Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 im Juli 2017

Habt ihr Lust, am heutigen 12. des Monats wieder in 12 Bildern einen kleinen Blick in unseren Alltag werfen zu können? Hereinspaziert, kommt gerne mit:
Heute morgen trödeln wir ganz schön rum. Mit Geburtstagskrone auf dem Kopf (nein, bei uns hat heute niemand Geburtstag) wird noch gespielt und spät gefrühstückt, sodass die Kinder und ich es gerade rechtzeitig zum Morgenkreis um 9 Uhr in die Kita schaffen. Im Regen erledigen das Babymädchen und ich dann noch eine kleine Runde im Ort, bei der Bank, der Musikschule und dem Bäcker vorbei.
Wieder zuhause ist Zeit für einen zweiten Kaffee und Runde Stillen und Kuscheln. Als die kleine Dame danach ein Schläfchen einlegt, schnappe ich mir den Laptop und mache mich daran, mal die Geburtsanzeigen zu gestalten. In den vergangenen Wochen kamen so viele schöne Grüße und Geschenke an; dafür möchten wir uns gerne angemessen bedanken.
Gestern Abend gab es zum Beispiel solch ein großartiges Geschenk: Meine Mädelsrunde, die sich einmal im Monat zum Häkeln trifft, hat für unser Babymädchen ein gemeinsames Geschenk gewerkelt. Schneewittchen und die sieben Zwerge sind jetzt bei uns eingezogen. Gewünscht haben sie sich, dass ich nochmal von allen Figuren zusammen mache, da viele nur ihren eigenen Beitrag zu diesem Projekt gesehen haben. Für den Nachmittag backe ich - in Erinnerung an unseren gerade vergangenen Schwedenurlaub - ein paar Zimtschnecken. Mein Vater kommt vorbei und übernimmt später auch die Kinderbetreuung, damit ich heute Abend noch einen interessanten Termin wahrnehmen kann. 
Meine aktuelle Lektüre für die Stillpausen habe ich mir gerade selbst geschenkt, um das Urlaubsgefühl noch ein wenig zu verlängern. Der Sonntagsjunge hilft mir fleißig dabei, die Bälle aus dem Bällchenbad der Kita zu waschen. Dort ist gerade das allsommerliche Großreinemachen dran. Bevor ich dann dem Papaopa das Feld überlasse und mich auf den Weg nach Münster mache, sorgen das Baby und ich noch für einen vollen Bauch und möglichst gute Laune bei der Kleinen. Sie darf/muss mich heute zu meiner Einladung begleiten. Was ich noch vorhabe, erzähle ich dann gerne beim nächsten Mal. Wer neugierig ist, kann aber bei Instagram unter #münsterama schon mal schauen. Und mehr Bilder und Geschichten von heute gibt es wie immer bei Caro.


Samstag, 1. Juli 2017

Samstagskaffee #94

Eigentlich ist dieser Samstag ein ziemlich normaler Samstag für uns. Wir machen das, was wir oft samstags machen: schlafen ein wenig länger, frühstücken noch im Schlafanzug, kümmern uns um das Geschirr und die Wäsche, erledigen den Einkauf, fahren das schmutzige Auto mal in die Waschstraße, spielen im Garten, gönnen uns zum Nachmittagskaffee ein leckeres Stück Kuchen.
Und doch ist es ganz anders, denn den Samstagskaffee mit Blaubeerkuchen gibt es im Garten unseres roten Ferienhauses in Südschweden. Gegen Abend nehme ich mir dann eine weitere Tasse Kaffee mit an den Bootssteg und kuschel dort mit dem Baby, während die anderen noch eine Runde mit dem Ruderboot rausfahren. Als wir wieder ins Haus zurück gehen, sagt unser Sohn: "Hach, war das ein schöner Tag!" Es braucht eben auch nicht immer Programm (so wie *hier*), schließlich sind wir ja im Urlaub...
Verlinkt mit schönen Grüßen aus Schweden bei Andreas Samstagsplausch.

