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Sonntag, 19. Mai 2019

Ein Lebenszeichen von unterwegs

Stürmische Zeiten liegen im letzten halben Jahr hinter uns. Ich will gar nicht alles aufzählen, was sich an teils recht kräftezehrenden Lebensereignissen zuletzt bei uns aneinandergereiht hat. Ganz allmählich fühlt es sich aber so an, als würden wir wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Damit eröffnen sich für mich vielleicht auch wieder mehr Räume für Dinge, die in den vergangenen Monaten sehr kurz kamen oder ganz wegfielen mussten, mir aber dennoch nach wie vor Spaß machen. Dieser Blog gehört dazu. Zu viel versprechen möchte ich auch nicht, aber ich würde mich selbst freuen, wenn ich es ab und an mal wieder schaffen würde, hier einen kleinen Einblick in meinen Alltag, unser Familienleben im Münsterland, Gelesenes, Gehäkeltes und manches mehr zu geben. Irgendwie ist das auch für mich selbst schon zu einer Art Chronik geworden, in die ich gern ab und an mal reinschaue. Und wenn dann noch der/die ein oder andere ebenfalls Lust hat, hier gelegentlich vorbeizuschauen, freue ich mich umso mehr. 
Für heute gibt es einen kleinen Einblick in das zurückliegende Wochenende. Ich konnte mir, dank tatkräftiger Unterstützung durch meine Schwiegerfamilie, eine kleine Auszeit gönnen, die ich mit drei Freundinnen in der Umgebung von Würzburg verbracht habe. Gemeinsam draußen in der Sonne frühstücken, in den Weinbergen spazieren gehen, Eisbecher am Main genießen und vor allem: Zeit füreinander zu haben, dafür hat sich die lange Zugfahrt aus dem Münsterland jeweils absolut gelohnt! 



Samstag, 26. Mai 2018

Wildpferdefang im Merfelder Bruch

Nur circa 20 Autominuten von uns entfernt lebt halbwild eine Pferdeherde im Merfelder Bruch. Immer einmal im Jahr, am letzten Samstag im Mai, werden die Dülmener Wildlinge in eine eigens dafür angelegte Arena getrieben und die Jährlingshengste herausgefangen. Das ist nötig, um Rivalitäten unter den Hengsten zu vermeiden. Es ist aber zugleich auch ein ziemliches Spektakel für Münsterländer und Touristen. In diesem Jahr haben wir ganz kurzfristig die Möglichkeit bekommen, es uns anzusehen. Im regulären Verkauf der heiß begehrten Tickets hatte ich diesmal kein Glück, doch dann bekamen wir gestern Karten angeboten, die jemand anderes nicht wahrnehmen konnte. So haben wir uns heute mit den Kindern und viel Getränken und Sonnenschutz im Gepäck auf den Weg in die Wildpferdebahn gemacht. Nach dem sehenswerten Vorprogramm folgte gegen 15 Uhr ein immer wieder besonderer Moment: 15.000 Menschen halten den Atem an, um in der Ferne schon donnergrollartig das Dröhnen der Pferdehufe zu hören. Es staubt ordentlich, als die Herde in die Arena einläuft. Junge Männer teilen dann von dieser großen Gruppe immer wieder kleinere ab, um aus diesen die Jährlingshengste mit der Hand herauszufangen und ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Halfter anzulegen. Zum Schluss werden die Stuten und ihre Fohlen wieder in die Freiheit entlassen. Ein Jahr lang haben sie nun wieder ihre Ruhe.











Ein wirklich besonderes Erlebnis, das ich im Rahmen des Samstagsplauschs gerne mit euch teile.

Dienstag, 1. Mai 2018

Bee creative...

