate Elterngeld beantragt hat. Der Vorteil: Wenn ein Partner zwölf Monate Elterngeld beantragt und der andere noch zwei, dann werden insgesamt 14 Monate Elterngeld gewährt. Das ist das Maximum. Hätte mein Mann nur einen Monat beantragt, wäre der bei mir abgezogen worden. Warum das so ist, verstehe ich auch nicht. Eine andere Aufteilung (er bleibt länger zu Hause, ich nur kurz) wäre bei uns nicht in Frage gekommen. Einerseits stille ich unsere Kleine, und andererseits gibt es da natürlich auch noch ein finanzielles Argument. Auch wenn in jeder Elterngeld-Broschüre steht, ein Tipp zum Maximieren des Elterngeldes bestehe darin, den Partner mit dem höheren Gehalt Elterngeld beantragen zu lassen; noch mehr Geld bleibt natürlich in der Haushaltskasse, wenn gerade der Partner mit dem höheren Gehalt auch weiter zur Arbeit geht. 
Bei den ersten beiden Kindern haben wir diese beiden Elternzeit-Monate bereits gemeinsam genommen. Acht Wochen freie Zeit für uns als Familie, wann gibt es das schon wieder? Wir haben diese gewonnene Zeit bislang oft zum Reisen genutzt. Bei unserem Sonntagsjungen haben wir für einen Monat gemeinsam in Spanien gelebt. Den 13. und 14. Lebensmonat unseres Weihnachtsmädchens haben wir genutzt, um zu viert mit einem Wohnmobil durch Neuseeland zu reisen. Und jetzt?
Ist alles etwas anders, denn neben natürlich vielen noch offenen Reisewünschen gibt es da den Plan von einem neuen, größeren Zuhause. Mit dem Bauvorhaben im nächsten Jahr im Blick haben wir diesmal beschlossen, die Elternzeit anders zu nutzen. Der Liebste nimmt sie diesmal nicht ab dem 1. Geburtstag unserer Kleinen, sondern bereits im ersten und dritten Lebensmonat. So konnte er uns direkt nach der Geburt zur Seite stehen und verbringt nun den August mit uns, wenn es auch in der Kita Ferien gibt. 
Für diesen zweiten Elternzeit-Monat haben wir am vergangenen Wochenende schon fleißig Pläne geschmiedet. Neben ein paar familienfreien Urlaubstagen, die sich der Liebste mit ein paar Freunden gönnt, wird viel Zeit für spannende Ausflüge bleiben. Wir werden voraussichtlich meine Schwägerin in Köln besuchen, eine Floßfahrt machen, in den Zoo gehen, Freunde treffen, mit der Kleinsten zur Babymassage gehen und ihre Taufe planen. Ach ja, und den "Tag des offenen Hofes" bei Verwandten von uns werden wir sicherlich auch wieder besuchen. Dort sind im vergangenen Jahr diese Bilder entstanden und wir sind sehr gerne auch in diesem Sommer wieder mit dabei.

Samstag, 1. Juli 2017

Samstagskaffee #94

Eigentlich ist dieser Samstag ein ziemlich normaler Samstag für uns. Wir machen das, was wir oft samstags machen: schlafen ein wenig länger, frühstücken noch im Schlafanzug, kümmern uns um das Geschirr und die Wäsche, erledigen den Einkauf, fahren das schmutzige Auto mal in die Waschstraße, spielen im Garten, gönnen uns zum Nachmittagskaffee ein leckeres Stück Kuchen.
Und doch ist es ganz anders, denn den Samstagskaffee mit Blaubeerkuchen gibt es im Garten unseres roten Ferienhauses in Südschweden. Gegen Abend nehme ich mir dann eine weitere Tasse Kaffee mit an den Bootssteg und kuschel dort mit dem Baby, während die anderen noch eine Runde mit dem Ruderboot rausfahren. Als wir wieder ins Haus zurück gehen, sagt unser Sohn: "Hach, war das ein schöner Tag!" Es braucht eben auch nicht immer Programm (so wie *hier*), schließlich sind wir ja im Urlaub...
Verlinkt mit schönen Grüßen aus Schweden bei Andreas Samstagsplausch.

Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 im Juni 2017

Wie im Flug sind die letzten Tage hier vergangen, in denen sich unser Leben nochmal rasant verändert hat. Am heutigen 12. des Monats lasse ich euch gerne - wie immer in 12 Bildern, gesammelt bei Caro - an unserem neuen Alltag teilhaben. 
Um 6:30 Uhr wird bei uns in der Regel als erster unser Sohn wach. Im Beistellbettchen neben mir regt sich allerdings auch schon etwas. Seit genau einer Woche gehört sie nun zu uns, unser drittes Kind, unsere zweite Tochter, unsere kleine Schwester. Gab es jemals eine Zeit, in der sie nicht da war? Schon schwer vorstellbar, so selbstverständlich fügt sie sich hier ein. Unsere beiden Großen sind unglaublich stolz und neugierig auf alles, was der Alltag mit Baby nun mit sich bringt. Und wir als Eltern freuen uns sehr über dieses kleine und doch so große Glück.
Morgens nach dem Aufstehen landen nun also gleich drei Windeln im Eimer (unser Sonntagsjunge braucht derzeit für die Nacht noch eine). Gewaschen und angezogen geht es an den Frühstückstisch. Auch die Kleine verlangt eine Mahlzeit. Gemeinsam mit dem Liebsten, der in diesem ersten Lebensmonat Elternzeit hat, bringe ich die Kinder zum Kindergarten. Vor unserer Haustür hängt derzeit noch eine Leine mit Babysachen, mit der die Nachbarn vor unserer Rückkehr aus dem Krankenhaus den Eingang geschmückt haben.
Wieder zuhause vergeht der Vormittag mit Aufräumen, Kuscheln und immer wieder ... stillen. Die Abstände sind noch recht kurz, die Stillzeiten noch eher lang, aber das wird sich schon einpendeln. Immerhin trinkt sie prima und nimmt fleißig zu. Ich schnappe mir zwischendurch mal mein aktuelles Häkelprojekt. Eigentlich mache ich das immer nur, wenn die Kinder abends im Bett sind, aber dieses steht kurz vor dem Abschluss und es juckt mich in den Fingern, es fertigzustellen. A apropos Häkeln: Eines der niedlichsten Babygeschenke hat uns vor ein paar Tagen erreicht: Geschichten aus dem Mäusehaus und zwei passende, selbstgefertigte Mäuse dazu. Die wurden hier sofort adoptiert!
Der Liebste nutzt die freie Zeit, um seinen nächsten Urlaub vorzubereiten. Mittlerweile recht regelmäßig schwingt er sich einmal im Jahr mit ein paar Freunden auf die Leeze und genießt eine sportliche Auszeit vom Familien- und Berufsalltag. Im August soll es die Elbe entlang gehen. Wir holen die Kinder vom Kindergarten ab. Der Sonntagsjunge und ich spielen eine Runde mit seinen Autos. Er ist die Polizei, ich die Feuerwehr. Zum Glück gibt es heute viele Einsätze, in denen gleichzeitig ein Brand gelöscht und ein Räuber gefangen werden muss. Später geht es für ihn zur Musikschule. Ich mache mir in der Zeit eine Tasse Tee, die hoffentlich gut für Babys Verdauung ist. So ganz meine Geschmacksrichtung ist das nämlich wirklich nicht.
Nach dem Abendessen fällt mir beim Zähneputzen im Bad auf, dass sich hier mit mittlerweile zwei Mädchen im Haus doch so einiges verändert. Sooo viel Rosa und Pink gab es hier früher nicht... Als Bettlektüre sucht sich unser Sonntagsjunge heute ein eher ungewöhnliches Buch aus. Obwohl - so ungewöhnlich ist das in diesen Tagen vielleicht doch nicht. Wir schauen uns also noch einige Bilder davon an, wie Babys im Bauch wachsen und wie sie da herauskommen. Dann wird das Nachtlicht eingeschaltet und das Licht gelöscht. Zumindest für unsere Kinder geht dieser Tag allmählich zu Ende...