IKEA-Museum in Älmhult

Wir sind derzeit ja in Südschweden und genießen dort einige Tage Sommerurlaub. Vor fünf Jahren sind der Liebste und ich schon einmal hierher gereist. Viele Orte sehen wir nun ein zweites Mal, und doch jeden davon in Begleitung unserer Kinder mit ganz anderen Augen. Ein paar sind aber auch für uns völlig neu. Dazu gehört das IKEA-Museum in Älmhult.
In Älmhult sitzt die Zentrale des Möbelkonzerns. Hier stand auch das erste Einrichtungshaus. In genau diesem Gebäude ist seit dem vergangenen Jahr 2016 nun ein IKEA-Museum eingerichtet, in dem man sich über die Entstehungsgeschichte, die Erfolge, die Designs und die Philosophie informieren kann. Wir haben dort in dieser Woche einen Stopp eingelegt, der sich meiner Ansicht nach wirklich gelohnt hat. Besonders gefallen hat mir, dass das Museum nicht nur gut strukturiert, sondern mit Liebe zum Detail und durchaus auch etwas Humor eingerichtet ist. Die Außenseiten mancher Ausstellungsecken sind zum Beispiel wie große IKEA-Kartons gestaltet. Man konnte in einem vorbereiteten Setting ein Bild von sich selbst auf einem Katalog-Cover machen. Interessant waren auch die komplett eingerichteten Zimmer, die beispielhaft Modelle aus verschiedenen, zurückliegenden Jahrzehnten darstellten. Oh ja, da haben wir teils durchaus einiges wiedererkannt. Zwei dieser Zimmer hingen übrigens unter der Decke; ein ungewöhnlicher Perspektivwechsel. Der Höhepunkt für unsere Kinder war aber die Kugelbahn, die sich über alle Stockwerke durch das Treppenhaus zog. Wenn es die mal bei IKEA im Sortiment gäbe, ich wäre sehr versucht...
Geöffnet täglich von 10-19 Uhr. Wir haben 120 SEK Eintritt für uns zwei Erwachsene gezahlt. Für Kinder muss erst ab dem 6. Lebensjahr Eintritt gezahlt werden.

Sonntag, 25. Juni 2017

Samstagskaffee #93 ... in Bullerbü

Am Donnerstagmorgen sind wir in Schweden angekommen, in dem roten Holzhaus, in dem wir nun ein paar Sommertage verbringen können. Nachdem wir am Freitag ein traditionelles Mittsommerfest erlebt haben, sind wir am Samstag nach Bullerbü gefahren. Genau genommen: Nach Sevedstorp, denn so heißt die kleine Ansiedlung, die Astrid Lindgren vor Augen hatte, als sie sich die wunderbaren Geschichten rund um Inga, Lisa, Lasse, Bosse und Co. ausgedacht hat. Die Kinder in ihren Erzählungen wohnen in drei nebeneinanderliegenden Häusern, dem Nordhof, dem Mittelhof und dem Südhof. Astrid Lindgrens Vater wuchs in Sevedstorp auf, im mittleren Hof. Später wurden hier die Bullerbü-Filme gedreht. Vor kurzem stand der Mittelhof übrigens zum Verkauf. Jetzt aber hat der Erlebnispark "Astrid Lindgrens Welt" diesen Verkauf gestoppt und einen Antrag gestellt, das Haus wegen des großen historischen Werts selbst erwerben und für die nachkommenden Generationen erhalten zu können (nachzulesen z.B. *hier*). 
An diesem interessanten und gleichermaßen idyllischen Platz haben wir unseren Samstagskaffee genossen. Für mich ist das ein ganz besonderer Ort. Einerseits, weil ich selbst die Geschichten von Astrid Lindgren sehr mag und es für mich einen speziellen Zauber hat, selbst in Bullerbü sein zu können. Andererseits aber auch, weil der Liebste und ich vor fünf Jahren schon einmal hier waren, damals noch ohne Kinder. Unser Sonntagsjunge war allerdings schon in meinem Bauch dabei, wie er in diesen Tagen immer wieder betont. Jetzt waren wir zu fünft hier, mit unseren drei Kindern. Vor allem den älteren beiden, die mit Pippi, Michel und den Bullerbü-Kindern schon etwas vertraut sind, hat der Ausflug nach Sevedstorp sehr gut gefallen, Unser Sohn wollte gar nicht mehr weg. Vielleicht lag das daran, dass ich meine Liebe für Astrid Lindgrens Geschichten schon weitergegeben habe. Das würde mich freuen. Vielleicht aber auch an den leckeren Zimtschnecken oder der Schaukel oder dem Heuboden, auf dem die Kinder klettern und ins Heu springen durften oder dem hohlen Baum, der ein Vorbild für Pippis Limonadenbaum war oder der alten, kleinen Schulbank im Café, die sie direkt für sich entdeckt haben oder...
Verlinkt beim Samstagsplausch, mit vielen Mittsommer-Grüßen!