Was für ein ungewöhnlicher Moment gerade: Ich sitze morgens (!) mit einer Tasse Kaffee am Schreibtisch, denn der Rest schläft noch tief und fest. Nachdem unsere Größeren um fünf und um sieben mal kurz wach waren, haben sie sich doch tatsächlich entschieden, einfach nochmal weiterzuschlafen. Schließlich ist heute frei: 1. Mai. Und die Allerkleinste ist ohnehin eher im Eulen-, als im Lerchenteam zuhause. Nur ich bin nun einfach wach. Draußen toben Regen und Wind. Nach gemütlichem Ausflugswetter für eine längere Radtour oder Wanderung sieht es heute wirklich nicht aus. Am Wochenende war das Wetter noch schöner. Da sind auch diese Bilder der kleinen, pummeligen Honigbiene entstanden, die in unserem Apfelbaum gelandet war. Mit ihr beteilige ich mich gerne an der Aktion "A place to bee", mit der der BUND Naturschutz auf das Bienensterben aufmerksam macht und die Bundesregierung zu konkreten Gegenmaßnahmen auffordert. Am Weltbienentag, dem 20. Mai, wird es dazu eine große Aktion in Berlin geben. Dabei sollen die kleinen Häkelbienen als Botschafterinnen für ihre natürlichen Artgenossen eingesetzt werden. Bis zum 15. Mai können für diesen guten Zweck noch Häkelbienen eingeschickt werden. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, mitzumachen? Je mehr, desto besser! Alle Infos, inklusive der Anleitung, gibt es *hier*. Habt einen schönen Feiertag!



Verlinkt bei: liebste Maschen, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, HäkelLine und dem Creadienstag.

Samstag, 23. Dezember 2017

Ein wenig Weiß zur Weihnacht... (Samstagskaffee #110)

Nein, diesen Kaffee habe ich mir nicht heute gegönnt. Heute habe ich ihn mit meinem Vater in der Cafeteria eines großen Klinikums getrunken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass das möglich war, denn er hat in dieser Woche einen schweren operativen Eingriff über sich ergehen lassen müssen und diesen besser überstanden, als wir alle im Vorfeld gedacht hätten. Wieder zurück zuhause ist der Rest des Tages schnell vergangen mit den letzten Vorbereitungen für die kommenden Feiertage und den morgigen 3. Geburtstag unseres Weihnachtsmädchens. Vor drei Jahren war diese Nacht für uns sehr spannend...

Für euch habe ich heute ein paar Bilder von unserem Samstag vor einer Woche mitgebracht. Wir sind auf den Kahlen Asten gefahren, einen der höchsten Berge in Nordrhein-Westfalen. So viel Schnee habe ich schon lange nicht mehr gesehen und die Kinder wohl noch nie. Alle Farben waren verschwunden, die Welt in schwarz-weiß-grau gezeichnet. Die Landschaft sah wirklich verzaubert aus. Mit diesen Bildern wünsche ich euch ein paar zauberhafte und möglichst sorgenfreie Feiertage! Und wer noch Lust auf ein kleines Weihnachtsgeschenk hat: Bis morgen ist der Lostopf bei meiner Verlosung noch geöffnet; vielleicht versucht ihr schnell noch euer Glück?





Verlinkt beim Samstagsplausch, mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.

Freitag, 25. August 2017

Floßfahrt in der Steveraue

Eine Floßfahrt in der Steveraue bei Olfen ist ein lohnenswertes Ziel für einen sommerlichen Ausflug mit der Familie im Münsterland. Habt ihr Lust, uns ein wenig zu begleiten?
Im vergangenen Monat haben wir meinem Bruder einen Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug zum Geburtstag geschenkt. Den haben wir in dieser Woche eingelöst. Das hat nicht nur dem Geburtstagskind viel Vergnügen bereitet. Gemeinsam mit Familie und Freunden sind wir in die Stadt Olfen gefahren, ca. 40 km von Münster entfernt. Dort fließt die Stever entlang, auf ihrem Weg von den Baumbergen bis zum Halterner Stausee. An der Kökelsumer Brücke erwartete uns unser Floßführer. Bis zu 15 Personen kann er auf dem rechteckigen Boot mitnehmen. Die Fahrt führt auf dem mäandernden Fluß durch eine wundervolle Auenlandschaft. Der Stadt Olfen dienten diese Flächen als Ausgleich für verschiedene Bauvorhaben. Jetzt sorgt man hier dafür, dass der Flusslauf und die Ufer der Stever zunehmend wieder ihren ursprünglichen Zustand erreichen. Heckrinder, Wildpferde (Koniks) und Poitou-Esel leben hier. Zwei Storchenhorste sind besetzt. Viele Wasservögel kann man bei der Fahrt beobachten. Unser Floßführer informierte uns ausführlich und kurzweilig über die Entstehung der Aue und ihre Bewohner. Nach 1,5 Stunden kamen wir wieder an der Kökelsumer Brücke an. Ein tolles Projekt und ein besonderes Ausflugsziel hier in der Umgebung.
Wer auch mal mitfahren möchte: An jedem 1. und 3. Sonntag im Monat finden im Sommer öffentliche Floßfahrten statt, jeweils fünf am Tag. Die Abfahrtszeiten sind um 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr und 19 Uhr. Karten gibt es dann direkt vor Ort am Anleger, ab 10:30 Uhr. Kinder unter 10 Jahren sind frei, Erwachsene zahlen jeweils 5 Euro. Wir haben eine private Fahrt gebucht. Die kostet 60 Euro und es können bis zu 15 Personen mitfahren. Mehr Informationen gibt es *hier*. 
Und nein, die Stadt Olfen hat diesen Beitrag nicht gesponsert. Uns hat es einfach nur richtig gut gefallen!