Samstag, 15. April 2017

Samstagskaffee #87 - Norderney

Es ist schon etwas her, dass ich hier zuletzt mal kurz meinen "Samstagskaffee" genutzt habe, um ein wenig zu plauschen. Lustigerweise kam mein letzter Kaffee vor einem Monat von der Nordseeküste, habe ich gesehen. Das passt insofern ganz gut, als ich Glückspilz auch heute meinen Kaffee an der Nordsee genießen kann. (Und ja, irgendwann ziehe ich einfach ans Meer!) Seit gestern verbringen meine Familie und ich ein paar Tage auf einer meiner Lieblingsinseln: Norderney. Die Wettervorhersage sah im Vorfeld für diese Tage nicht besonders gut aus. Bislang weht zwar ein kräftiger Wind, der zugleich aber alle Regenwolken einfach schnell über die Insel hinweg treibt. 
Unser heutiger Plan für den Nachmittag, mit den Kindern und ihren Rädern eine Tour an der Strandpromenade entlang zu machen, wurde allerdings von diesem Wind durchkreuzt. Das Weihnachtsmädchen drohte, mit ihrem Laufrad einfach umgeweht zu werden. Da haben wir uns doch lieber zu Fuß und mit Rückenwind bis zum Surfcafé pusten lassen, um uns dort mit Blick auf ein paar unerschrockene Kitesurfer in dicken Neoprenanzügen mit Kaffee, Kakao und frischem Pfefferminztee ("Papa, warum ist da Salat in deinem Glas?") zu stärken. Ich wünsche euch schöne Ostertage!

Donnerstag, 6. April 2017

Was machst du eigentlich?

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" ...fragt Frau Brüllen auf ihrem Blog jeden 5. eines Monats und lädt dazu ein, einfach mal einen Tag wie einen Tagebucheintrag zu dokumentieren. Gestern tobte hier das ganz normale Leben, so dass ich gar nicht dazugekommen bin, etwas aufzuschreiben. Das hole ich heute aber gerne nach. 

Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr. Die Nacht war unruhig, insbesondere bei unserem Sonntagsjungen, der seit dem Vortag vermutlich unter einer Bindehautentzündung leidet. Eigentlich ist heute mein erster bürofreier Tag. Am Dienstag habe ich mich bei meinem Team mit einem gemeinsamen Frühstück vorerst verabschiedet und eine letzte Übergabe mit meiner Elternzeitvertretung gemacht. Jetzt habe ich noch ein paar Urlaubstage, bevor an Ostern offiziell der Mutterschutz startet. Ausschlafen ist aber dennoch nicht dran. Wie gewohnt stehen wir auf und machen die Kinder und uns fertig für den Tag. 
Für heute habe ich unsere beiden vom Kindergarten abgemeldet. Langweilig wird uns aber sicher nicht. Um 8 Uhr klingelt ein Handwerker. Im Bad muss etwas repariert werden, u.a. ein tropfender Wasserhahn. Die Kinder schauen gebannt zu. Als alles wieder in Ordnung ist, machen wir uns auf den Weg zur Augenarztpraxis. Wie erwartet: beidseitige Bindehautentzündung. Zum Glück stellt sich heraus, dass ich gestern schon auf Verdacht mit dem passenden Medikament angefangen hatte und dem Sonntagsjungen geht es schon deutlich besser.Wir gönnen uns nach dem Arztbesuch einen ausführlicheren Spaziergang durch den Ort, erledigen ein paar Kleinigkeiten und bleiben an der ein oder anderen Wippe sowie unserem öffentlichen Bücherregal stehen, untergebracht in einer alten, britischen Telefonzelle. Wieder zuhause mache ich uns etwas zu essen. Anschließend wird gespielt. Der Postbote bringt endlich einen neuen "Rabenwürfel". Das dazugehörige "Obstgarten-Spiel" konnten wir schon seit ein paar Monaten nicht mehr spielen, weil der Würfel irgendwie verschwunden ist. Gut, dass manche Spieleverlage so einen praktischen Nachbestellservice haben.Am späteren Nachmittag treffen wir uns mit zwei Freundinnen und deren Kindern in einem Café. Die Augenärztin hatte dafür grünes Licht gegeben. Die Kinder verschwinden sofort in der Spielecke und wir Großen haben etwas Zeit, um Neuigkeiten, Urlaubseindrücke und Alltagserfahrungen auszutauschen. Insbesondere unsere drei Jungen kennen sich schon aus der Krabbelgruppe und brauchen erfahrungsgemäß - so auch heute - sehr wenig Zeit, um miteinander warm zu werden. Wieder zuhause lasse ich unserem Sonntagsjungen noch eine Badewanne ein. Während ich das Weihnachtsmädchen umziehe, wird deutlich, wie müde sie schon ist. Mir fällt auf, dass sie heute ansonsten aber schon wieder ohne Mittagsschlaf ausgekommen ist. Der Liebste kommt nach Hause, wir essen zu Abend und ich mache mich nochmal auf den Weg: Elternabend im Kindergarten. Ein ziemlich normaler, arbeitsfreier Tag eben.