Samstag, 17. Juni 2017

Samstagskaffee #92 ...mit Schweden-Vorfreude!

An diesem Wochenende stimmen wir uns so ganz allmählich auf den kommenden Urlaub ein, zumindest kulinarisch. Zum Samstagskaffee gibt es Waffeln nach einem schwedischen Rezept, mit Vanilleeis und verschiedenen Beeren. In wenigen Tagen werden wir mit unserem Bulli auf dem Weg nach Südschweden sein. Unser erster Urlaub zu fünft! 
Mit zwei Kleinkindern und einem Baby an Bord ist uns natürlich daran gelegen, diesen Urlaub so entspannt wie möglich zu gestalten. Auf dem Hinweg nehmen wir daher die Nachtfähre von Travemünde nach Trelleborg. So sind die Zeiten übersichtlich, die wir im Auto verbringen werden. Insbesondere unser Großer ist schon ganz gespannt auf unsere Kabine und die Nacht auf dem Schiff. Den Rückweg planen wir mit Zwischenstopps, u.a. in Kopenhagen. Vor Ort werden wir - in den ersten Tagen gemeinsam mit Freunden - in einem klassischen, roten Schwedenhäuschen wohnen, an einem See gelegen. Auch ein Boot gehört zum Haus; Schwimmwesten für die größeren Kinder kommen daher genauso ins Gepäck wie Gummistiefel und ein Fischernetz. Hach, am liebsten würde ich ja direkt losfahren. Vorher gibt es aber noch ein paar Dinge zu erledigen. Zum Beispiel braucht unsere kleinste Reisemaus noch ein Ausweisdokument, sicher ist sicher. Da wir ihre Geburtsurkunde aber erst gestern bekommen haben, konnten wir uns bislang noch nicht darum kümmern. Gut, dass die kleine Dame sich mit ihrer Ankunft nicht noch mehr Zeit gelassen hat und noch besser, dass alles so komplikationslos geklappt hat diesmal...ansonsten hätten wir unsere Pläne sicher nochmal geändert. So können wir jetzt aber neben viel Kuschelzeit mit ihr auch unsere Vorfreude auf einige Urlaubstage über Mittsommer in Schweden genießen...
Mehr "Samstagsplausch" gibt es wie immer *hier* bei Andrea.

Dienstag, 13. Juni 2017

Ein märchenhaftes Kissen...

Lesen spielt bei uns in der Familie eine große Rolle. Jeden Tag schauen wir mit unseren Kindern Bilderbücher an, lesen Geschichten vor und die abendliche Gute-Nacht-Geschichte ist ein festes Ritual. In der letzten Zeit taucht dabei vermehrt der Wunsch auf, Märchen vorgelesen zu bekommen. Rotkäppchen, Brüderchen und Schwesterchen, Hänsel und Gretel...die Kinder finden diese Geschichten faszinierend. Mir selbst geht es beim Vorlesen so wie vermutlich vielen Eltern: Manchmal frage ich mich schon, ob meine Kinder für diese Geschichten schon alt genug sind. Schließlich haben viele Märchen durchaus erschreckende, ängstigende und gruselige Momente. Aber dann erinnere ich mich an mein Pädagogik-Studium und die vielzitierte Aussage des amerikanischen Kinderpsachologen Bruno Bettelheim, "Kinder brauchen Märchen", lese weiter und erkläre, wo es gewünscht wird oder mir sinnvoll erscheint.
Als Geschenk zur Geburt eines Babys in unserem Freundeskreis habe ich in den letzten Tagen dieses Kissen mit Märchenmotiv gehäkelt. Auf der Vorderseite trifft Rotkäppchen im Wald gerade auf den Wolf, der hier natürlich noch gar nicht so böse schaut. Auf der Rückseite ist das Häuschen der Großmutter appliziert. Die (englische!) Anleitung gibt es bei Red Heart. Da es die in der Anleitung empfohlene Wolle hier nicht gibt, bin ich auf die myboshi No. 2 ausgewichen, die für Babys und Kleinkinder unbedenklich ist.

Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 im Juni 2017

Wie im Flug sind die letzten Tage hier vergangen, in denen sich unser Leben nochmal rasant verändert hat. Am heutigen 12. des Monats lasse ich euch gerne - wie immer in 12 Bildern, gesammelt bei Caro - an unserem neuen Alltag teilhaben. 
Um 6:30 Uhr wird bei uns in der Regel als erster unser Sohn wach. Im Beistellbettchen neben mir regt sich allerdings auch schon etwas. Seit genau einer Woche gehört sie nun zu uns, unser drittes Kind, unsere zweite Tochter, unsere kleine Schwester. Gab es jemals eine Zeit, in der sie nicht da war? Schon schwer vorstellbar, so selbstverständlich fügt sie sich hier ein. Unsere beiden Großen sind unglaublich stolz und neugierig auf alles, was der Alltag mit Baby nun mit sich bringt. Und wir als Eltern freuen uns sehr über dieses kleine und doch so große Glück.
Morgens nach dem Aufstehen landen nun also gleich drei Windeln im Eimer (unser Sonntagsjunge braucht derzeit für die Nacht noch eine). Gewaschen und angezogen geht es an den Frühstückstisch. Auch die Kleine verlangt eine Mahlzeit. Gemeinsam mit dem Liebsten, der in diesem ersten Lebensmonat Elternzeit hat, bringe ich die Kinder zum Kindergarten. Vor unserer Haustür hängt derzeit noch eine Leine mit Babysachen, mit der die Nachbarn vor unserer Rückkehr aus dem Krankenhaus den Eingang geschmückt haben.
Wieder zuhause vergeht der Vormittag mit Aufräumen, Kuscheln und immer wieder ... stillen. Die Abstände sind noch recht kurz, die Stillzeiten noch eher lang, aber das wird sich schon einpendeln. Immerhin trinkt sie prima und nimmt fleißig zu. Ich schnappe mir zwischendurch mal mein aktuelles Häkelprojekt. Eigentlich mache ich das immer nur, wenn die Kinder abends im Bett sind, aber dieses steht kurz vor dem Abschluss und es juckt mich in den Fingern, es fertigzustellen. A apropos Häkeln: Eines der niedlichsten Babygeschenke hat uns vor ein paar Tagen erreicht: Geschichten aus dem Mäusehaus und zwei passende, selbstgefertigte Mäuse dazu. Die wurden hier sofort adoptiert!
Der Liebste nutzt die freie Zeit, um seinen nächsten Urlaub vorzubereiten. Mittlerweile recht regelmäßig schwingt er sich einmal im Jahr mit ein paar Freunden auf die Leeze und genießt eine sportliche Auszeit vom Familien- und Berufsalltag. Im August soll es die Elbe entlang gehen. Wir holen die Kinder vom Kindergarten ab. Der Sonntagsjunge und ich spielen eine Runde mit seinen Autos. Er ist die Polizei, ich die Feuerwehr. Zum Glück gibt es heute viele Einsätze, in denen gleichzeitig ein Brand gelöscht und ein Räuber gefangen werden muss. Später geht es für ihn zur Musikschule. Ich mache mir in der Zeit eine Tasse Tee, die hoffentlich gut für Babys Verdauung ist. So ganz meine Geschmacksrichtung ist das nämlich wirklich nicht.
Nach dem Abendessen fällt mir beim Zähneputzen im Bad auf, dass sich hier mit mittlerweile zwei Mädchen im Haus doch so einiges verändert. Sooo viel Rosa und Pink gab es hier früher nicht... Als Bettlektüre sucht sich unser Sonntagsjunge heute ein eher ungewöhnliches Buch aus. Obwohl - so ungewöhnlich ist das in diesen Tagen vielleicht doch nicht. Wir schauen uns also noch einige Bilder davon an, wie Babys im Bauch wachsen und wie sie da herauskommen. Dann wird das Nachtlicht eingeschaltet und das Licht gelöscht. Zumindest für unsere Kinder geht dieser Tag allmählich zu Ende...