Montag, 31. Juli 2017

Elternzeit-Pläne

Für unsere zwei Kindergartenkinder bricht heute die letzte Kita-Woche vor den Ferien an, für den Liebsten die letzte Arbeitswoche vor seinem zweiten Elternzeitmonat. Bislang haben wir es immer so gemacht, dass er zwei Monate Elternzeit genommen und dafür auch zwei Monate Elterngeld beantragt hat. Der Vorteil: Wenn ein Partner zwölf Monate Elterngeld beantragt und der andere noch zwei, dann werden insgesamt 14 Monate Elterngeld gewährt. Das ist das Maximum. Hätte mein Mann nur einen Monat beantragt, wäre der bei mir abgezogen worden. Warum das so ist, verstehe ich auch nicht. Eine andere Aufteilung (er bleibt länger zu Hause, ich nur kurz) wäre bei uns nicht in Frage gekommen. Einerseits stille ich unsere Kleine, und andererseits gibt es da natürlich auch noch ein finanzielles Argument. Auch wenn in jeder Elterngeld-Broschüre steht, ein Tipp zum Maximieren des Elterngeldes bestehe darin, den Partner mit dem höheren Gehalt Elterngeld beantragen zu lassen; noch mehr Geld bleibt natürlich in der Haushaltskasse, wenn gerade der Partner mit dem höheren Gehalt auch weiter zur Arbeit geht. 
Bei den ersten beiden Kindern haben wir diese beiden Elternzeit-Monate bereits gemeinsam genommen. Acht Wochen freie Zeit für uns als Familie, wann gibt es das schon wieder? Wir haben diese gewonnene Zeit bislang oft zum Reisen genutzt. Bei unserem Sonntagsjungen haben wir für einen Monat gemeinsam in Spanien gelebt. Den 13. und 14. Lebensmonat unseres Weihnachtsmädchens haben wir genutzt, um zu viert mit einem Wohnmobil durch Neuseeland zu reisen. Und jetzt?
Ist alles etwas anders, denn neben natürlich vielen noch offenen Reisewünschen gibt es da den Plan von einem neuen, größeren Zuhause. Mit dem Bauvorhaben im nächsten Jahr im Blick haben wir diesmal beschlossen, die Elternzeit anders zu nutzen. Der Liebste nimmt sie diesmal nicht ab dem 1. Geburtstag unserer Kleinen, sondern bereits im ersten und dritten Lebensmonat. So konnte er uns direkt nach der Geburt zur Seite stehen und verbringt nun den August mit uns, wenn es auch in der Kita Ferien gibt. 
Für diesen zweiten Elternzeit-Monat haben wir am vergangenen Wochenende schon fleißig Pläne geschmiedet. Neben ein paar familienfreien Urlaubstagen, die sich der Liebste mit ein paar Freunden gönnt, wird viel Zeit für spannende Ausflüge bleiben. Wir werden voraussichtlich meine Schwägerin in Köln besuchen, eine Floßfahrt machen, in den Zoo gehen, Freunde treffen, mit der Kleinsten zur Babymassage gehen und ihre Taufe planen. Ach ja, und den "Tag des offenen Hofes" bei Verwandten von uns werden wir sicherlich auch wieder besuchen. Dort sind im vergangenen Jahr diese Bilder entstanden und wir sind sehr gerne auch in diesem Sommer wieder mit dabei.